{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163456,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163456,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3456","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Streichung des zweiten Lehrstuhls f\u00fcr Moderne Franz\u00f6sische Literatur an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der zweite Lehrstuhl f\u00fcr Franz\u00f6sische Literatur der Neuzeit an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich ist bedroht und soll 2019 aufgegeben werden. Die Universit\u00e4tsleitung hat anscheinend beschlossen, die Stelle nicht wiederzubesetzen.</p><p>Die Entscheidung scheint im Rahmen eines Sparprogrammes der Universit\u00e4t gef\u00e4llt worden zu sein.</p><p>Es w\u00fcrde also in Zukunft nur noch einen Lehrstuhl f\u00fcr Franz\u00f6sische Literatur der Neuzeit an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich geben, der f\u00fcr die gesamte franz\u00f6sische Literatur, vom 16. Jahrhundert bis heute, zust\u00e4ndig w\u00e4re. Dieser Beschluss kommt zu einem Zeitpunkt, an dem landesweit \u00fcber die Beziehung zwischen den Sprachregionen diskutiert wird. Der Abbau hat auch Auswirkungen auf die Ausbildung der Franz\u00f6sischlehrerinnen und -lehrer auf der Gymnasialstufe. Damit ein guter Unterricht im Maturafach Franz\u00f6sisch auf der Sekundarstufe II m\u00f6glich ist, m\u00fcssen die Lehrkr\u00e4fte in franz\u00f6sischer Sprache und Literatur an unseren Universit\u00e4ten ausgebildet werden k\u00f6nnen.</p><p>Die Universit\u00e4ten fallen zwar in die Zust\u00e4ndigkeit der Kantone, aber f\u00fcr die Maturit\u00e4t sind sowohl die Kantone als auch der Bund zust\u00e4ndig, der sich also ebenfalls \u00fcber die Ausbildung der Lehrkr\u00e4fte Gedanken machen sollte, die die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auf die Matura vorbereiten.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Teilt der Bundesrat die Meinung, dass diese Streichung des zweiten Lehrstuhls f\u00fcr Franz\u00f6sische Literatur der Neuzeit dem Sprachenreichtum der Schweiz schadet und dass damit dem nationalen Zusammenhalt kaum Beachtung geschenkt wird?</p><p>2. Ist der Bundesrat nicht der Ansicht, dass dieser Beschluss ein grosses Problem f\u00fcr die Ausbildung der Franz\u00f6sischlehrerinnen und -lehrer auf Gymnasialstufe darstellt? Ger\u00e4t der Franz\u00f6sischunterricht hier nicht in eine eigentliche Abw\u00e4rtsspirale hinein?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bund unterst\u00fctzt Lehre und Forschung der kantonalen Universit\u00e4ten im Rahmen des Hochschulf\u00f6rderungs- und -koordinationsgesetzes sowie des Bundesgesetzes \u00fcber die F\u00f6rderung der Forschung und der Innovation. Hochschulen sind in der Schweiz im Rahmen der Vorgaben ihrer kantonalen Tr\u00e4gerschaften in der Definition von Lehre und Forschung autonom und verwalten sich selbst (Hochschulautonomie). Dazu geh\u00f6rt auch die F\u00fchrung von Lehrst\u00fchlen. Der Bund hat keine Kompetenzen, den Universit\u00e4ten vorzuschreiben, welche Lehr- und Forschungsleistungen sie erbringen m\u00fcssen.</p><p>Wie der Autor der Interpellation legt der Bundesrat grossen Wert auf die Mehrsprachigkeit in unserem Land und auf Massnahmen, die die Kenntnisse der Landessprachen st\u00e4rken. Der Bund f\u00f6rdert im Rahmen seiner Zust\u00e4ndigkeit die Verst\u00e4ndigung und den Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften (Art. 70 Abs. 3 der Bundesverfassung). In Ber\u00fccksichtigung dieser Erw\u00e4gungen antwortet der Bundesrat wie folgt auf die gestellten Fragen:</p><p>1. Die Umgestaltung von Lehrangeboten an Hochschulen mag in einigen F\u00e4llen bedauerlich erscheinen. Der Entscheid der Universit\u00e4t Z\u00fcrich zeitigt aber aus Sicht des Bundesrates keine relevanten Wirkungen auf die Verst\u00e4ndigung und den Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften: Gegenw\u00e4rtig ist es in der Schweiz an s\u00e4mtlichen drei franz\u00f6sischsprachigen Universit\u00e4ten Genf, Lausanne und Neuenburg, an der zweisprachigen Universit\u00e4t Freiburg sowie an den deutschsprachigen Universit\u00e4ten Basel, Bern und Z\u00fcrich m\u00f6glich, ein Studium in franz\u00f6sischen Sprach- und Literaturwissenschaften zu absolvieren. An der Universit\u00e4t Z\u00fcrich gibt es neben zwei Lehrst\u00fchlen in franz\u00f6sischer Linguistik und einem Lehrstuhl in franz\u00f6sischer Literatur des Mittelalters auch zwei Lehrst\u00fchle in moderner franz\u00f6sischer Literatur, wovon einer im Zuge der Entwicklungs- und Finanzplanung der Universit\u00e4t f\u00fcr die Jahre 2017-2020 vorerst nicht mehr besetzt werden soll. Insgesamt bleibt damit die Fachrichtung der franz\u00f6sischen Sprach- und Literaturwissenschaften selbst an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich gut ausgestattet, was sich auch im sehr guten Betreuungsverh\u00e4ltnis widerspiegelt. Dies zeigt insgesamt, dass das Studien- und Lehrangebot in franz\u00f6sischen Sprach- und Literaturwissenschaften in der Schweiz vielf\u00e4ltig ist und der Sprachenvielfalt unseres Landes hinreichend Rechnung tr\u00e4gt.</p><p>2. Die Qualit\u00e4t des Sprachenunterrichts, insbesondere an den allgemeinbildenden Schulen auf Sekundarstufe II, h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab. Selbstverst\u00e4ndlich sind gutausgebildete Lehrkr\u00e4fte eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr die Qualit\u00e4t des Unterrichts und die Vermittlung von Sprache. Die Schliessung eines von f\u00fcnf Lehrst\u00fchlen an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich stellt in den Augen des Bundesrates aber keine Gefahr dar, dass die Ausbildung von Lehrpersonen f\u00fcr Franz\u00f6sisch in der Schweiz beeintr\u00e4chtigt wird. Die Ausbildung zum Lehrdiplom f\u00fcr Maturit\u00e4tsschulen im Schulfach Franz\u00f6sisch wird sodann auch an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich selbst weiterhin gew\u00e4hrleistet sein. Wichtiger ist aus Sicht des Bundesrates die F\u00f6rderung von Austausch und Mobilit\u00e4t der Lehrpersonen zwischen den Sprachregionen in der Schweiz (vgl. auch Antwort des Bundesrates auf die Postulate 14.3670 und 14.4234).</p><p>Im Rahmen der Kulturbotschaft 2016-2020 hat der Bundesrat die F\u00f6rderung der Landessprachen und des Austausches zwischen den Sprachgemeinschaften zu einem der Schwerpunkte f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre erkl\u00e4rt. So schl\u00e4gt er insbesondere vor, die M\u00f6glichkeit zu pr\u00fcfen, die F\u00f6rderung der Austauschprogramme auf Lehrkr\u00e4fte auszuweiten, um ihre sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen zu st\u00e4rken.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1471392000000)\/","SubmittedBy":"Reynard Mathias","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1475193600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1690520815770)\/","SubmissionDate":"\/Date(1465948800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5004,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Kultur"}}