{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20164167,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20164167,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.4167","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wissenschaftsdiplomatie. Das Ged\u00e4chtnis der Gletscher","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Schweiz wird nicht nur f\u00fcr ihre diplomatische Erfahrung auf internationaler Ebene gesch\u00e4tzt, sondern ist auch im wissenschaftlichen Bereich ein Standort ersten Ranges. Wenn die Schweiz diese beiden Kompetenzen vereint, k\u00f6nnte sie zum Champion der Wissenschaftsdiplomatie werden und so ihr politisches Gewicht auf internationaler Ebene, ihre Attraktivit\u00e4t als Top-Standort f\u00fcr die Wissenschaft und die Wissenschaft als Wirtschaftszweig st\u00e4rken.</p><p>Die Schweiz zeichnet sich durch eine lange diplomatische Tradition mit dem Schwerpunkt humanit\u00e4re Diplomatie aus: Konfliktpr\u00e4vention, Mediation, Nothilfe.</p><p>Der hervorragende Ruf der Schweiz beruht haupts\u00e4chlich auf den Spitzenprodukten der Industrie sowie ihrer Forschungs- und Innovationskompetenz. Unser Land ist auch f\u00fchrend in Bezug auf Patente und Forschungs- und Entwicklungsausgaben pro Einwohnerin und Einwohner. Die Eidgen\u00f6ssischen Technischen Hochschulen und die Universit\u00e4ten sind international immer sehr gut klassiert. Das Ausmass des Beitrags der Wissenschaften zu unserem hervorragenden Image wird aber noch nicht von allen Seiten entsprechend wahrgenommen.</p><p>Die Verkn\u00fcpfung unserer diplomatischen und wissenschaftlichen Kompetenzen war schon der rote Faden der Ambassadorenkonferenz vor einem Jahr. Ein solcher Schritt erfordert starke Forschungsprojekte.</p><p>Ein Projekt k\u00f6nnte sich mit Gletschern und extremen Klimasituationen befassen: Hier gibt es eine direkte Verbindung zur geografischen Identit\u00e4t der Schweiz. Auch die Klimaerw\u00e4rmung geh\u00f6rt dazu: Seit dem COP21 hat dieses Thema weltweit Priorit\u00e4t. Wahrscheinlich werden sich die USA aber nach der Wahl von Donald Trump von diesen Bestrebungen distanzieren. </p><p>Ein spezieller Aspekt dieses Projekts k\u00f6nnte der Ansatz des Unternehmers Frederik Paulsen sein. In den Gletschern sind zahlreiche Informationen \u00fcber die Geschichte unseres Planeten gespeichert. Mithilfe heutiger Technologien k\u00f6nnen Informationen \u00fcber Begebenheiten, die bis zu 800 000 Jahre alt sind, entschl\u00fcsselt werden. Das Schmelzen der Gletscher bedroht aber dieses Erbe. Die Idee besteht darin, die Erforschung von Bohrproben voranzutreiben und Muster zu konservieren, die mit k\u00fcnftigen Technologien untersucht werden k\u00f6nnten. Die so gewonnenen Erkenntnisse k\u00f6nnten zum Erhalt des Planeten beitragen.</p><p>1. Ist die Schweiz daran interessiert, die Wissenschaftsdiplomatie zus\u00e4tzlich zu f\u00f6rdern?</p><p>2. Gletscher und extreme Klimasituationen: K\u00f6nnte die Schweiz in diesem Bereich eine f\u00fchrende Rolle einnehmen?</p><p>3. Bohrproben bei Gletschern: K\u00f6nnte die Schweiz solche Studien und Konservierungsbem\u00fchungen unterst\u00fctzen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Schweiz betreibt bereits seit vielen Jahren Wissenschaftsdiplomatie (\"Diplomacy for Science\"). Sie macht dies insbesondere im Rahmen der bestehenden bilateralen Abkommen mit zahlreichen Staaten und in internationalen Forschungsorganisationen, denen sie als Mitglied angeh\u00f6rt. Sie setzt sich in Verhandlungen ein, die sie im und f\u00fcr den Wissenschaftsbereich f\u00fchrt. Hierf\u00fcr nutzt die Schweiz spezifisch auch ihr Netzwerk von Swissnex und Wissenschaftsr\u00e4ten, welche an zahlreichen Schweizer Vertretungen im Ausland arbeiten. So nutzt die Schweiz ihre Diplomatie aktiv f\u00fcr die F\u00f6rderung der Schweizer Forschung und Innovation.</p><p>Zudem stellt die Schweiz die Wissenschaft in den Dienst der Diplomatie (\"Science for Diplomacy\"), denn die wissenschaftliche Zusammenarbeit \u00f6ffnet der Schweiz T\u00fcren auf internationaler Ebene und erlaubt es ihr, ihre internationalen Beziehungen zu festigen. Die internationale Zusammenarbeit in der Polarforschung, an der sich die Schweiz aktiv beteiligt, und die Kandidatur der Schweiz f\u00fcr den Beobachterstatus im Arktischen Rat, \u00fcber die im Mai 2017 entschieden wird, sind nur zwei Beispiele daf\u00fcr. Das wissenschaftliche Fachwissen spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in der Diplomatie, da es einen bedeutenden oder gar entscheidenden Beitrag zur Beilegung von Streitigkeiten oder zum Abschluss von Verhandlungen leisten kann. Es kann beispielsweise zur L\u00f6sung globaler Herausforderungen wie des Klimawandels und der Nutzung von globalen nat\u00fcrlichen Ressourcen beitragen. Angesichts des ausgezeichneten Rufs unseres Forschungsplatzes hat die Schweiz durchaus ein Interesse daran, diesen zweiten Aspekt der Wissenschaftsdiplomatie zu st\u00e4rken. Der vom Departement f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten initiierte und geplante Swiss Science Hub Geneva, der die akademischen Institutionen und wissenschaftlichen Einrichtungen in der Schweiz mit dem internationalen Genf vernetzen soll, ist auch vor diesem Hintergrund zu sehen.</p><p>2. Schweizer Forscherinnen und Forscher geh\u00f6ren in der Polar- und Klimaforschung zur Weltspitze. Die Gletscherforschung hat in der Schweiz eine lange Tradition, die bis ins 19. Jahrhundert zur\u00fcckreicht, und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung des Klimawandels. Dabei sind die Alpen, die manchmal der \"dritte Pol\" genannt werden, von offensichtlichem wissenschaftlichem Interesse.</p><p>Die Eidgen\u00f6ssische Forschungsanstalt f\u00fcr Wald, Schnee und Landschaft (WSL) betreibt erstklassige Forschung in den Bereichen Schnee, Atmosph\u00e4re, Naturgefahren, Permafrost und Berg\u00f6kosysteme. Weitere Kompetenzzentren in der Schweiz sind die Hochalpine Forschungsstation Jungfraujoch, das Paul-Scherrer-Institut, die beiden Eidgen\u00f6ssischen Technischen Hochschulen und verschiedene andere Hochschulinstitute, vor allem der World Glacier Monitoring Service der Universit\u00e4t Z\u00fcrich und das Oeschger-Zentrum f\u00fcr Klimaforschung der Universit\u00e4t Bern. Das 2016 gegr\u00fcndete Swiss Polar Institute (SPI) wird die Dynamik in der Schweizer Polarforschung weiter verst\u00e4rken. Dieses interdisziplin\u00e4re Zentrum wird von der ETH Lausanne, der WSL, der ETH Z\u00fcrich, der Universit\u00e4t Bern und von privater Seite getragen.</p><p>Das SPI hat vor Kurzem einen neuen Lehrstuhl \"Extreme Environments\" geschaffen, der am ETH-Lausanne-Standort in Sitten angesiedelt wird. Das neue Team hat den Auftrag, den wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und diplomatischen Beitrag der Schweiz zur Bew\u00e4ltigung von Umweltproblemen wie Klimawandel oder Bewirtschaftung der weltweiten Ressourcen zu st\u00e4rken.</p><p>3. Im Rahmen des internationalen Projekts \"Ice Memory\", das 2015 lanciert wurde, werden Eisbohrkerne aus der ganzen Welt in der Antarktis gelagert. Das Paul-Scherrer-Institut wirkt bei diesem Projekt mit. Es ist f\u00fcr die Bohrkerne aus den Alpen zust\u00e4ndig. Im Herbst 2015 wurde ein Eisbohrkern am Colle Gnifetti im Monte-Rosa-Massiv entnommen, wo das \u00e4lteste Eis der Schweiz vermutet wird (mehrere Hundert bis einige Tausend Jahre alt). An der Aufbewahrung dieser Bohrkerne ist auch das SPI interessiert, das die Lagerung der alpinen Bohrkerne in der Antarktis f\u00f6rdern und noch dieses Jahr das Patronat daf\u00fcr \u00fcbernehmen m\u00f6chte. Die Schweizer Forschungsinstitute wirken also bereits heute bei der Konservierung der Eisbohrkerne mit.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1487721600000)\/","SubmittedBy":"B\u00e9gl\u00e9 Claude","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1544745600000)\/","ResponsibleDepartment":3,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDA","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|36|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1763102086117)\/","SubmissionDate":"\/Date(1481846400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5006,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Wissenschaft und Forschung|Umwelt"}}