{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164133,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20164133,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.4133","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Unsere westlichen Werte in einem offenen christlichen Geist verteidigen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Es ist wichtig, dass Migrantinnen und Migranten, die in der Schweiz leben wollen, sich in unsere von christlichen Wertvorstellungen stark gepr\u00e4gte Kultur und Lebensweise integrieren k\u00f6nnen. Das christliche Erbe gr\u00fcndet auf der Bibel, einer Sammlung von Texten unterschiedlicher Art: historische Chroniken, moralische Vorschriften, Beziehung des Menschen zu seinem Sch\u00f6pfer.</p><p>Man kann drei Dimensionen unterscheiden:</p><p>a. Die christlichen Traditionen strukturieren unseren Kalender (arbeitsfreier Sonntag, Weihnachten, Ostern). Sie setzen Wegmarken unserer Existenz (Taufe, Hochzeit, Beerdigung). Sie pr\u00e4gen unsere Kunst (Malerei, bildende Kunst, Literatur) und unsere Lebensr\u00e4ume (Kirchen, Kreuze auf den Berggipfeln). Sie begleiten uns durch den Alltag (Kichenglockengel\u00e4ut). Diese Gewohnheiten, Orientierungspunkte und Glaubenss\u00e4tze enthalten f\u00fcr sich genommen nichts wirklich Fundamentalistisches.</p><p>b. Die ethisch-moralischen Regeln, die man den Zehn Geboten und den Evangelien entnehmen kann, pr\u00e4gen die Rechtsetzung der europ\u00e4ischen Staaten. Hinzu kommen die typisch westlichen Elemente aus dem Zeitalter der Aufkl\u00e4rung: die Weltlichkeit der Macht (Trennung von Kirche und Staat), die Rechtsstaatlichkeit, die Menschenrechte.</p><p>c. Religi\u00f6ses Erleben und Empfinden \u00f6ffnet den Einzelnen gegen\u00fcber einer Sph\u00e4re, die \u00fcber das Individuum hinausgeht, er\u00f6ffnet aber auch eine altruistische Dimension. Der christliche Geist gebietet, den N\u00e4chsten zu lieben wie sich selbst und den Anderen zu empfangen mit Wohlwollen, Grossz\u00fcgigkeit und der Bereitschaft zu teilen. Dieser christliche Geist ist in diesem Sinne zutiefst humanistisch.</p><p>Das dritte Element ist das wichtigste: Es sollte bei der Beziehung zwischen den Neuank\u00f6mmlingen und uns Einheimischen im Zentrum stehen. Gelingende Integration sollte sich auf diesen Geist zubewegen. Das ist eine Herausforderung f\u00fcr beide Seiten.</p><p>Es ist also Folgendes angezeigt:</p><p>1. In unserem christlichen Erbe Traditionen, ethisch-moralische Regeln und Grundwerte unterscheiden.</p><p>2. Herausfinden, was es zwischen unseren Werten und dem, was die Migrantinnen und Migranten mitbringen, an Gemeinsamem und Universellem gibt.</p><p>3. In einen konstruktiven Dialog mit den Migrantinnen und Migranten treten, in einem humanistischen Geist.</p><p>4. Mit dem guten Beispiel vorangehen und zeigen, dass man im Gleichklang mit den genannten Werten ist.</p><p>Was kann der Bundesrat unternehmen, um in dieser Richtung eine vertiefte Reflexion anzustossen, die alle Akteure einbezieht?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die vom Interpellanten angesprochene Auseinandersetzung mit unseren Grundwerten, Traditionen und Moralvorstellungen ist im Gang. Der Bundesrat begr\u00fcsst diesen gesellschaftlichen Diskurs und bringt sich im Rahmen der institutionell vorgesehenen M\u00f6glichkeiten und Gef\u00e4sse mit ein. Er tut dies aber nicht aus dem Blickwinkel einer bestimmten Religion oder Konfession. Denn viele der Grundwerte unserer Gesellschaft sind nicht allein dem Christentum zuzuschreiben. Dies gilt etwa f\u00fcr den Gedanken der Toleranz, den das Christentum mit anderen Religionen teilt. Viele dieser Grundwerte sind zudem vor allem Fr\u00fcchte der Aufkl\u00e4rung und damit Errungenschaften, die gegen religi\u00f6s motivierten Dogmatismus erk\u00e4mpft werden mussten. Erw\u00e4hnt sei im Weiteren auch der Umstand, dass viele unter dem Banner christlich-abendl\u00e4ndischer Werte erfolgte Interventionen europ\u00e4ischer oder anderer westlicher Staaten in anderen Erdteilen das Gegenteil von dem bewirkt haben, was sie zu leisten vorgaben. Die in der Interpellation angesprochene Auseinandersetzung mit unseren Grundwerten, Traditionen und Moralvorstellungen muss deshalb mit der gebotenen historischen Tiefe erfolgen und eine ausschliesslich europazentrische oder christliche Perspektive vermeiden. Auch wenn sie in ihrer Pr\u00e4ambel auf Gott Bezug nimmt, basiert die Bundesverfassung auf dem Grundsatz der religi\u00f6sen Neutralit\u00e4t des Staates. Dazu kommt, dass die Kompetenz zur Regelung der staatlichen Beziehungen zu den Religionsgemeinschaften bei den Kantonen liegt. Die Kantone sind auch f\u00fcr andere Bereiche des Zusammenlebens wie den Schulunterricht oder Integrationsprogramme zust\u00e4ndig. In verschiedenen Kantonen gibt es Unterricht in Ethik bzw. \u00fcber die Geschichte der Religionen. Dort besteht Gelegenheit zur Diskussion der christlichen Werte. Viele Kantone und Gemeinden entwickelten, oft zusammen mit Religionsgemeinschaften, Projekte und Diskussionsforen, in denen religi\u00f6se Themen und Aspekte des Zusammenlebens der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften zur Sprache kommen.</p><p>Bringt sich der Bundesrat in die Debatte \u00fcber das Zusammenleben in unserem Land ein, tut er dies stets mit einem breiten Ansatz. So bewilligte er 2005 das Nationale Forschungsprogramm \"Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft\" (NFP 58). Im Rahmen dieses Forschungsprogramms befassten sich Forschende aus verschiedenen Bereichen in 28 Projekten mit Fragen grundlegender Ver\u00e4nderungen der Religiosit\u00e4t der Einzelnen und der religi\u00f6sen Landschaft. Sie untersuchten auch, wie das friedliche Zusammenleben der Religionsgemeinschaften sowie religi\u00f6ser und nichtreligi\u00f6ser Menschen gef\u00f6rdert werden kann. Vertreterinnen und Vertreter des Bundesrates treffen sich auch immer wieder mit dem seit 2006 bestehenden Schweizerischen Rat der Religionen. Die darin vertretenen Pers\u00f6nlichkeiten christlichen, j\u00fcdischen und muslimischen Glaubens leisten wichtige Arbeit in ihren Gemeinschaften bzw. f\u00fcr die Integration und das Zusammenleben in der Gesellschaft. Zu nennen sind auch ausserparlamentarische Kommissionen wie die Eidgen\u00f6ssische Kommission gegen Rassismus oder die Eidgen\u00f6ssische Migrationskommission. Zu ihren Aufgaben geh\u00f6rt nicht nur die Beratung des Bundesrates, sondern auch die Sensibilisierung der \u00d6ffentlichkeit in ihren Bereichen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1487116800000)\/","SubmittedBy":"B\u00e9gl\u00e9 Claude","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1544745600000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|2811|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1690519927560)\/","SubmissionDate":"\/Date(1481846400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5006,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Migration|Kultur"}}