{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163504,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163504,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3504","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Reduktion der Lebensmittelverluste. Wie kommt die Schweiz ihren Verpflichtungen aus der Agenda 2030 nach?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Schweiz werden gem\u00e4ss Sch\u00e4tzungen j\u00e4hrlich etwa 2 Millionen Tonnen einwandfreie Lebensmittel weggeworfen. Im Rahmen der Agenda 2030 hat sich die Schweiz politisch zu Folgendem verpflichtet:</p><p>\"Bis 2030 die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Nahrungsmittelverluste einschliesslich Nachernteverlusten verringern\". Die Schweiz sprach sich dabei \"f\u00fcr einen griffigen \u00dcberpr\u00fcfungsmechanismus\" aus.</p><p>1. Verf\u00fcgt die Schweiz \u00fcber detaillierte Zahlen zum Lebensmittelverlust? Wenn ja, auf welcher Grundlage und gem\u00e4ss welchen Standards werden diese Zahlen erhoben?</p><p>2. Plant die Schweiz, die Datenerhebung analog der EU mittels des \"Food waste quantification manual to monitor food waste amounts and progression?\" durchzuf\u00fchren?</p><p>3. Plant die Schweiz eine Zusammenarbeit mit der EU in diesem Bereich?</p><p>4. Wie stellt die Schweiz sicher, dass die Reduktion von 50 Prozent gem\u00e4ss den mit der Agenda 2030 eingegangenen Verpflichtungen erreicht wird?</p><p>5. Erachtet der Bundesrat Zwischenziele als sinnvoll? Wenn nein, wie will er eine regelm\u00e4ssige Erfolgskontrolle durchf\u00fchren, um gegebenenfalls zus\u00e4tzliche Massnahmen ergreifen zu k\u00f6nnen?</p><p>6. Welche Massnahmen wurden bereits implementiert, welche sind noch geplant?</p><p>7. Im Rahmen des Aktionsplans Gr\u00fcne Wirtschaft wurden die drei Arbeitsgruppen \"Datierung\", \"Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen\" sowie \"Bildung, Sensibilisierung, Information\" eingesetzt. Welche Reduktion des Lebensmittelverlusts wurde dank dieser Arbeitsgruppen konkret in Prozenten erreicht?</p><p>8. Welche wirksamen Massnahmen gegen die Lebensmittelverschwendung schl\u00e4gt er sonst vor?</p><p>9. Kann er sich vorstellen, sich vom Vereinigten K\u00f6nigreich inspirieren zu lassen, das bereits mit einer Vielzahl von Massnahmen erfolgreich unterwegs ist?</p><p>10. Stimmt es, dass Bundesrat Burkhalter sich f\u00fcr eine \"unverz\u00fcgliche Umsetzung\" der Agenda 2030 ausgesprochen hat und diese f\u00fcr den nationalen Teil im Rahmen des SDG-Umsetzungsdokuments \"Strategie nachhaltige Entwicklung 2016-2019\" realisiert werden soll? Stimmt es, dass dieses Dokument bez\u00fcglich Realisierung der reduzierten Lebensmittelverschwendung um 50 Prozent keine Strategie enth\u00e4lt? Wird der Bundesrat separat f\u00fcr die Umsetzung sorgen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./2./7. In der Schweiz besteht bis anhin keine Gesamtstatistik zu Nahrungsmittelabf\u00e4llen, die ein generelles Monitoring erm\u00f6glichen w\u00fcrde. Hochrechnungen gehen davon aus, dass in der Schweiz rund ein Drittel der zur Deckung des Schweizer Nahrungsmittelkonsums produzierten Nahrungsmittel verlorengeht. Dies entspricht rund 2,3 Millionen Tonnen oder etwa 300 Kilogramm pro Person und Jahr. Die Quantifizierung der Verluste, welche entlang der Lebensmittelkette in der Schweiz anfallen, erfolgt nach wissenschaftlichen Standards und in Zusammenarbeit mit den betroffenen Branchen. So sollen Unsicherheiten bei der Erhebung minimiert werden. Die Methodik bei den Erhebungen der Nahrungsmittelabfallmengen auf den einzelnen Stufen der Wertsch\u00f6pfungskette entspricht der Methodik der EU \"Food waste quantification manual to monitor food waste amounts and progression\" vom 31. M\u00e4rz 2016.</p><p>Die Zahlen sind mit einer gewissen Unsicherheit behaftet, welche nicht genau quantifiziert werden kann und stark von der untersuchten Stufe der Lebensmittelwertsch\u00f6pfungskette abh\u00e4ngt. Gegenw\u00e4rtig existiert auf den Stufen der Gastronomie (13 Prozent von 2,3 Millionen Tonnen, 70 Prozent davon vermeidbar), des Detailhandels (4 Prozent von 2,3 Millionen Tonnen, 95 Prozent davon vermeidbar) und der lebensmittelverarbeitenden Industrie (22 Prozent von 2,3 Millionen Tonnen, 68 Prozent davon vermeidbar) eine verfeinerte Quantifizierung der Nahrungsmittelabf\u00e4lle. F\u00fcr die Landwirtschaft fehlt zurzeit eine strukturierte Zusammenstellung der Nahrungsmittelabfallmengen. Ein entsprechendes Projekt wurde bereits im November 2015 eingeleitet, und die Ergebnisse werden im vierten Quartal 2017 erwartet. F\u00fcr die Stufe Konsum fehlt eine vollst\u00e4ndige Zusammenstellung. Es k\u00f6nnen keine Aussagen dar\u00fcber gemacht werden, welche Auswirkungen die Massnahmen der Arbeitsgruppen im Rahmen des Aktionsplans Gr\u00fcne Wirtschaft auf die Lebensmittelverluste hatten.</p><p>4.-6./8./10. F\u00fcr die Schweiz ist das UN-Nachhaltigkeitsziel, bis 2030 die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene zu halbieren und so Nahrungsmittelverluste einschliesslich Nachernteverlusten zu verringern, von grosser Bedeutung.</p><p>In verschiedenen Vorst\u00f6ssen wurden Massnahmen zur Reduktion von Lebensmittelverlusten gefordert. Beispielsweise wurde in der Motion Hausammann 14.3175, welche am 20. M\u00e4rz 2014 eingereicht wurde, der Bundesrat aufgefordert, Massnahmen umzusetzen, um Lebensmittelverluste in der Schweiz bis 2020 mindestens um 30 Prozent reduzieren zu k\u00f6nnen. Am 14. Mai 2014 entschied der Bundesrat, diese Motion abzulehnen. Damals widmeten sich bereits mehrere Arbeitsgruppen in der Bundesverwaltung dem Thema, und zudem entstanden zahlreiche private Initiativen zur Reduktion von Nahrungsmittelabf\u00e4llen. Der Bundesrat entschied, diesen Weg weiterzuverfolgen, jedoch mit Stichproben und Fallstudien die Fortschritte bei der Reduktion der Nahrungsmittelabf\u00e4lle zu messen. Das Parlament folgte dem Vorschlag des Bundesrates und lehnte in der Folge die Motion ebenfalls ab.</p><p>Am 4. Dezember 2015 wurde die neue Verordnung \u00fcber die Vermeidung und die Entsorgung von Abf\u00e4llen vom Bundesrat verabschiedet. Diese verlangt, dass das Bundesamt f\u00fcr Umwelt und die Kantone die Vermeidung von Abf\u00e4llen mit geeigneten Massnahmen f\u00f6rdern.</p><p>Der am 20. April 2016 vom Bundesrat verabschiedete Bericht \"Gr\u00fcne Wirtschaft - Massnahmen des Bundes f\u00fcr eine ressourcenschonende, zukunftsf\u00e4hige Schweiz\" schliesst die Reduktion von Nahrungsmittelabf\u00e4llen als eine wichtige Massnahme mit ein. Studien wie auch ein Stakeholderprozess haben aufgezeigt, dass Massnahmen zur Sensibilisierung der Bev\u00f6lkerung grosses Potenzial haben, Nahrungsmittelverluste zu reduzieren. Der Bund wird sich deshalb k\u00fcnftig mittels Bildung und Kommunikation in diesem Bereich weiter engagieren. Ausserdem wird der Bundesrat weiterhin Anstrengungen zur Verbesserung des Grundlagenwissens zu Ausmass und Auswirkungen von Nahrungsmittelverlusten entlang der ganzen Wertsch\u00f6pfungskette unterst\u00fctzen.</p><p>Die Strategie Nachhaltige Entwicklung 2016-2019 sieht eine Transitionsphase 2016/17 f\u00fcr die Definition der Umsetzungsschwerpunkte der Agenda 2030 vor. Dabei soll der aktuelle Stand in Bezug auf die Umsetzung der Agenda 2030 in den Sektoralpolitiken (Baseline-Report) bestimmt sowie eine Ermittlung zus\u00e4tzlichen Handlungsbedarfs (Gap-Analyse) in Bezug auf die SDG vorgenommen werden. Auf dieser Grundlage wird der Bundesrat \u00fcber die priorit\u00e4ren Massnahmen befinden und gegebenenfalls Zwischenziele definieren.</p><p>Diese laufenden Massnahmen und insbesondere die Datenerhebungen bieten eine wichtige Grundlage f\u00fcrs \u00dcberpr\u00fcfen von Nahrungsmittelabf\u00e4llen und f\u00fcr das schrittweise Erreichen der Uno-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG).</p><p>3./9. Nicht nur das Vereinigte K\u00f6nigreich ist sehr aktiv im Bereich Food Waste, auch die USA und andere L\u00e4nder sind \u00e4usserst engagiert f\u00fcr das Thema. Der Bundesrat hat bisher im Bereich Lebensmittelverluste keine konkrete Zusammenarbeit mit der EU geplant. Auf der multilateralen Ebene ist die Schweiz jedoch beispielsweise als Co-Lead des 10YFP-Programms f\u00fcr nachhaltige Ern\u00e4hrungssysteme aktiv.</p><p>Ziel dieser globalen Multi-Stakeholder-Initiative ist es, die Transition hin zu nachhaltigeren Konsum- und Produktionsmustern in der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft zu beschleunigen. Ein Pfeiler des Programms besch\u00e4ftigt sich mit dem Thema Nahrungsmittelabf\u00e4lle und -verluste. Akteure k\u00f6nnen im Rahmen dieses Programms bereits laufende Projekte anmelden oder zusammen neue Projekte entwickeln. Die Schweiz l\u00e4sst sich durch diese Aktivit\u00e4ten im Bereich Lebensmittelverluste inspirieren.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1471392000000)\/","SubmittedBy":"Seiler Graf Priska","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1475193600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690520895287)\/","SubmissionDate":"\/Date(1466035200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5004,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Gesundheit"}}