{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163614,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163614,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3614","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Eine richtige Berufslehre von drei bis vier Jahren Dauer f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Unser System der Berufslehre hat sich bew\u00e4hrt. Es erm\u00f6glicht Jugendlichen das Erlernen eines Berufes, bietet aber auch die M\u00f6glichkeit, kulturelle Werte zu vermitteln. Es ist allerdings nicht auf Menschen ausgerichtet, die schon \u00e4lter sind und die die obligatorische Schulzeit nicht in der Schweiz absolviert haben oder m\u00f6glicherweise gar nie zur Schule gegangen sind, wie dies bei Fl\u00fcchtlingen und bei vorl\u00e4ufig aufgenommenen Personen der Fall ist.</p><p>Es w\u00e4re daher sinnvoll, wenn das Berufsbildungsgesetz angepasst und im Bereich der Berufsbildung ein Bildungsgang f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge (und eventuell f\u00fcr vorl\u00e4ufig aufgenommene Personen) geschaffen w\u00fcrde. Der Bildungsgang w\u00fcrde sich am Modell der beruflichen Grundbildung orientieren und Lehrvertr\u00e4ge sowie die Ausbildung im Betrieb und in der Berufsfachschule beinhalten. Der Unterricht an der Berufsfachschule m\u00fcsste der Situation der Fl\u00fcchtlinge Rechnung tragen, insbesondere in Bezug auf das Erlernen der Sprache des betreffenden Kantons. Diese Lehre m\u00fcsste allen Altersklassen offenstehen, und sie sollte drei bis vier Jahre dauern, damit die Lernenden eine richtige Ausbildung bekommen und die Lehrbetriebe nach den ersten Jahren, in denen sie haupts\u00e4chlich investieren, von der produktiven Phase der Lernenden profitieren k\u00f6nnen.</p><p>Daher stelle ich dem Bundesrat die folgenden Fragen:</p><p>1. W\u00e4re es nicht sinnvoll, das Berufsbildungsgesetz dahingehend zu \u00e4ndern, dass im Bereich der Berufsbildung ein solcher Bildungsgang f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge geschaffen wird?</p><p>2. Ist der Bundesrat nicht auch der Ansicht, dass die entsprechende Ausbildung drei bis vier Jahre dauern und damit l\u00e4nger sein sollte als die Formate, mit denen bislang experimentiert wurde?</p><p>3. Ist der Bundesrat der Meinung, dass eine solche Ausbildung auch vorl\u00e4ufig aufgenommenen Personen offenstehen sollte?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass der Erwerb eines in der Schweiz anerkannten Bildungsabschlusses f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge einerseits zu deren Integration und andererseits zur Versorgung der Wirtschaft mit qualifizierten Fachkr\u00e4ften beitr\u00e4gt. Mit entsprechenden Massnahmen im Rahmen der Integrationspolitik und der Fachkr\u00e4fte-Initiative ist der Bundesrat bereits aktiv geworden. So hat er Ende 2015 ein Pilotprogramm mit Sprachf\u00f6rderung und einer Integrationsvorlehre f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge und vorl\u00e4ufig Aufgenommene beschlossen. Die Vorlehre dauert ein Jahr; sie soll den Teilnehmenden den anschliessenden Einstieg in eine berufliche Grundbildung bzw. in den Arbeitsmarkt erleichtern.</p><p>Das Berufsbildungsgesetz (BBG) ist so ausgestaltet, dass individuelle Bed\u00fcrfnisse ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen. So ist gem\u00e4ss Artikel\u00a018 BBG die von der Interpellantin geforderte Verl\u00e4ngerung der beruflichen Grundbildung f\u00fcr Lernende jeglichen Alters m\u00f6glich.</p><p>Zudem bieten die Kantone f\u00fcr Jugendliche Br\u00fcckenangebote bzw. ein 10. Schuljahr an, in denen individuelle Bildungsdefizite aufgearbeitet werden k\u00f6nnen. W\u00e4hrend der beruflichen Grundbildung stehen den Lernenden St\u00fctzkurse oder die fachkundige individuelle Begleitung (insbesondere f\u00fcr zweij\u00e4hrige Grundbildungen mit Berufsattest) zur Verf\u00fcgung. Wird die Lehrabschlusspr\u00fcfung nicht bestanden, kann sie zweimal wiederholt werden. Unter gewissen Umst\u00e4nden sind auch Pr\u00fcfungserleichterungen m\u00f6glich. Ausserdem st\u00e4rkt der Bund zurzeit im Rahmen des Projekts \"Berufsabschluss und Berufswechsel f\u00fcr Erwachsene\" die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Erwachsene, zu einem Berufsabschluss zu gelangen.</p><p>Eine spezielle Fl\u00fcchtlingslehre erachtet der Bundesrat aufgrund der bestehenden M\u00f6glichkeiten und Angebote hingegen nicht als zielf\u00fchrend. Das Risiko best\u00fcnde, dass ein solcher Sonderweg die Integration eher hemmen als f\u00f6rdern w\u00fcrde. Die regul\u00e4re berufliche Grundbildung ist wie oben dargelegt sowohl f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge als auch f\u00fcr vorl\u00e4ufig Aufgenommene zug\u00e4nglich. Und Lernende, die auf zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung angewiesen sind, profitieren von individuellen Unterst\u00fctzungsmassnahmen mehr als von speziellen Strukturen f\u00fcr eine letztlich doch sehr heterogene Gruppe.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1471996800000)\/","SubmittedBy":"Moret Isabelle","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1529020800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|2811","Category":null,"Modified":"\/Date(1690521346133)\/","SubmissionDate":"\/Date(1466121600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5004,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Migration"}}