{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163765,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163765,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3765","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Der Zucker und die Zuckerindustrie. Eine neue Gefahr f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Nach der Tabakindustrie bedroht nun eine weitere Industrie unsere Gesundheit: die Herstellerinnen von Zucker, der in zahlreichen Getr\u00e4nken und Lebensmitteln in grossen Mengen enthalten ist. Laut Fachleuten wie Dr. Aseem Malotra, Kardiologe aus London, handelt es sich nicht um den nat\u00fcrlichen Zucker, den Fr\u00fcchte und Gem\u00fcse enthalten, sondern um denjenigen, der allem hinzugef\u00fcgt wird: Brot, Joghurts, Suppen, Wein, W\u00fcrsten ... und sogar Essiggurken. Diesen verschiedenen Arten von Zucker werden unterschiedliche Namen gegeben wie beispielsweise \"Fructose\", was denken l\u00e4sst, man reduziere seinen Zuckerkonsum, dabei konsumiert man gleich viel, wie wenn man weissen Zucker konsumierte. Unser K\u00f6rper braucht in Wirklichkeit die Energie der Kohlenhydrate aus dem zugesetzten Zucker gar nicht. Dieser Konsum f\u00fchrt nicht nur zu \u00dcbergewicht, wissenschaftliche Studien stellen auch einen Zusammenhang zwischen dem Zucker und Lebererkrankungen, Diabetes Typ 2, einigen Herzkrankheiten sowie Karies her. Dennoch lanciert die Industrie Werbekampagnen f\u00fcr ihre Produkte und bewirbt einige ihrer Lebensmittel mit Athletinnen und Athleten. Was soll man zum Beispiel davon halten, dass die Olympischen Spiele von Coca-Cola gesponsert werden?</p><p>Fachpersonen f\u00fcr Gesundheitsf\u00f6rderung haben zwei effiziente Methoden gegen den Tabak gefunden, die auch gegen den \u00fcberm\u00e4ssigen Konsum von Zucker wirksam sein d\u00fcrften: Information und Besteuerung. Frankreich hat 2012 eine Steuer auf Softdrinks eingef\u00fchrt, die zu einer stetigen Abnahme der Verk\u00e4ufe gef\u00fchrt hat. Norwegen erzielt gute Resultate, indem es die Bev\u00f6lkerung informiert und gezuckerte Getr\u00e4nke und Lebensmittel besteuert. </p><p>In der Schweiz ist hingegen noch keine Steuer vorgesehen. Doch das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen setzt sich bei der Nahrungsmittelindustrie und den Vertreterinnen und Vertretern des Detailhandels daf\u00fcr ein, dass der Zuckergehalt von Lebensmitteln reduziert wird. Bis Ende 2018 sollten Joghurts und Fr\u00fchst\u00fccksflocken weniger Zucker enthalten (Quelle: \"Zucker - s\u00fcsse Sucht\" von William Ecenbarger und Mary S. Aikins). </p><p>M\u00fcssten in Anbetracht dieser Tatsachen nicht Massnahmen getroffen werden wie zum Beispiel: </p><p>1. die Lancierung einer Informationskampagne \u00fcber die Sch\u00e4dlichkeit von Zuckerzus\u00e4tzen;</p><p>2. die Einf\u00fchrung einer Pflicht f\u00fcr die Herstellerinnen, die betreffenden Produkte mit dem Hinweis \"Zuckerzusatz\" zu versehen; </p><p>3. die Untersuchung der Wirksamkeit des freiwilligen Programms \"Swiss Pledge\";</p><p>4. die Wiederaufnahme des Dialogs mit der Industrie, um den Zuckergehalt der betroffenen Lebensmittel zu senken, und, sollte nichts geschehen, die Pr\u00fcfung der M\u00f6glichkeit, eine Steuer einzuf\u00fchren? </p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Dem Bundesrat sind die Risiken einer unausgewogenen Ern\u00e4hrung mit einem hohen Zuckeranteil bekannt. Er hat daher schon verschiedene Massnahmen ergriffen, um eine ausgewogene Ern\u00e4hrung zu f\u00f6rdern.</p><p>1. Die Empfehlungen der WHO, maximal 10 Prozent der t\u00e4glichen Energiezufuhr in Form von zugesetztem Zucker aufzunehmen, wurden bei der Erarbeitung der Schweizer Lebensmittelpyramide ber\u00fccksichtigt und in konkrete lebensmittelbasierte Ern\u00e4hrungsempfehlungen \u00fcbersetzt. Mit der Lebensmittelpyramide werden diese Empfehlungen breit und in elf verschiedenen Sprachen an die Bev\u00f6lkerung kommuniziert. Eine Ern\u00e4hrungsweise nach der Schweizer Lebensmittelpyramide f\u00fchrt zu einer verminderten Zuckeraufnahme, weshalb es aus Sicht des Bundesrates nicht notwendig ist, eine spezifische Zuckerkampagne zu lancieren.</p><p>2. Mit den Ausf\u00fchrungsvorschriften zum neuen Lebensmittelgesetz (BBl 2014 5079) soll - analog zur EU - die N\u00e4hrwertdeklaration f\u00fcr vorverpackte Lebensmittel obligatorisch werden. Neu ist der Gesamtzuckeranteil auf jedem Produkt anzugeben. Dieser umfasst nat\u00fcrlicherweise vorkommende Zuckerarten (z. B. Milchzucker in Milch) wie auch zugesetzte Zuckerarten. Der Anteil an zugesetztem Zucker ist daraus zwar nicht ersichtlich. M\u00fcsste der Anteil an zugesetztem Zucker deklariert werden, w\u00fcrde gegen\u00fcber der EU ein technisches Handelshemmnis geschaffen.</p><p>3. Swiss Pledge ist eine freiwillige Initiative von Getr\u00e4nke- und Lebensmittelherstellern sowie Gastronomie- und Detailhandelsunternehmen mit dem Ziel, die Werbung gegen\u00fcber Kindern zu reduzieren. Die Swiss-Pledge-Partner waren von 2011 bis 2014 mit ihren Aktionsversprechen Partner von Actionsant\u00e9, der gemeinsamen Initiative des Bundesamtes f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) und des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit, die zur F\u00f6rderung eines gesunden Lebensstils beitr\u00e4gt. Diese ersten Bem\u00fchungen der Wirtschaft gingen in die richtige Richtung. Die Aktionsversprechen wurden von den Swiss-Pledge-Partnern seitdem nicht erneuert, da das BLV die Kriterien f\u00fcr neue Swiss-Pledge-Versprechen im Rahmen von Action sant\u00e9 strenger definiert hat. Das BLV erwartet auf Ende 2016 einen Vorschlag der Swiss-Pledge-Partner zur Fortsetzung ihrer Aktionsversprechen. Eine Untersuchung der neuen Aktionsversprechen wird aufgrund der vom BLV festgelegten Kriterien durchgef\u00fchrt werden.</p><p>4. 2015 wurden drei Lebensmittelkategorien identifiziert, die massgeblich zur hohen Zuckerzufuhr beitragen. Diese Kategorien sind: gezuckerte Joghurts, Fr\u00fchst\u00fcckscerealien sowie S\u00fcssgetr\u00e4nke. Folglich empfiehlt das BLV den Konsum von unges\u00fcssten Getr\u00e4nken und begr\u00fcsst die Kampagne \"Hahnenburger\" der Stiftung Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz. Bei Joghurts und Fr\u00fchst\u00fcckscerealien wird auf den Dialog mit Herstellern und Grossverteilern gesetzt. Im August 2015 haben 10 Unternehmen gemeinsam mit dem Vorsteher des EDI die Erkl\u00e4rung von Mailand (<a href=\"https://www.blv.admin.ch\">https://www.blv.admin.ch</a> &gt; Lebensmittel und Ern\u00e4hrung &gt; Ern\u00e4hrung &gt; Massnahmen Ern\u00e4hrungsstrategie &gt; Zuckerreduktion) unterzeichnet. Sie haben sich damit verpflichtet, \u00fcber die n\u00e4chsten vier Jahre den Zuckergehalt ihrer Produkte schrittweise zu senken und - wo m\u00f6glich und sinnvoll - Aktionsversprechen bei Actionsant\u00e9 einzureichen. Das BLV steht dabei in regelm\u00e4ssigem Austausch mit den Unternehmen und \u00fcberpr\u00fcft die Wirksamkeit dieser Massnahme. Erst wenn sich abzeichnet, dass dieses Vorgehen nicht zum gew\u00fcnschten Ziel f\u00fchrt, sollen weitere Massnahmen gepr\u00fcft werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1481241600000)\/","SubmittedBy":"Fehlmann Rielle Laurence","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1481846400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690520917497)\/","SubmissionDate":"\/Date(1475107200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5005,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Gesundheit"}}