{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163500,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163500,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3500","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Auswirkungen der Akademisierung der Pflegeberufe","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird gebeten, in einem Bericht folgenden Fragen vertieft nachzugehen:</p><p>1. Wie ver\u00e4ndert sich infolge der Akademisierung der Pflegeberufe die Lohn- und Kostenstruktur im Gesundheitswesen? Hierbei soll darauf eingegangen werden, dass h\u00f6here Titel zu h\u00f6heren Lohnanforderungen f\u00fchren.</p><p>2. Wie wirkt sich die Ausdifferenzierung der Pflegeberufe auf die Hierarchie- und Verantwortungsstrukturen aus? Gibt es beispielsweise vermehrt Konflikte, wie in anderen Berufsfeldern, dass Personen mit h\u00f6heren Titeln in der Hierarchie schneller aufsteigen und die praxisbezogenen Pflegenden karrierem\u00e4ssig stehen bleiben und so zur Erlangung von h\u00f6heren Titeln gezwungen werden, obwohl sie das nicht unbedingt br\u00e4uchten? Gibt es die Tendenz, dass f\u00fcr F\u00fchrungsfunktionen h\u00f6here Abschl\u00fcsse verlangt werden?</p><p>3. Der Bundesrat wird gebeten, eine \u00dcbersicht \u00fcber kantonale Vorgaben und Auflagen bez\u00fcglich Ausbildungsstand der Pflegenden bereitzustellen. Insbesondere sollen jene Auflagen ber\u00fccksichtigt werden, welche Pflegeinstitutionen zwingen, Personen mit h\u00f6heren Titeln einzustellen. Gibt es R\u00fcckmeldungen, dass solche Vorgaben unn\u00f6tig und kostentreibend seien?</p><p>4. Er soll weiter aufzeigen, wie ein Mangel an Fachkr\u00e4ften in der Pflege durch die Akademisierung beseitigt werden soll, werden doch in der Gesundheitsversorgung aktuell und k\u00fcnftig vor allem die Fachpersonen Gesundheit nachgefragt. Gleichzeitig wird scheinbar beobachtet, dass Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen die Tendenz zeigen, sich akademisch, d. h. auf Masterstufe, weiterzubilden, anstatt in der Praxis zu bleiben. Welche Aufgabenbereiche werden diesen neuen Fachleuten mit h\u00f6heren Titeln zugeordnet?</p><p>5. Wie kann der Gefahr der Bildung eines Overheads begegnet werden, da akademisch ausgebildetes Personal immer weniger bereit sein wird, \"einfache\" Arbeiten zu verrichten?</p><p>6. Gibt es Tendenzen, dass eine Verlagerung in administrative Bereiche und T\u00e4tigkeitsfelder stattfindet?</p><p>7. Wie sehen die Abbruchquote bei der Ausbildung und die Quote der Berufswechsel bei Absolventinnen und Absolventen der verschiedenen Stufen aus?</p><p>8. Gibt es vermehrt Kompetenzkonflikte zwischen Pflegenden mit Hochschultiteln und der \u00c4rzteschaft? Dies ist im Hinblick auf die Sicherheit und Qualit\u00e4t der Behandlung sehr relevant.</p><p>9. Wie wird garantiert, dass der Pflegebereich sich nicht zu sehr von den Patienten entfernt?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die demografischen Ver\u00e4nderungen und die Zunahme von chronischen Erkrankungen stellen das Gesundheitswesen vor grosse Herausforderungen. Deshalb hat der Bundesrat in seiner Strategie Gesundheit 2020 einen besonderen Akzent auf die Ausbildung von ausreichendem und gut qualifiziertem Gesundheitspersonal gesetzt. Das neue Gesundheitsberufegesetz, das voraussichtlich noch 2016 verabschiedet werden d\u00fcrfte, legt einheitliche Anforderungen an die Ausbildung auf Fachhochschulebene und Berufsaus\u00fcbung in eigener fachlicher Verantwortung der Gesundheitsberufe fest. Der Bundesrat wird demnach die berufsspezifischen Kompetenzen f\u00fcr die Pflege regeln. Wie vom Bundesrat vorgeschlagen, wurde auf eine zus\u00e4tzliche Regelung des Masterabschlusses in Pflege im Gesundheitsberufegesetz verzichtet. Mit diesem Gesetz werden keine neuen Ausbildungen geschaffen. Die berufsspezifischen Kompetenzen, die der Bundesrat festzulegen hat, werden unter Einbezug der betroffenen Hochschulen und der Organisation der Arbeitswelt definiert werden.</p><p>Um den unterschiedlichen Bed\u00fcrfnissen im Gesundheitswesen gerecht zu werden, hat sich der Pflegeberuf zunehmend ausdifferenziert, allen Profilen gemeinsam ist ein hoher Bezug zur Praxis in der Ausbildung und in der Berufsaus\u00fcbung. Der Bundesrat begr\u00fcsst diese Ausdifferenzierung f\u00fcr eine optimierte Versorgung, stellt hingegen keine Tendenz zur Akademisierung fest. 2014 wurden im Pflegebereich rund 7000 Abschl\u00fcsse auf allen Bildungsstufen vergeben. Davon wurden rund 850 Bachelorabschl\u00fcsse und knapp 50 Masterabschl\u00fcsse an Hochschulen erworben. Der \u00fcberwiegende Teil der Ausbildungen erfolgt also im Rahmen der beruflichen Grundbildung (Fachfrau/Fachmann Gesundheit, Assistentin/Assistent Gesundheit und Soziales) und der h\u00f6heren Berufsbildung (H\u00f6here Fachschule in Pflege: dipl. Pflegefachmann HF, dipl. Pflegefachfrau HF).</p><p>Eine gute Zusammenarbeit von Pflegepersonen mit unterschiedlichen Kompetenzprofilen und allen Gesundheitsberufen, namentlich den universit\u00e4ren Medizinalberufen, ist auch dem Bundesrat ein wichtiges Anliegen. Deswegen hat er am 4. M\u00e4rz 2016 das F\u00f6rderprogramm Interprofessionalit\u00e4t im Gesundheitswesen 2017-2020 im Rahmen der Fachkr\u00e4fte-Initiative plus (FKI plus) lanciert. Ziel dieses F\u00f6rderprogramms ist es, innovative Projekte in der Bildung und in der Berufsaus\u00fcbung zu unterst\u00fctzen. Mit der F\u00f6rderung der Interprofessionalit\u00e4t soll die Effizienz der Gesundheitsversorgung gest\u00e4rkt werden. In interprofessionellen Teams arbeiten die verschiedenen Fachleute koordiniert und eng aufeinander abgestimmt. Damit k\u00f6nnen Spitalaufenthalte verk\u00fcrzt und kann die Zahl der Konsultationen reduziert werden.</p><p>Weitere Massnahmen im Rahmen des 2015 beendeten Masterplans Bildung Pflegeberufe zielten auf die Bereitstellung einer bedarfsgerechten Zahl an Ausbildungs- und Praktikumspl\u00e4tzen: Seit 2007 haben sich die j\u00e4hrlichen Abschl\u00fcsse Fachfrau/Fachmann Gesundheit EFZ mehr als verdoppelt; sie decken nun \u00fcber 84 Prozent des gesch\u00e4tzten Nachwuchsbedarfs. Im Terti\u00e4rbereich wird der Bedarf aber nur unzureichend erf\u00fcllt. Die Anstrengungen, um die Eintritte in die Pflegestudieng\u00e4nge der h\u00f6heren Fachschulen und der Fachhochschulen zu erh\u00f6hen, werden fortgesetzt. Der Bundesrat hat zudem das EDI und das WBF beauftragt, zusammen mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt (OdA) weitere M\u00f6glichkeiten zu pr\u00fcfen, um im Bereich Pflege die Verbleibdauer im Beruf zu erh\u00f6hen sowie die Sp\u00e4trekrutierung und den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. Voraussichtlich Ende 2016 wird der Bundesrat \u00fcber einen entsprechenden Massnahmenplan entscheiden.</p><p>Das Postulat wirft weitere Fragen auf, die nicht in der Bundeskompetenz liegen. Stellenpl\u00e4ne, Funktionen/Hierarchien und Lohneinstufungen von Pflegefachkr\u00e4ften liegen in der Verantwortung der Kantone und der einzelnen Gesundheitsinstitutionen. Die Publikation des Nationalen Versorgungsberichtes f\u00fcr die Gesundheitsberufe 2016 der Gesundheitsdirektorenkonferenz und der Oda Sant\u00e9, voraussichtlich im September 2016, wird den Kantonen und den Institutionen eine aktuelle Datengrundlage und Erkenntnisse liefern, auf welchen diese in diesem Bereich ihre weiteren Massnahmen aufbauen k\u00f6nnen.</p><p>Der Bundesrat arbeitet an den Anliegen dieses Postulates. Er legt den Fokus jedoch auf die Umsetzung des Gesundheitsberufegesetzes sowie der Fachkr\u00e4fte-Initiative und des obengenannten Massnahmenplans. Den zus\u00e4tzlichen Erkenntnisgewinn eines weiteren Postulatsberichtes sch\u00e4tzt er als gering ein.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1473206400000)\/","SubmittedBy":"Herzog Verena","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1529020800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690521099443)\/","SubmissionDate":"\/Date(1466035200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5004,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Gesundheit"}}