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Ihre kurzfristige Strategie hingegen ist sonnenklar: kurzfristig Gewinn erzielen, und daf\u00fcr wird das Postnetz grossz\u00fcgig abgebaut, und Poststellen werden durch \u00f6rtliche Agenturen ersetzt. Diese sind meist in Gesch\u00e4ften untergebracht, und der Vorteil dabei ist unter anderem, dass das Personal keinem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt ist. Der Transport der Sendungen per Lastwagen wurde ausgelagert. Was kommt als N\u00e4chstes? Schliesslich sollen 1200 weitere Stellen gestrichen werden.</p><p>Die Post setzt auf Kurzfristigkeit, verfolgt einen Sparkurs und schl\u00e4gt Profit heraus, wo sie nur kann, um jedes Jahr aufs Neue eine Gewinnmarge ausweisen zu k\u00f6nnen, die eine gute und gesunde Unternehmensf\u00fchrung vorgaukelt.</p><p>Aber hat die Post eine richtige Strategie, um die zahlreichen anstehenden Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen? Diese sollte die Grunds\u00e4tze des Service public einhalten und die unantastbare Grundversorgung in den Randregionen erhalten. </p><p>Die Fragen zur Zukunft betreffen die weitere Entwicklung der drei Konzernbereiche Poststellen und Verkauf, Postmail und Postlogistics.</p><p>Hat die Post dar\u00fcber hinaus eine Strategie zur Bew\u00e4ltigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung?</p><p>Wie sehen die Pl\u00e4ne der Post aus, damit sie mit einer soliden Infrastruktur und mit Personal, das motiviert und f\u00fcr die neuen Aufgaben ausgebildet ist, langfristig wettbewerbsf\u00e4hig bleiben kann?</p><p>Mit anderen Worten: Welche Massnahmen werden ins Auge gefasst, um das Personal in diesem ganzen Prozess zu betreuen, weiterzubilden, zu motivieren, zu interessieren und vor allem das System der beruflichen Laufbahnen zu sichern?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat f\u00fchrt die Post mit der Vorgabe von strategischen Zielen. Auf das operative Gesch\u00e4ft nimmt er grunds\u00e4tzlich keinen Einfluss.</p><p>Die Post steht vor grossen Herausforderungen. So sieht sich das Unternehmen mit einer Stagnation oder gar einem R\u00fcckgang des klassischen Postgesch\u00e4ftes konfrontiert - insbesondere mit sinkenden Briefmengen. Mit dem Wachstum im internationalen E-Commerce erh\u00f6hen sich im Paketbereich der Wettbewerb und der Preisdruck. Im Kerngesch\u00e4ft der Post sind also die Ertr\u00e4ge und Margen unter Druck. Vor diesem Hintergrund muss die Post ihre Kosteneffizienz laufend erh\u00f6hen und neue Wachstums- und Innovationsquellen erschliessen, damit sie die Grundversorgung mit postalischen Dienstleistungen und mit Dienstleistungen des Zahlungsverkehrs in allen Regionen der Schweiz auch in Zukunft in hoher Qualit\u00e4t erbringen und mit eigenen Mitteln finanzieren kann.</p><p>Die Strategie der Post fokussiert deshalb einerseits auf die zuverl\u00e4ssige Erbringung der Grundversorgung gem\u00e4ss den Vorgaben der Postgesetzgebung sowie die Absicherung der f\u00fchrenden Marktstellungen in ihrem Kerngesch\u00e4ft, um den Erwartungen des Bundesrates nach einer branchen\u00fcblichen Rendite nachzukommen. Anderseits ist die Strategie auf die Entwicklung neuer, innovativer Produkte und L\u00f6sungen im digitalen Bereich und an der Schnittstelle zwischen physischen und digitalen Angeboten ausgerichtet, um der Transformation der Kernm\u00e4rkte zu begegnen.</p><p>Das Netz an Zugangspunkten wird von der Post aufgrund der stark r\u00fcckl\u00e4ufigen Zahlen der in den Poststellen aufgegebenen Briefe und Pakete sowie get\u00e4tigten Einzahlungen seit Jahren umgebaut. Es wurden neue Zugangsm\u00f6glichkeiten wie die Agenturen und der Hausservice geschaffen und kontinuierlich ausgebaut. In Zukunft sollen ersatzlose Schliessungen von Poststellen vermieden und soll der Dialog mit der betroffenen Bev\u00f6lkerung und den Beh\u00f6rden verst\u00e4rkt werden. Zudem wird es zu einem weiteren Ausbau von alternativen Zugangsm\u00f6glichkeiten wie \"My Post 24\"-Automaten kommen.</p><p>Der Bundesrat erwartet von der Post eine fortschrittliche und sozialverantwortliche Personalpolitik sowie eine zeitgem\u00e4sse berufliche Grundbildung. Die Post investiert in die Weiterentwicklung des Personals und legt dabei grossen Wert auf die notwendigen Kompetenzen im Zusammenhang mit der digitalen Transformation.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1487116800000)\/","SubmittedBy":"Fridez Pierre-Alain","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1489708800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|34|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1690520011407)\/","SubmissionDate":"\/Date(1481760000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5006,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Medien und Kommunikation|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}