{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163201,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163201,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3201","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Direktzugang zu Physiotherapieleistungen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In mehreren L\u00e4ndern ist der Zugang zu physiotherapeutischen Behandlungen ohne \u00e4rztliche \u00dcberweisung schon heute Realit\u00e4t (z. B. Schweden, Norwegen, Niederlanden, Grossbritannien, Kanada, Australien). Diese Physiotherapieleistungen k\u00f6nnen die Patienten \u00fcber die \u00f6ffentliche Gesundheitsversorgung abrechnen. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der Zunahme der chronischen Erkrankungen erwarten diese L\u00e4nder vom Direktzugang zur Physiotherapie sehr positive Auswirkungen. Das Vermeiden von Doppelspurigkeiten im Behandlungsprozess, der Ausbau einer integrierten, patientenorientierten Versorgung sowie eine St\u00e4rkung des Selbstmanagements der Patienten sind konkrete positive Effekte des Direktzugangs. Hinsichtlich der Effizienz und der Patientenzufriedenheit konnte in mehreren Studien bereits ein erheblicher Nutzen nachgewiesen werden. Auch die Faktoren Wartezeit oder Verf\u00fcgbarkeit einer medizinischen Dienstleistung werden dadurch positiv beeinflusst. Im Hinblick auf den allgemeinen \u00c4rztemangel und die Sicherung der Grundversorgung scheint der Direktzugang zur Physiotherapie abfedernd zu wirken. Gerade in Land- oder Randregionen k\u00f6nnte der Direktzugang das m\u00f6gliche Versorgungsangebot optimieren oder sogar erst erm\u00f6glichen</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie beurteilt er die Erfahrungen im Ausland?</p><p>2. Inwieweit sind diese Erfahrungen auf die Schweiz \u00fcbertragbar?</p><p>3. Wurde die Umsetzung des Direktzugangs f\u00fcr die Schweiz bereits in Erw\u00e4gung gezogen?</p><p>4. Wie k\u00f6nnte ein Direktzugang in der Schweiz aussehen?</p><p>5. Parallel zur Zunahme von \u00e4lteren und chronisch erkrankten Personen zeichnet sich in l\u00e4ndlichen oder Randregionen bei der Grundversorgung und insbesondere bei den Haus\u00e4rzten ein Mangel ab. Kann diese Problematik durch einen Direktzugang abgefedert und dadurch die Grundversorgung optimiert oder gesichert werden?</p><p>6. Gibt es zum Thema Direktzugang eine Einsch\u00e4tzung der Kantone zur Versorgungswirkung?</p><p>7. K\u00f6nnten bestehende Effizienzreserven durch einen Direktzugang ausgesch\u00f6pft werden? Falls ja, welche und wie?</p><p>8. Welche Chance sieht er, dass der Direktzugang einen Beitrag zur Erreichung der Ziele gem\u00e4ss Strategie \"Gesundheit2020\" leisten kann?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1.-3./7. Der Bundesrat hatte bereits Gelegenheit, sich zum Zugang zu Physiotherapieleistungen zu \u00e4ussern. In seiner Antwort vom 12. Februar 2014 auf die Interpellation Fournier 13.4110, \"Physiotherapietarif. Das Ende f\u00fcr selbstst\u00e4ndige Physiotherapeutinnen und -therapeuten?\" hat er festgehalten, dass er eine qualitativ gute und f\u00fcr die Versicherten erschwingliche Gesundheitsversorgung namentlich in der Physiotherapie bef\u00fcrwortet, indessen bez\u00fcglich des Zugangs zu den Leistungen der Physiotherapie kein Mangel festzustellen sei. Zum Postulat Carobbio Guscetti 12.3574, \"Direkter Zugang zur Physiotherapie\" hat er am 29. August 2012 festgehalten, dass die im Vorstoss genannten Gesundheitssysteme in anderen L\u00e4ndern (mit Ausnahme der Niederlande) staatliche Gesundheitssysteme oder Systeme mit starker zentraler Steuerung bzw. Globalbudgets sind, und dass das schweizerische System auf dem Diagnose- und Anordnungsmodell der \u00c4rzte und \u00c4rztinnen basiert und Ausnahmen nur in speziellen Bereichen bestehen. Eine generelle Erleichterung des Zugangs zur Physiotherapie im System der Sozialversicherungen ist nach Ansicht des Bundesrates nicht geeignet, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Berufsgruppen im Interesse der Optimierung der Behandlung zu verbessern. Es kann aber zu erheblichen Mehrkosten ohne gesundheitlichen Mehrwert f\u00fchren. Entsprechend ist dies auch nicht f\u00fcr die Aussch\u00f6pfung von Effizienzreserven geeignet. In diesem Sinne nimmt der Bundesrat die Erfahrungen im Ausland zur Kenntnis, erachtet diese aber nicht als direkt \u00fcbertragbar auf die Schweiz.</p><p>4./5./8. Der Bundesrat erachtet es als verfehlte Entwicklung, zus\u00e4tzlichen Berufsgruppen den Zugang zur direkten Abrechnung \u00fcber die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) zu erm\u00f6glichen, ohne L\u00f6sungen in Bezug auf eine bessere Koordination und eine langfristige Steuerung entwickelt zu haben. Dies hat er in seiner Stellungnahme vom 23. M\u00e4rz 2016 zum Bericht der Kommission f\u00fcr soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates vom 22. Januar 2016 zur parlamentarischen Initiative Joder 11.418, \"Gesetzliche Anerkennung der Verantwortung der Pflege\" festgehalten, welche eine direkte Abrechnungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr Pflegefachpersonen fordert.</p><p>Vielmehr sollen - gest\u00fctzt auf die bundesr\u00e4tliche Strategie Gesundheit 2020 (<a href=\"http://www.bag.admin.ch/\">www.bag.admin.ch</a> &gt; Themen &gt; Gesundheit2020) - mittels verschiedener Massnahmen Fehlanreize behoben, die Versorgungsqualit\u00e4t erh\u00f6ht und neue Versorgungsmodelle gef\u00f6rdert werden, welche die Qualit\u00e4t der Behandlung der Patientinnen und Patienten entlang der ganzen Behandlungskette optimieren. Das Ziel dabei ist, das Schweizer Gesundheitssystem optimal auf die kommenden Herausforderungen auszurichten und gleichzeitig bezahlbar zu halten. Im Zusammenhang mit der Strategie Gesundheit 2020 hat der Bundesrat am 4. M\u00e4rz 2016 beschlossen, mit dem F\u00f6rderprogramm \"Interprofessionalit\u00e4t im Gesundheitswesen 2017-2021\" die Erarbeitung empirischer Grundlagen zur praxisnahen Weiterentwicklung der Interprofessionalit\u00e4t im Gesundheitswesen zu unterst\u00fctzen. Ebenfalls ist in diesem Zusammenhang auf das Forum medizinische Grundversorgung hinzuweisen, welches im Herbst 2015 eingerichtet wurde. </p><p>6. Den Kantonen obliegt die Kompetenz zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung. Dem Bundesrat ist bez\u00fcglich einer Einsch\u00e4tzung der Kantone zur Versorgungswirkung eines Direktzugangs zur Physiotherapie nichts bekannt. In der Vernehmlassung zur obenerw\u00e4hnten parlamentarischen Initiative Joder 11.418 \u00e4usserten allerdings einige Kantone Bedenken hinsichtlich einer unerw\u00fcnschten pr\u00e4judiziellen Wirkung unter anderem im Bereich der Physiotherapie.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1464134400000)\/","SubmittedBy":"Grossen J\u00fcrg","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1521158400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690522497180)\/","SubmissionDate":"\/Date(1458259200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5002,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}