{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164000,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20164000,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.4000","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Anerkennung des Romanes als Minderheitensprache","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Obwohl die Sinti als nationale Minderheit anerkannt sind, geh\u00f6rt Romanes, die Sprache der Sinti und Roma, nicht zu den gesch\u00fctzten Minderheitensprachen in der Schweiz. In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Weshalb wurde Romanes bisher im Rahmen der Europ\u00e4ischen Charta nicht als Minderheitensprache der Schweiz anerkannt?</p><p>2. Ist der Bundesrat bereit, Schritte einzuleiten, um das Romanes als territorial nicht gebundene Minderheitensprache im Sinne der Europ\u00e4ischen Sprachencharta anzuerkennen?</p>","ReasonText":"<p>Die Schweiz hat im Jahr 1998 das Europ\u00e4ische Rahmen\u00fcbereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten ratifiziert und damit die \"Fahrenden\" als nationale Minderheit anerkannt. Im September 2016 hielt Bundesrat Berset in seiner Rede anl\u00e4sslich der Feckerchilbi fest, dass die Jenischen und Sinti von nun an unter ihrer Eigenbezeichnung als nationale Minderheit anerkannt und angesprochen werden. </p><p>Im Jahr 1997 hat die Schweiz die Europ\u00e4ische Charta der Regional- und Minderheitensprachen ratifiziert. Als von der Charta erfasste und gesch\u00fctzte Minderheitensprachen in der Schweiz gelten das Deutsch in Bosco-Gurin (Walserisch), Deutsch in Ederswiler (Jura), Italienisch in Graub\u00fcnden, Italienisch im Tessin, Romanisch, Jenisch und Jiddisch. Romanes, die Sprache der Sinti und Roma, befindet sich nicht auf dieser Liste. Die logische Konsequenz der Anerkennung der Sinti als nationale Minderheit ist es, Romanes analog dem Jenischen als territorial nicht gebundene Minderheitensprache im Sinne der Europ\u00e4ischen Sprachencharta anzuerkennen. </p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die wesentlichen Zielsetzungen der Europ\u00e4ischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen (SR 0.441.2) sind sprachlicher und kultureller Natur. Ihr Hauptzweck ist der Schutz und die F\u00f6rderung der sprachlichen Vielfalt als eines der wertvollsten Elemente des europ\u00e4ischen Kulturlebens. Die Vertragsstaaten verpflichten sich, alle drei Jahre einen Bericht \u00fcber die Situation der Regional- und Minderheitensprachen und \u00fcber getroffene Massnahmen zur Umsetzung der Charta zu verfassen.</p><p>Die Schweiz hat anl\u00e4sslich der Ratifizierung der Sprachencharta die beiden Landessprachen Italienisch und R\u00e4toromanisch unter die besonderen F\u00f6rderungsbestimmungen der Sprachencharta gestellt (Teil III der Charta). Im Staatenbericht vom Dezember 1999 hat die Schweiz zudem das Jenische und das Jiddische als nicht territorial gebundene herk\u00f6mmliche Sprachen bezeichnet, f\u00fcr welche allgemeine F\u00f6rderziele und Grunds\u00e4tze gelten (Teil II der Charta).</p><p>Aufgrund von Artikel\u00a01 Buchstabe\u00a0a Ziffer ii der Charta fallen Dialekte der Amtssprachen nicht unter den Begriff der Regional- oder Minderheitensprachen. Dies gilt f\u00fcr die Deutschschweizer Mundartvarianten in den sprachlichen Enklaven Bosco-Gurin/TI und Ederswiler/JU. Im Rahmen des Monitorings der Umsetzung der Charta haben die Kantone Tessin und Jura ihren Willen bekr\u00e4ftigt, die spezielle sprachliche Situation dieser Gemeinden respektieren zu wollen.</p><p>Der Bundesrat nimmt zu den Fragen wie folgt Stellung:</p><p>1. Zum Zeitpunkt der Ratifikation der Charta lag der Fokus auf der Sprache der zahlenm\u00e4ssig bedeutenderen Minderheit der Jenischen. Vonseiten der Sinti wurde damals kein entsprechendes Anliegen eingebracht. Im Rahmen der periodischen Berichterstattung, zuletzt im Dezember 2015, wurde von den Sinti kein Antrag auf Anerkennung ihrer Sprache gestellt. </p><p>Im Zusammenhang mit den Arbeiten an einem Aktionsplan \"Jenische, Sinti, Roma\" (vgl. die Motionen 14.3343 und 14.3370) stellten zwei Schweizer Roma-Organisationen einen Antrag auf Anerkennung der Schweizer Roma als nationale Minderheit im Sinne des Rahmen\u00fcbereinkommens des Europarates und des Romanes als territorial nicht gebundene Minderheitensprache im Sinne der Charta.</p><p>2. Der Bundesrat ist bereit, die Frage der Anerkennung des Romanes als nicht territorial gebundene Sprache im Sinne der Charta im Rahmen der n\u00e4chsten periodischen Berichterstattung zu pr\u00fcfen. Eine Anerkennung muss von allen interessierten Kreisen unterst\u00fctzt werden (siehe Antwort des Bundesrates auf die Interpellation 16.3140). Es wird insbesondere zu kl\u00e4ren sein, wie viele Personen diese Sprache aktiv pflegen und sprechen und wie sie sich zu einer Anerkennung stellen. Der n\u00e4chste Bericht der Schweiz ist f\u00fcr 2018 vorgesehen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1487116800000)\/","SubmittedBy":"Aebischer Matthias","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1489708800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"10|2811|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1690520149410)\/","SubmissionDate":"\/Date(1481673600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5006,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Europapolitik|Migration|Kultur"}}