{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164131,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20164131,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.4131","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wie kann die Schweiz an der Forschung zu k\u00fcnstlicher Intelligenz teilnehmen, damit universelle moralische Werte in der digitalen Welt gut vertreten sind?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Zahl digitaler Dienstleistungen nimmt zu, Entscheidungen werden immer \u00f6fter durch Algorithmen getroffen und soziale Beziehungen mehr und mehr durch Mausklicks ersetzt - der digitale Raum breitet sich in unserer Gesellschaft immer weiter aus.</p><p>Die Digitalisierung dient aber sehr oft nur einem Hauptziel: der Effizienz. Wie verkaufe ich mehr? Wie verf\u00fchre ich Internetsurfer? Wie reduziere ich Leistungen, um Kosten zu senken? Wie delegiere ich Auslese und Wahl an Maschinen, um an Tempo und Pr\u00e4zision zu gewinnen?</p><p>Diese unb\u00e4ndige Entwicklung f\u00fchrt zu einer Schl\u00fcsselfrage: Widerspiegelt die digitale Welt noch die Werte unserer Gesellschaft? Auch der Papst zeigte sich alarmiert, und er rief im letzten November dazu auf, die hohen universellen Werte auf das digitale Universum zu \u00fcbertragen und nicht zuzulassen, dass dieses die Welt in eine inhumane Welt verwandelt. Diese \u00dcbertragung obliegt aber nicht nur den Religionen, sondern auch der Politik und den Unternehmen, die die digitale Welt gestalten.</p><p>Damit diese \u00dcbertragung gelingt, m\u00fcssen digitale Anwendungen mit einer m\u00f6glichst ausgefeilten k\u00fcnstlichen Intelligenz ausgestattet werden, die den vielf\u00e4ltigen Grundeinstellungen, auf denen unsere Entscheidungen basieren, m\u00f6glichst nahekommt: gesellschaftlichen Normen, moralischen und rechtlichen Grunds\u00e4tzen, dem gesunden Menschenverstand usw.</p><p>Alle Giganten der digitalen Welt arbeiten daran. Google hat k\u00fcrzlich seine europ\u00e4ische Forschungsgruppe, die sich dem \"machine learning\" widmet, in Z\u00fcrich gegr\u00fcndet, womit die Limmatstadt zum weltweit zweitgr\u00f6ssten Forschungszentrum des Konzerns geworden ist. Die Multis der digitalen Welt (Google, Apple, Facebook, Microsoft, Ebay, Alibaba) sind m\u00e4chtiger als zahlreiche Staaten. Und sie k\u00f6nnen die Zukunft unserer Gesellschaft ganz wesentlich beeinflussen. Deshalb sollten Mittel entwickelt werden, um solche Konzerne in internationaler Zusammenarbeit zu regulieren und dadurch sicherzustellen, dass der Mensch sehr wohl im Zentrum dieses sich bildenden neuen sozialen Raums bleibt.</p><p>1. Gibt es \u00dcberlegungen zu einem Katalog von Werten, die auch in der digitalen Welt zu beachten sind: Wohlwollen, Toleranz, Geduld, Ausgewogenheit, Diskretion, Gemeinschaftssinn, Hilfsbereitschaft, Nichtdiskriminierung?</p><p>2. Gibt es in der Schweiz fach\u00fcbergreifende Forschungsteams (Informatik, Internet, Soziologie, Linguistik usw.), die sich mit menschlichen Werten in der digitalen Welt befassen?</p><p>3. Gibt es internationale Anstrengungen f\u00fcr eine gemeinsame Regulierung der digitalen Welt? Wenn ja, nimmt die Schweiz daran teil?</p><p>4. Gibt es solche Anstrengungen auf schweizerischer Ebene?</p><p>5. K\u00f6nnte sich die Schweiz an den Forschungen \u00fcber k\u00fcnstliche Intelligenz von Google in Z\u00fcrich oder anderswo beteiligen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat beobachtet den Einfluss der Digitalisierung auf Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft im Rahmen der Strategie Digitale Schweiz. Im Herbst 2017 wird hierzu eine nationale Konferenz stattfinden, die der Weiterentwicklung der Strategie dient. Im Zuge dieser Konferenz k\u00f6nnen bei Bedarf auch Fragen universeller Werte in maschinellen Entscheidungsprozessen, z. B. Verantwortung, Moral oder Haftung, einbezogen werden.</p><p>Aufgrund der Aktualit\u00e4t der Thematik hat der Bundesrat am 11. Januar 2017 das Eidgen\u00f6ssische Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung beauftragt, die mit der Digitalisierung einhergehenden Herausforderungen f\u00fcr die Forschung an den Hochschulen vertieft zu pr\u00fcfen. Dabei sind nebst den cybertechnologischen Forschungsfeldern auch die interdisziplin\u00e4ren Schweizer Forschungsportfolios in Bezug auf juristische und ethische Fragen zu analysieren. Ergebnisse werden im Sommer 2017 erwartet.</p><p>In der Schweiz wird interdisziplin\u00e4re und transversale Forschung zu diesem Themenkomplex sowohl im \u00f6ffentlichen wie im privaten Bereich betrieben. Exemplarisch sei die Universit\u00e4t Z\u00fcrich erw\u00e4hnt, die mit ihrer Digital Society Initiative eine universit\u00e4re Plattform bietet, um die kritische, interdisziplin\u00e4re Reflexion und Innovation bez\u00fcglich aller Aspekte der Digitalisierung von Wissenschaft und Gesellschaft zu f\u00f6rdern. Der Bund unterst\u00fctzt die Schweizer Forschergemeinde ausserdem unter anderem im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms \"Big Data\", welches die wissenschaftlichen Grundlagen f\u00fcr einen wirksamen und angemessenen Einsatz von grossen Datenmengen liefern soll. Die Forschungsf\u00f6rderungspolitik des Bundes legt dabei grossen Wert auf die Wissenschaftsfreiheit und die damit verbundene Autonomie von Forschenden. Die Hochschulen und Forschungsinstitutionen k\u00f6nnen innerhalb ihres Rechtsrahmens jederzeit Forschungszusammenarbeiten mit privaten Firmen eingehen, was sie in der Praxis bereits heute tun, auch im Fall von Google in Z\u00fcrich.</p><p>Selbstlernende digitale neuronale Netze sind auf der Basis ihrer Programmierung, grosser Datenmengen und durch Interaktionen mit dem Menschen in der Lage, Muster zu erkennen, Szenarien zu pr\u00fcfen, Schl\u00fcsse zu ziehen und Bewertungen vorzunehmen. Neuronale Netze verf\u00fcgen jedoch \u00fcber kein eigenes kritisches Bewusstsein, weshalb sie nicht eigenst\u00e4ndig objektiv, neutral oder unabh\u00e4ngig von menschlicher Einflussnahme entscheiden k\u00f6nnen. Damit verbleibt die Verantwortung \u00fcber ihre ethische und moralische Ausrichtung und f\u00fcr die Konsequenzen aus ihrem Einsatz letztlich bei den Institutionen, Unternehmen und Einzelpersonen, welche die neuronalen Netze nutzen.</p><p>Die Frage, wie (bislang hypothetische) echte k\u00fcnstliche Intelligenz, d. h. mit eigenem kritischem Bewusstsein, in die menschliche Gesellschaft und in deren rechtlichen und ethischen Rahmen eingebunden werden k\u00f6nnte, wird international im Bereich der Rechtswissenschaften sowie in Philosophie und Ethik eingehend diskutiert und ist sowohl in der theoretischen als auch in der anwendungsorientierten naturwissenschaftlichen Forschung pr\u00e4sent, auch in der Schweiz. Parallel werden in der Industrie Diskussionen gef\u00fchrt mit dem Ziel, Verantwortung und Moral in die Entwicklung k\u00fcnstlicher Intelligenz einzubeziehen. Die internationale Ingenieursvereinigung IEEE hat hierzu erste spezifische Richtlinien entwickelt.</p><p>Konkrete Regulierungsanstrengungen seitens des Bundes oder durch die internationale Gemeinschaft zu echter k\u00fcnstlicher Intelligenz sind im \u00dcbrigen verfr\u00fcht, da es sich hierbei letztlich immer noch um Spekulation handelt. Nichtsdestotrotz bestehen in Vorbereitung allf\u00e4lliger k\u00fcnftiger Szenarien Grundsatzdiskussionen, welche auf einen umfangreichen Fundus von theoretischen wissenschaftlichen Konzepten und auf konkrete Szenarien aus Kunst und Kultur zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1485907200000)\/","SubmittedBy":"B\u00e9gl\u00e9 Claude","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1544745600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|34|36","Category":null,"Modified":"\/Date(1690519959613)\/","SubmissionDate":"\/Date(1481846400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5006,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Medien und Kommunikation|Wissenschaft und Forschung"}}