{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163536,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163536,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3536","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Reorganisation von Agroscope. Folgen f\u00fcr den Weinbau in der Schweiz?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>K\u00fcrzlich war zu erfahren, dass Agroscope, das Kompetenzzentrum des Bundes f\u00fcr die landwirtschaftliche Forschung, reorganisiert wird oder, besser gesagt, dass es dort zu einem Abbau kommt. Nun gilt es, die direkten Folgen dieses Entscheids auf den Weinbau in der Schweiz zu beurteilen. F\u00fcr diese Branche ist Agroscope im Bereich Forschung und Entwicklung von grundlegender Bedeutung. Konkret konnten dank den Aktivit\u00e4ten von Agroscope in allen Weinbauregionen der Schweiz die Produktionssysteme weiterentwickelt und die Planung und die Bewirtschaftung der Weinberge verbessert werden. Mit der Einf\u00fchrung neuer Rebsorten und der kontinuierlichen Forschung und Auswahl konnte die Produktion erheblich verbessert werden. In den letzten Jahren hat Agroscope den Schweizer Weinbau auch bei der Bek\u00e4mpfung neuer Krankheiten unterst\u00fctzt. Besorgt \u00fcber die j\u00fcngste Entwicklung stelle ich dem Bundesrat deshalb folgende Fragen:</p><p>1. Wird die Restrukturierung von Agroscope zu einem Abbau der Leistungen f\u00fchren im Bereich Forschung, Entwicklung und Beratung zugunsten der Weinbaubranche? Wenn nein, wie werden die bisherigen Leistungen nach der Restrukturierung organisiert und erweitert?</p><p>2. Welche T\u00e4tigkeiten oder Leistungen im Bereich des Weinbaus in der Schweiz wurden oder werden konkret redimensioniert?</p><p>3. Gibt es T\u00e4tigkeiten oder Leistungen zugunsten des Weinbaus in der Schweiz, die an Dritte \u00fcbertragen werden sollen? An wen? An die Kantone? An einzelne Regionen?</p><p>4. Agroscope war zugunsten des \"Schweizer Weins\" auf gesamtschweizerischer Ebene t\u00e4tig, ohne regionale Unterschiede zu machen. Dieser gesamtschweizerische Zugang war ganz bestimmt ein Trumpf. Wird mit der Reorganisation nicht alles, was in den letzten Jahren erarbeitet wurde, infrage gestellt, wenn wichtiges Know-how und der gesamtschweizerische Ansatz verlorengehen?</p><p>5. Agroscope f\u00fchrt Versuche vom Jura \u00fcber das Mittelland und die Alpen bis ins Tessin durch. Welche Folgen wird die Restrukturierung auf die verschiedenen Standorte haben? Welche Standorte wurden geschlossen? Welche redimensioniert?</p><p>6. Wie kann sichergestellt werden, dass der Zugang regionen\u00fcbergreifend ist und die Forschung alle Realit\u00e4ten unseres Landes ber\u00fccksichtigt, wenn mit der Reorganisation eine Zentralisierung einhergeht, die zum Verlust von Kontakten und den Kenntnissen der \u00f6rtlichen Besonderheiten f\u00fchren wird (z. B. Wallis und Tessin)?</p><p>7. Ist die laufende Reorganisation von Agroscope Grund zur Besorgnis f\u00fcr die Weinbaubranche in der Schweiz? Wenn nein, warum nicht?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Neuaufstellung von Agroscope per 1. Januar 2017 setzt einerseits die Sparvorgaben des Bundesrates um, welche vor dem Hintergrund der drohenden Budgetdefizite beschlossen wurden, andererseits ist sie eine Antwort auf Defizite und Kritiken, welche auch nach der Reorganisation per 1. Januar 2014 festgestellt und immer wieder ge\u00e4ussert wurden. Gleichzeitig erm\u00f6glicht die neue Organisation, effektiver und effizienter auf die absehbaren Herausforderungen der Agrarforschung Schweiz, inklusive des Schweizer Weinanbaus und der Weinproduktion, zu reagieren.</p><p>Die Fragen werden wie folgt beantwortet:</p><p>1./5./7. Ziel von Agroscope ist es, die Leistungen der Schweizer Weinforschung aufrechtzuerhalten und den Bed\u00fcrfnissen der Regionen mittels des nationalen Forums, das zu Beginn jedes vierj\u00e4hrigen T\u00e4tigkeitsprogramms Gesuche an Agroscope richten kann, zu entsprechen. Das Verfahren f\u00fcr das T\u00e4tigkeitsprogramm 2018-2021 l\u00e4uft. Die neue F\u00fchrungsstruktur von Agroscope betrifft weder das Forschungszentrum Caudoz in Pully noch den Versuchskeller in Changins, wo Versuche in der Weinbereitung gemacht werden und die Forschungsgruppe Weinbau angesiedelt sein wird. In der Deutschschweiz l\u00e4uft die Errichtung des Weinbauzentrums W\u00e4denswil (WBZW) in Zusammenarbeit mit der Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaften (ZHAW), dem Kanton Z\u00fcrich und dem Branchenverband Deutschschweizer Wein (BDW). Im Tessin wird das Zentrum von Cadenazzo, dessen Infrastrukturanlagen einer Gesamtrenovierung unterzogen wurden, seine T\u00e4tigkeiten im Bereich Pflanzenschutz s\u00fcdlich der Alpen fortf\u00fchren. Der Rebberg von Cugnasco wird hingegen aufgehoben, zugunsten von privaten Parzellen in Gudo, die der Bund kaufen k\u00f6nnte. Die Weinforschung in der lateinischen Schweiz wird weiterhin von den Forschungsgruppen von Pully und Changins koordiniert, und die Zusammenarbeit mit dem WBZW wird gem\u00e4ss den Bed\u00fcrfnissen gestaltet.</p><p>2./5. Agroscope bearbeitet an mehreren Standorten in der Schweiz Fragen zum Weinbau (siehe Antwort unter 1./5./7.). Um Doppelspurigkeiten auszur\u00e4umen und die Effizienz und Effektivit\u00e4t zu steigern, wird der Standort Changins als zentrale Anlaufstelle und Kompetenzzentrum Agroscope f\u00fcr Weinbau gest\u00e4rkt. In der Konsequenz werden an den Standorten W\u00e4denswil (Bildung WBZW) und Cugnasco die Ressourcen leicht reduziert.</p><p>3. Das WBZW stellt ein neues Funktionsmodell f\u00fcr Forschung und Bildung dar. Es folgt dem Public-Private-Partnership-Gedanken, welcher die Zusammenarbeit und Aufgabenteilung zwischen Einheiten der \u00f6ffentlichen Hand und Forschungsinstitutionen, Privatunternehmen sowie Nonprofitorganisationen neu gestaltet. Solche Modelle wurden in den letzten Jahren national und international in verschiedenen Bereichen gewinnbringend umgesetzt und entsprechen der bundesr\u00e4tlichen Politik im Bereich der Forschungs- und Innovationsf\u00f6rderung.</p><p>Auch bei Agroscope und im Weinbau kann man sich auf positive Erfahrungen st\u00fctzen, z. B. aus den laufenden Projekten \"Chasselas Baronnie du D\u00e9zaley\" und Klonz\u00fcchtung von Petite Arvine im Wallis sowie dem abgeschlossenen KTI-Projekt \"Terroir vaudois\", die teilweise durch kantonale Partnerschaften oder Berufskreise unterst\u00fctzt werden bzw. wurden.</p><p>4./7. Mit der Neugestaltung der F\u00fchrungsstruktur von Agroscope soll keine Reduzierung der Forschungsleistungen, einschliesslich im Weinbau, erzielt werden. Die Weinforschung verfolgt eine langfristige Optik, und die laufenden Versuche werden zu Ende gebracht, damit keine wichtigen Ergebnisse verlorengehen.</p><p>6. Heute umfasst die Weinforschung von Agroscope, die von den Forschungsgruppen Weinbau (Pully), Weinbereitung (Changins) und chemische Analytik (akkreditiertes Labor Changins) wahrgenommen wird, die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette von der Traube bis zum Wein. Sie wird gesamtschweizerisch mit der gleichen Methodologie, einschliesslich der sensorischen Analysen, im Versuchskeller von Changins und einem Keller f\u00fcr Mikro-Weinbereitung in Pully vollzogen und steht in der Zust\u00e4ndigkeit des Bereichsleiters. In Zukunft wird f\u00fcr die lateinische Schweiz (Westschweiz und Tessin) und f\u00fcr die Deutschschweiz an diesem Prinzip festgehalten. So k\u00f6nnen anhand der getroffenen Massnahmen die aktuellen Leistungen zugunsten der Schweizer Winzerinnen und Winzer, mit denen Agroscope seit jeher eine gute Beziehung pflegt, sichergestellt werden. Das Ziel ist eine langfristige Vision f\u00fcr den nachhaltigen Weinbau, der Produkte mit hohem Mehrwert generiert. Die Forschungsachsen im Bereich der Z\u00fcchtung pilzresistenter Sorten, der Klonz\u00fcchtung traditioneller und einheimischer Sorten, die Bodenpflege, die Wasser- und Mineralstoffversorgung der Rebe, der Pflanzenschutz mit geringeren R\u00fcckst\u00e4nden im Wein, die Vorhersage von Pflanzenschutzrisiken, das Potenzial neuer Sorten und die Optimierung der Techniken der Weinbereitung sind einige der wichtigsten Themen von Agroscope von heute und morgen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1472601600000)\/","SubmittedBy":"Romano Marco","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1475193600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690521541330)\/","SubmissionDate":"\/Date(1466035200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5004,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Landwirtschaft"}}