{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20170317,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20170317,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.317","BusinessType":3,"BusinessTypeName":"Standesinitiative","BusinessTypeAbbreviation":"Kt. Iv.","Title":"Ausschluss des Palm\u00f6ls aus dem Freihandelsabkommen mit Malaysia","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Gest\u00fctzt auf Artikel\u00a0160 Absatz\u00a01 der Bundesverfassung reicht der Kanton Thurgau folgende Standesinitiative ein:</p><p>1. Die Produkte der \u00d6lpalme (Palm\u00f6l und Palmkern\u00f6l) sind aus einem allf\u00e4lligen Freihandelsabkommen mit Malaysia auszuschliessen.</p><p>2. Der Grenzschutz ist auf dem aktuellen Niveau zu halten.</p>","ReasonText":"<p>Die Schweiz verhandelt zurzeit mit Malaysia \u00fcber ein Freihandelsabkommen. Dabei geht es auch um den vereinfachten Import des umstrittenen Palm\u00f6ls in die Schweiz, was den einheimischen Anbau und die Verwertung von Raps und Sonnenblumen zur \u00d6lproduktion gef\u00e4hrdet.</p><p>Palm\u00f6l ist neben Soja\u00f6l das weltweit am meisten angebaute \u00d6l. Die wichtigsten Produktionsl\u00e4nder sind Indonesien und Malaysia, die gemeinsam 86 Prozent der Produktion sicherstellen. Die beiden L\u00e4nder haben die Produktion stark ausgebaut und die Fl\u00e4chen in den letzten 25 Jahren um 4,8 Millionen Hektaren erh\u00f6ht; das ist mehr als die Fl\u00e4che der Schweiz. Die H\u00e4lfte dieser Produktionsausweitung ging zulasten des tropischen Regenwaldes. Dieser und damit auch die Lebenswelt der indigenen Bev\u00f6lkerung werden unwiderruflich zerst\u00f6rt.</p><p>Wissenswertes \u00fcber das Palm\u00f6l</p><p>Palm\u00f6l, das zurzeit etwa 15 Prozent des schweizerischen Verbrauchs von Pflanzen\u00f6len ausmacht, ist sehr hitzebest\u00e4ndig und kann gut zum Braten und Frittieren eingesetzt werden. Das kaltgepresste Palm\u00f6l hat einen sehr hohen Gehalt an Vitamin A, Beta-Carotin und Vitamin E und einen angenehmen Geschmack. Diese gesundheitlichen Vorteile werden aufgehoben durch den hohen Gehalt an ges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren, die das Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Beschwerden erh\u00f6hen. Die Europ\u00e4ische Lebensmittelbeh\u00f6rde sch\u00e4tzt das Palm\u00f6l als gesundheitlich bedenklich ein, weil bei der industriellen Produktion Schadstoffe entstehen, die die Gesundheit erheblich belasten k\u00f6nnen.</p><p>In der Kritik steht das Palm\u00f6l aber vor allem wegen den mit der Produktionsausweitung verbundenen Sch\u00e4den an der Natur und f\u00fcr die in den tropischen Regenw\u00e4ldern lebenden Ureinwohner. Es gibt Bestrebungen, Palm\u00f6l mit einem G\u00fctesiegel zu versehen. Dieses steht aber ebenfalls in der Kritik, weil am RSPO (Round Table f\u00fcr nachhaltige Palm\u00f6lprodukte) wenige NGO der \u00dcbermacht der Palm\u00f6lindustrie gegen\u00fcberstehen.</p><p>Wissenswertes \u00fcber die einheimischen \u00d6le</p><p>Raps ist eine der wenigen einheimischen Pflanzen, deren Urform wir bis heute in den Alpen antreffen. Raps\u00f6l galt lange Zeit als minderwertiges \u00d6l aufgrund des hohen Gehaltes an Erucas\u00e4ure sowie Glucosinolaten. In den letzten zwanzig Jahren etablierten sich Sorten, die sowohl erucas\u00e4urefrei als auch glucosinolatfrei sind, sogenannte 00-Sorten. Diese neuen Sorten f\u00fchrten zu einer Etablierung des Raps\u00f6ls in der Schweiz. Raps\u00f6l hat heute einen Anteil von 27 Prozent am Verbrauch und wird ausschliesslich in der Schweiz produziert.</p><p>Der hohe Anteil an unges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren sowie der hohe Gehalt an Vitamin E f\u00fchren dazu, dass Raps\u00f6l als sehr hochwertig und gesund beurteilt wird.</p><p>Sonnenblumen kommen aus w\u00e4rmeren Gegenden und k\u00f6nnen in der Schweiz erst angebaut werden, seit extrem fr\u00fchreife Sorten erh\u00e4ltlich sind.</p><p>Der Nachteil der fehlenden Hitzebest\u00e4ndigkeit konnte durch eine gezielte Z\u00fcchtung behoben werden. Holl-Raps\u00f6l und Holl-Sonnenblumen\u00f6l eignen sich ohne Nachteile zum Braten und Frittieren. Durch den Anbau dieser speziellen Sorten konnte der Anbau massvoll ausgedehnt werden.</p><p>F\u00fcr die Ackerbauern in der Schweiz sind die \u00d6lsaaten sehr wichtige Kulturen. Sie passen optimal in extensive Getreidefruchtfolgen. Angebaut werden insgesamt etwa 27 000 Hektaren auf achttausend landwirtschaftlichen Betrieben in der ganzen Schweiz. Der Produktionswert von 70 Millionen Franken zeigt die wirtschaftliche Bedeutung dieser einheimischen Produktion. Im Thurgau haben Raps und Sonnenblumen in den letzten f\u00fcnfzehn Jahren stark an Bedeutung gewonnen und liegen im Jahr 2015 mit 1327 Hektaren hinter Getreide, Mais und Zuckerr\u00fcben an vierter Stelle. Weil die Zuckerr\u00fcbe aufgrund der Grenz\u00f6ffnung stark unter Druck ist, gewinnt der Anbau der \u00d6lsaaten f\u00fcr die Ackerbauern an Bedeutung. Nicht zuletzt sind die farbigen Felder von Raps und Sonnenblumen eine Bereicherung unserer Landschaft.</p><p>Fazit</p><p>Der Einsatz von Palm\u00f6l in der menschlichen Ern\u00e4hrung ist gesundheitlich problematisch.</p><p>Der Einsatz h\u00e4ngt in erster Linie vom Grenzschutz ab. Ist dieser zu tief, werden die einheimischen \u00d6le durch billiges Import\u00f6l ersetzt. Weil f\u00fcr den Anbau in grossem Umfang tropischer Regenwald vernichtet wird und damit durch die Vertreibung der einheimischen Urbev\u00f6lkerung grosses soziales Elend ausgel\u00f6st wird, bitten wir das Parlament um Unterst\u00fctzung dieser Standesinitiative.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Thurgau","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1553126400000)\/","ResponsibleDepartment":1,"ResponsibleDepartmentName":"Parlament","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"Parl","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|15|24|52|55","Category":"IV","Modified":"\/Date(1779242307020)\/","SubmissionDate":"\/Date(1509321600000)\/","SubmissionCouncil":null,"SubmissionCouncilName":null,"SubmissionCouncilAbbreviation":null,"SubmissionSession":5011,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Wirtschaft|Finanzwesen|Umwelt|Landwirtschaft"}}