{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163153,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163153,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3153","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Bek\u00e4mpfung der Altersdiskriminierung, um die Erwerbst\u00e4tigkeit von Seniorinnen und Senioren zu f\u00f6rdern","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht \u00fcber das Ph\u00e4nomen der Altersdiskriminierung in der Schweiz zu erstellen und L\u00f6sungen f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung vorzuschlagen. Von Altersdiskriminierung spricht man, wenn Menschen aufgrund von Stereotypen bez\u00fcglich ihres Alters diskriminiert werden. In der Arbeitswelt wird zum Beispiel stereotypisch angenommen, die Flexibilit\u00e4t, Kreativit\u00e4t, Eigeninitiative und der Ehrgeiz nehmen ab dem 50. Lebensjahr ab. Bei den Arbeitgebern kann dies dazu f\u00fchren, dass sie Vorbehalte gegen die Anstellung von Seniorinnen und Senioren haben, diese von Weiterbildungsprogrammen ausschliessen und Anreize f\u00fcr die Fr\u00fchrente schaffen. Bei den Arbeitnehmenden k\u00f6nnen altersdiskriminierende Bemerkungen das Selbstbewusstsein schw\u00e4chen und zu mangelndem Engagement im Beruf f\u00fchren.</p><p>Die Altersdiskriminierung hat ihren Preis und es w\u00e4re interessant, diesen zu evaluieren: Die Unternehmen verzichten auf das Engagement der erfahrensten Arbeitnehmenden und anerkennen deren Potenzial nicht. Die Altersdiskriminierung treibt Personen, die noch viel zu bieten haben, in Rente. Sie belastet die Arbeitslosenversicherung und die Sozialhilfe. Sie hat negative Auswirkungen auf die Sektoren, in denen es an Fachkr\u00e4ften mangelt.</p><p>Verschiedene L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten sollten gepr\u00fcft werden: die Schaffung einer Beobachtungsstelle f\u00fcr Altersdiskriminierung in der Schweiz, eine Kampagne zur Sensibilisierung der Unternehmen, die F\u00f6rderung einer Durchmischung der Generationen in der Arbeitswelt, die Gl\u00e4ttung der Rentenbeitr\u00e4ge, ein Vorsorgesystem, das nicht diejenigen bestraft, die nach Erreichen des 70. Lebensjahrs noch arbeiten wollen, die Verst\u00e4rkung der bestehenden Massnahmen zur Wiedereingliederung der arbeitslosen Seniorinnen und Senioren in den Arbeitsmarkt.</p>","ReasonText":"<p>Die erwerbst\u00e4tigen Seniorinnen und Senioren entwickeln sich mit dem \u00c4lterwerden unterschiedlich und bilden nicht mehr eine homogene Gruppe: Zahlreiche Seniorinnen und Senioren haben immer noch viel zu bieten. Deswegen m\u00fcssen wir unsere Blickweise auf diese Bev\u00f6lkerungsgruppe \u00e4ndern.</p><p>Wird etwas gegen die Altersdiskriminierung unternommen, k\u00f6nnte sich dies wie folgt auswirken:</p><p>1. Der massiv steigenden Zahl der Pensionierungen ab 2020 k\u00f6nnte die Spitze gebrochen werden, w\u00e4hrend die Zahl der Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger in den Arbeitsmarkt stabil bliebe.</p><p>2. Die Arbeitslosigkeit der \u00fcber F\u00fcnfzigj\u00e4hrigen k\u00f6nnte bek\u00e4mpft werden. In dieser Alterskategorie nimmt die Zahl der Arbeitslosen \u00fcberdurchschnittlich zu und mehr als 40 Prozent der Langzeitarbeitslosen geh\u00f6ren ihr an.</p><p>3. Der Fachkr\u00e4ftemangel in bestimmten Sektoren w\u00fcrde reduziert. Zur Erinnerung: Das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft hat das ungenutzte Potenzial der einheimischen Arbeitskr\u00e4fte, die \u00e4lter als 55 Jahre sind, auf 96 000 Personen gesch\u00e4tzt.</p><p>4. Dank der im Arbeitsmarkt integrierten Seniorinnen und Senioren w\u00fcrden der Zusammenhalt der Gesellschaft gefestigt und die \u00f6ffentlichen Finanzen konsolidiert.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>\u00c4ltere Arbeitnehmende sind in der Schweiz im internationalen Vergleich gut im Arbeitsmarkt integriert. Sie weisen eine hohe Erwerbsbeteiligung auf und sind unterdurchschnittlich oft von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Erwerbsquote betr\u00e4gt inzwischen bis und mit einem Alter von 59 Jahren \u00fcber 80 Prozent, und auch mit 62 Jahren liegt sie noch \u00fcber 63 Prozent. \u00c4ltere Arbeitnehmende sind zudem h\u00e4ufiger als j\u00fcngere in relativ stabilen Arbeitsverh\u00e4ltnissen. Ihr Risiko, durch Entlassung oder Beendigung eines befristeten Arbeitsvertrags arbeitslos zu werden, ist unterdurchschnittlich hoch. Zudem hat sich die Erwerbsbeteiligung von Personen im Alter von 55-64 Jahren in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich erh\u00f6ht.</p><p>Trotz der insgesamt positiven Situation sind \u00e4ltere Arbeitnehmende auf dem Arbeitsmarkt auch mit Schwierigkeiten konfrontiert. Werden \u00e4ltere Arbeitnehmende arbeitslos, brauchen sie in der Regel l\u00e4nger als andere, um wieder eine Stelle zu finden. Daher stehen \u00e4ltere Arbeitnehmende explizit im Zentrum eines Handlungsfeldes der Fachkr\u00e4fteinitiative (FKI). Die Massnahmen der FKI zielen darauf ab, die im Inland vorhandenen Potenziale besser zu nutzen, unter anderem bei Frauen mit Familienbetreuungspflichten und \u00e4lteren Arbeitnehmenden. In den letzten 5 Jahren konnte bei diesen beiden Gruppen die Erwerbsbeteiligung um insgesamt 100'000 Arbeitskr\u00e4fte erh\u00f6ht werden. 40 Prozent dieser erh\u00f6hten Arbeitsmarktbeteiligung ist auf \u00e4ltere Arbeitnehmende zur\u00fcckzuf\u00fchren.</p><p>Im Rahmen der FKI hat der Bund, unter Einbezug der Kantone und der Sozialpartner, im April 2015 eine erste Nationale Konferenz zum Thema \u00e4ltere Arbeitnehmende einberufen. Nach einer umfassenden Auslegeordnung wurden mehrere Massnahmen verabschiedet, welche die Arbeitsmarktintegration \u00e4lterer Arbeitnehmender f\u00f6rdern und die Unternehmen und \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr die Thematik sensibilisieren. An der Folgekonferenz vom 21. April 2016 wurde eine erste positive Bilanz zu den beschlossenen Massnahmen gezogen. So r\u00e4umt die Bundesverwaltung seit dem 1. Juli 2015 den gemeldeten Stellensuchenden beim RAV einen priorit\u00e4ren Zugang zu den ausgeschriebenen Stellen ein. Zudem zeigt eine in Auftrag gegebene Studie beim Stellenmarkt-Monitor der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, dass Altersgrenzen bei Stelleninseraten relativ selten eingesetzt werden.</p><p>Der Arbeitslosenversicherung (ALV) stehen bei der Bek\u00e4mpfung der Arbeitslosigkeit von \u00e4lteren Stellensuchenden gezielte Instrumente zur Verf\u00fcgung. In Anbetracht des hohen Risikos der Langzeitarbeitslosigkeit von arbeitslosen Personen von \u00fcber 50 Jahren ist im Arbeitslosenversicherungsgesetz (AVIG, SR 837.0) f\u00fcr \u00fcber 55-J\u00e4hrige ein spezielles Entsch\u00e4digungssystem verankert. \u00dcber 55-J\u00e4hrige erhalten bei einer Beitragszeit von mindestens 22 Monaten Anspruch auf maximal 520 Taggelder. Unter bestimmten Bedingungen erhalten versicherte Person, die 4 Jahre vor Erreichen des AHV-Rentenalters arbeitslos werden sogar Anspruch auf zus\u00e4tzliche Taggelder, die bis zum ordentlichen AHV-Rentenbezug fortbestehen k\u00f6nnen. </p><p>Neben der \u00dcberbr\u00fcckung einer Phase von Erwerbslosigkeit durch Taggelder unterst\u00fctzt die ALV Stellensuchende mit einer Palette von aktivierenden Instrumenten bei der (Wieder-)Eingliederung ins Erwerbsleben. Die Instrumente Beratung, Vermittlung und arbeitsmarktliche Massnahmen (AMM) sind Teil des Vollzugs der \u00f6ffentlichen Arbeitsvermittlung.</p><p>Der Bundesrat kennt die Situation sowie die bestehenden Schwierigkeiten f\u00fcr \u00e4ltere Arbeitnehmende am Arbeitsmarkt und deren Ursache. In Anbetracht der vorhandenen Kenntnisse erachtet der Bundesrat die bestehenden und auf breitem Konsens gest\u00fctzten Massnahmen als angemessen, um die Arbeitsmarktintegration sowie die Stellung der \u00e4lteren Arbeitnehmenden am Arbeitsmarkt zu st\u00e4rken. Die FKI stellt zudem die geeigneten Gef\u00e4sse zur Verf\u00fcgung, um die arbeitsmarktlichen Entwicklungen hinsichtlich \u00e4lterer Arbeitnehmender laufend zu \u00fcberpr\u00fcfen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1464134400000)\/","SubmittedBy":"B\u00e9gl\u00e9 Claude","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1519776000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1690522268083)\/","SubmissionDate":"\/Date(1458172800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5002,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}