{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163522,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163522,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3522","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Zunehmende Aufgabe von S\u00f6mmerungsfl\u00e4chen wegen der Wolfspr\u00e4senz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Grossraubtierkonzept des Bundes will, dass die Wolfspopulation in der Schweiz erst dann reguliert werden darf, wenn die Rahmenbedingungen einer fl\u00e4chigen Ausbreitung des Wolfes, die dokumentierte Reproduktion, das Monitoring der Best\u00e4nde und die Herdenschutzmassnahmen erf\u00fcllt sind.</p><p>Speziell in den Berggebieten und insbesondere im S\u00f6mmerungsgebiet ger\u00e4t die Politik des Bundes immer st\u00e4rker in Konflikt mit anderen Politikbereichen. Jedes Jahr steigt die Anzahl unbestossener Alpen, weil der Aufwand f\u00fcr den Herdenschutz zu teuer, zu aufwendig und das Verlustrisiko zu gross wird.</p><p>Studien zeigen, dass in gewissen Kantonen rund ein Viertel der Alpfl\u00e4chen gegen Wolfsattacken nicht sch\u00fctzbar ist. Mit der Bewirtschaftungsaufgabe erf\u00e4hrt die Alp eine massive Entwertung, da die Beitr\u00e4ge f\u00fcr die Pflege der Kulturlandschaft entfallen.</p><p>Der Wolf ist nicht vom Aussterben bedroht. Seltene Nutztierrassen wie die Walliser Schwarzhalsziege oder das Spiegelschaf sind gef\u00e4hrdet. Der Bund hat den Auftrag, tiergenetische Ressourcen zu erhalten. Die nat\u00fcrliche Haltungsform der Kleinwiederk\u00e4uer ist der Weidegang.</p><p>Der Herdenschutz ist nicht verl\u00e4sslich. Eine Wolfsattacke kann eine gef\u00e4hrdete Nutztierpopulation existenziell gef\u00e4hrden.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie viele Alpen sind in den vergangenen Jahren aus Gr\u00fcnden des unzumutbaren Herdenschutzes aufgegeben worden, und was sind die Sch\u00e4tzungen f\u00fcr die kommenden Jahre?</p><p>2. Ist der Bund bereit, den Wertverlust eines S\u00f6mmerungsbetriebes zu entsch\u00e4digen, der gegen Wolfsattacken nicht gesch\u00fctzt werden kann und als Folge davon aufgegeben werden muss?</p><p>3. Wie sind das Grossraubtierkonzept und folglich die Aufgabe von nicht sch\u00fctzbaren S\u00f6mmerungsfl\u00e4chen vereinbar mit dem Auftrag der Landwirtschaft zur Erhaltung der nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen und Pflege der Kulturlandschaft?</p><p>4. Warum ist es im Fall von bedrohten Nutztierrassen nicht m\u00f6glich, den Schutz der Nutztiere h\u00f6her zu werten als den Schutz des Wolfes und in den Weidegebieten der Nutztiere den Wolfsabschuss pr\u00e4ventiv zu erlauben?</p><p>5. Warum erfasst der Bund im Rahmen seines Grossraubtier-Monitorings nicht die Anzahl vermisster oder abgest\u00fcrzter Tiere, die indirekt Opfer eines Wolfsangriffs wurden?</p><p>6. Was unternimmt er konkret, um die zunehmende Aufgabe von S\u00f6mmerungsfl\u00e4chen aufgrund der Ausbreitung des Wolfes zu stoppen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Bund erhebt keine Statistik \u00fcber nicht mehr bestossene Alpen in der Schweiz und \u00fcber die Gr\u00fcnde, die zu einer allf\u00e4lligen Aufgabe gef\u00fchrt haben. Auch ist eine seri\u00f6se Analyse aufgrund der fehlenden Erhebungen in den Kantonen nicht m\u00f6glich. Dem Bundesrat ist aber bekannt, dass in gewissen Gebieten mit Wolfspr\u00e4senz einige Schafalpen, die bisher allesamt als Standweide bewirtschaftet wurden, heute nicht mehr bestossen werden. Die Schafe dieser aufgegebenen Alpen weiden heute auf anderen Alpen mit Umtriebsweide oder st\u00e4ndiger Behirtung, oft auch mit eingerichtetem Herdenschutz. Der Bundesrat begr\u00fcsst diese Entwicklung.</p><p>2. Der Bund ist interessiert, dass die S\u00f6mmerungsalpen bestossen werden. Er unterst\u00fctzt deshalb einerseits die Talbetriebe, welche Nutztiere zur S\u00f6mmerung geben (Alpungsbeitr\u00e4ge), und andererseits die S\u00f6mmerungsbetriebe, welche Nutztiere zur S\u00f6mmerung aufnehmen (S\u00f6mmerungsbeitr\u00e4ge). F\u00fcr die Entsch\u00e4digung der Aufgabe einer Alp gibt es keine rechtliche Grundlage.</p><p>3. Der Wolf ist nach internationalem und nationalem Recht gesch\u00fctzt und breitet sich nat\u00fcrlicherweise in ganz Europa wieder aus. Zur Vermeidung von Konflikten hat der Bundesrat die Jagdverordnung (SR 922.01) auf den 1. Januar 2014 angepasst und unterst\u00fctzt nun die Landwirte beim Ergreifen wirksamer Massnahmen zum Schutz der Nutztiere. Sofern diese Massnahmen ergriffen werden, lassen sich die Nutztierhaltung - auch mit gesch\u00fctzten Arten - und die Kulturlandschaftspflege mit der R\u00fcckkehr der Grossraubtiere vereinbaren.</p><p>4. Die Erhaltung bedrohter Nutztierrassen und der Schutz der Grossraubtiere sind zwei gleichwertige Aufgaben von Bund und Kantonen. Sch\u00e4den an Nutztieren lassen sich am effektivsten mit Herdenschutzmassnahmen verhindern. Sollten bedrohte Nutztierrassen durch W\u00f6lfe besonders unter Druck geraten, besteht die beste L\u00f6sung in der Verst\u00e4rkung dieses Herdenschutzes. Dazu bietet der Bund Unterst\u00fctzung an.</p><p>5. Das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft, das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen sowie das Bundesamt f\u00fcr Umwelt haben gemeinsam mit dem Schafzuchtverband Schweiz, Pro Natura, dem WWF und Agridea eine Erhebung \u00fcber die auf den S\u00f6mmerungsfl\u00e4chen verendeten, abgest\u00fcrzten, von W\u00f6lfen gerissenen oder vermissten Schafen gemacht. J\u00e4hrlich gehen w\u00e4hrend der S\u00f6mmerung insgesamt etwa 2 bis 3 Prozent des ges\u00f6mmerten Schafbestands verloren, das entspricht 4000 bis 6000 Schafen. Die Hauptursachen sind Krankheiten, Blitzschl\u00e4ge oder Abst\u00fcrze. Die W\u00f6lfe reissen jeden Sommer zwischen 150 und 300 Schafe, dies entspricht 0,75 bis 1,5 Promille des bes\u00f6mmerten Bestandes. Der indirekte Verlust an Schafen durch Wolfsangriffe kann zwar nur schwer exakt beziffert werden, aber er d\u00fcrfte gem\u00e4ss den Erfahrungen der Wildh\u00fcter nur einige Dutzend Tiere betragen.</p><p>6. Um die Aufgabe der S\u00f6mmerungsfl\u00e4chen aufgrund der Ausbreitung des Wolfes zu verhindern, unterst\u00fctzt der Bund - wie erw\u00e4hnt - seit der Revision der Jagdverordnung von 2013 (in Kraft seit 1. Januar 2014) die Herdenschutzmassnahmen. Zudem wurden im Rahmen der Agrarpolitik 2014-2017 die Anreize f\u00fcr eine nachhaltige Schafs\u00f6mmerung erh\u00f6ht.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1471392000000)\/","SubmittedBy":"von Siebenthal Erich","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1475193600000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690520731753)\/","SubmissionDate":"\/Date(1466035200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5004,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Umwelt|Landwirtschaft"}}