{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163342,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163342,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3342","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Die Bewertungsmethoden f\u00fcr Start-ups vereinheitlichen, um diese nicht aus der Schweiz zu vertreiben","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>F\u00fcr ein Start-up ist die Mitarbeiterbeteiligung essenziell. Doch wird dieses Instrument in der Schweiz je l\u00e4nger, je unattraktiver, weil die kantonalen Steuerbeh\u00f6rden die Tendenz haben, den \"Verkehrswert\" einer Gesellschaft auf der Basis des Preises der letzten Finanzierungsrunde zu bemessen - so geschehen k\u00fcrzlich im Kanton Z\u00fcrich. Diese Bewertungen fussen jedoch auf optimistischen Finanzprojektionen, die im Allgemeinen nicht ber\u00fccksichtigen, dass ein Start-up einem erh\u00f6hten Risiko eines Konkurses ausgesetzt ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden demnach nicht auf der Grundlage eines \"Marktwerts\" besteuert (einen solchen gibt es nicht), sondern auf der Grundlage eines Werts, der sich aus der Annahme ergibt, dass sich der Businessplan voll verwirklichen l\u00e4sst - was allerdings h\u00f6chst unsicher ist. Aufgrund der heftigen Reaktionen der Unternehmer und der Investoren ist die Z\u00fcrcher Steuerbeh\u00f6rde auf ihren Entscheid zur\u00fcckgekommen und will nun eine Besteuerung auf der Grundlage des Substanzwerts des Unternehmens in den ersten drei Jahren vornehmen, was einer Art \"Gnadenfrist\" gleichkommt, die das Problem jedoch lediglich verschiebt.</p><p>Zusammenfassend kann man sagen, dass die Vielfalt an Bewertungsmethoden, die sich von Kanton zu Kanton und von einem Tag zum n\u00e4chsten unterscheiden und denen feste und objektive Kriterien fehlen, zu einer Situation der Unsicherheit f\u00fchrt, die sich negativ auswirkt. Dieses zuf\u00e4llig und willk\u00fcrlich erscheinende Steuerregime wird f\u00fcr die Schweiz zum Handicap.</p><p>1. Was h\u00e4lt der Bundesrat von der Idee, die kantonalen Steuerpraktiken bez\u00fcglich der Methode der Bewertung von Start-ups zu harmonisieren und damit ein objektives Berechnungsmodell zu schaffen, das vom Geist der F\u00f6rderung des Unternehmertums beseelt ist und das eine \u00c4nderung der Methode von einem Kanton zum anderen und von einem Tag zum n\u00e4chsten vermeidet?</p><p>2. K\u00f6nnte man in diesem Sinne eine Berechnungsregel aufstellen, die auf den Durchschnitt der letzten Finanzierungsrunden abstellt oder auf eine Kombination von Substanzwert des Unternehmens und reduziertem Verkehrswert? Oder auf eine noch andere Methode?</p><p>3. H\u00e4tte eine Harmonisierung Auswirkungen auf die Einnahmen der \u00f6ffentlichen Hand? Das ist kaum zu erwarten. Die Harmonisierung w\u00fcrde hingegen Arbeitspl\u00e4tze von hoher Wertsch\u00f6pfung in der Schweiz erhalten und schaffen.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat teilt das Anliegen des Interpellanten, dass Start-ups und ein f\u00fcr solche Unternehmen g\u00fcnstiges Innovationsumfeld gef\u00f6rdert werden m\u00fcssen. Der Bundesrat anerkennt auch, dass eine unterschiedliche Regelung in den Kantonen der Transparenz und Rechtssicherheit abtr\u00e4glich ist und dass die Verm\u00f6genssteuer f\u00fcr die Unternehmensgr\u00fcnder zu hohen steuerlichen Belastungen und Liquidit\u00e4tsengp\u00e4ssen f\u00fchren kann.</p><p>Die Einf\u00fchrung einer objektiven Unternehmensbewertungsmethode, welche von zeitlichen, kantonalen und unternehmerischen Aspekten abstrahiert, ber\u00fccksichtigt die Herausforderungen bei der Bewertung von Start-ups allerdings nicht ausreichend.</p><p>1./2. F\u00fcr b\u00f6rsenkotierte Unternehmen k\u00f6nnen relativ einfach Marktpreise ermittelt werden, w\u00e4hrend bei nichtb\u00f6rsenkotierten Unternehmen oftmals keine Transaktionspreise vorliegen. F\u00fcr Start-ups im Speziellen sind fehlende Vergangenheitsdaten und negative Cashflows, trotz manchmal hoher Umsatzwachstumsraten, typisch. Infolge der Einf\u00fchrung neuer Produkte oder Prozesse existieren ausgepr\u00e4gte Unsicherheiten hinsichtlich des langfristigen Unternehmenserfolgs. Dies hat zur Folge, dass eine Bewertung, welche die in Zukunft erwarteten Ertr\u00e4ge mit einbezieht, in hohem Mass von den getroffenen Annahmen abh\u00e4ngt. Es ist zudem zu beachten, dass die Unternehmensrisiken je nach Management, Markt, Produkttechnologie und Finanzierungsart ganz unterschiedlich sind.</p><p>Der Bund hat gem\u00e4ss Artikel\u00a0129 der Bundesverfassung die Kompetenz zur Harmonisierung der Verm\u00f6genssteuern, wobei sich diese auch auf den Steuergegenstand erstreckt, der die sachlichen Bemessungsgrunds\u00e4tze mit einschliesst. Beruhend auf dieser Verfassungsgrundlage enth\u00e4lt das Steuerharmonisierungsgesetz in Artikel\u00a014 die Grundlage zur Bewertung des Verm\u00f6gens. Demnach ist das Verm\u00f6gen zum Verkehrswert zu bewerten, und der Ertragswert kann dabei angemessen ber\u00fccksichtigt werden. Unter Ber\u00fccksichtigung der Harmonisierungsbestrebungen der Kantone (u. a. mittels Kreisschreiben Nr. 28 der Schweizerischen Steuerkonferenz) und der origin\u00e4ren Kompetenz der Kantone zur Erhebung der Verm\u00f6genssteuern (Art. 3 der Bundesverfassung) kommt den Kantonen aber bei der Bewertung ein betr\u00e4chtlicher Spielraum zu. Aus diesen Gr\u00fcnden ist die Harmonisierung der Unternehmensbewertungen von Start-ups mit besonderen Schwierigkeiten verbunden. Diese bestehen darin, dass ein objektives Modell viele unterschiedliche Konstellationen und Interessen zu ber\u00fccksichtigen hat, dies einerseits wegen den unterschiedlichen Teilhaberstrukturen und der betriebswirtschaftlich notwendigen Einzelfallbetrachtung des zu bewertenden Unternehmens und andererseits aufgrund der in den Kantonen angewendeten unterschiedlichen Bewertungspraktiken betreffend Start-ups als Grundlage f\u00fcr die Erhebung der kantonalen Verm\u00f6genssteuer. Der Bundesrat anerkennt aber den Handlungsbedarf und hat das EFD deshalb beauftragt, zusammen mit den Kantonen nach Optimierungsm\u00f6glichkeiten zu suchen, um die Standortattraktivit\u00e4t f\u00fcr Start-ups in der Schweiz zu verbessern. Der f\u00f6derale Spielraum der Kantone ist dabei zu respektieren.</p><p>3. Die Auswirkungen auf die Einnahmen sind schwer absch\u00e4tzbar und d\u00fcrften stark von der Definition eines Start-ups und dem Ausmass der Harmonisierung der Bewertungspraxis im Vergleich zum Status quo abh\u00e4ngen. Wird eine enge Abgrenzung des Beg\u00fcnstigtenkreises gew\u00e4hlt, d\u00fcrften die Mindereinnahmen bei einer statischen Betrachtung \u00fcberschaubar sein. Es ist bei einer dynamischen Betrachtung sogar m\u00f6glich, dass es \u00fcber neue Anreize und steuerliche Erleichterungen zu Ansiedlungen und vermehrten Gr\u00fcndungen von Start-ups in der Schweiz k\u00e4me und dies auch zu verst\u00e4rkten Fiskaleinnahmen in den auf die Aufbauphase folgenden Jahren f\u00fchren k\u00f6nnte. Wird dagegen eine f\u00fcr alle Unternehmen einheitliche Methode angestrebt, dann w\u00fcrde eine Bewertung nach dem Substanzwert oder eine Bewertung aus einer Mischung von Substanz- und Ertragswert mit sp\u00fcrbaren Mindereinnahmen einhergehen, da beide Methoden oft zu tieferen Bewertungen f\u00fchren.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1471392000000)\/","SubmittedBy":"Derder Fathi","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1475193600000)\/","ResponsibleDepartment":7,"ResponsibleDepartmentName":"Finanzdepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EFD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|36|2446","Category":null,"Modified":"\/Date(1690521535107)\/","SubmissionDate":"\/Date(1461715200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5003,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Wissenschaft und Forschung|Steuer"}}