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Kostenverg\u00fctung nach Ablauf von 12 Monaten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Sendung \"A bon entendeur\", die RTS am 7. November 2017 ausgestrahlt hat, wurde \u00fcber eine Situation berichtet, die absolut nicht nachvollziehbar ist: Die Krankenversicherer sind nicht mehr verpflichtet, die Kosten f\u00fcr Kuhmilch ohne Milcheiweiss zur\u00fcckzuerstatten, sobald das Kind 12 Monate alt ist.</p><p>Wenn man die entsprechenden Dokumente studiert, stellt man fest, dass f\u00fcr alle Pr\u00e4parate im Zusammenhang mit Ern\u00e4hrungsst\u00f6rungen im S\u00e4uglingsalter folgende Beschr\u00e4nkung gilt: \"Die aufgef\u00fchrten Pr\u00e4parate d\u00fcrfen nur f\u00fcr S\u00e4uglinge bis zu 12 Monaten verordnet werden\" (Liste der pharmazeutischen Spezialit\u00e4ten und konfektionierten Arzneimittel, die Pflichtleistungen f\u00fcr die Krankenversicherer sind, Ausgabe vom 1. Februar 2017, S. 155). Nun \u00e4ndert sich aber die Ern\u00e4hrung eines Babys im Alter von 12 Monaten nicht auf einen Schlag. Die Gesetzgebung in Frankreich scheint in diesem Bereich im \u00dcbrigen viel weniger streng zu sein.</p><p>Nach dem Bundesgesetz \u00fcber die Krankenversicherung m\u00fcssen die Leistungen, deren Kosten von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung \u00fcbernommen werden, wirksam, zweckm\u00e4ssig und wirtschaftlich sein.</p><p>Wie werden diese Kriterien in Bezug auf die Frage der Verg\u00fctung von Milch f\u00fcr S\u00e4uglinge, die an einer Kuhmilcheiweiss-Allergie leiden, angewandt? Warum werden die Kosten ab dem Alter von 12 Monaten nicht mehr \u00fcbernommen? W\u00e4re eine gr\u00f6ssere Flexibilit\u00e4t bei der Verg\u00fctung vorstellbar, sodass diese Pr\u00e4parate auch verg\u00fctet werden k\u00f6nnten, wenn sie \u00e4lteren Babys verschrieben werden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Damit ein Arzneimittel in die Spezialit\u00e4tenliste (SL) aufgenommen und \u00fcber die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) verg\u00fctet wird, muss es grunds\u00e4tzlich vom Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic zugelassen sein und die Kriterien der Wirksamkeit, Zweckm\u00e4ssigkeit und Wirtschaftlichkeit erf\u00fcllen. Das f\u00fcr die Erstellung der SL zust\u00e4ndige Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) kann die Aufnahme eines Arzneimittels in die SL mit einer Limitierung verbinden. Die Limitierung kann sich insbesondere auf die Menge oder verschriebene Indikation beziehen.</p><p>S\u00e4uglingsnahrungen zur Behandlung einer Kuhmilchintoleranz werden seit einigen Jahren nicht mehr durch Swissmedic zugelassen, sondern vom Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) als di\u00e4tetische Lebensmittel f\u00fcr besondere medizinische Zwecke (FSMP) notifiziert. Da bei S\u00e4uglingen mit Kuhmilchintoleranz ein \u00dcberleben nur mittels Einsatz von solchen extensiv hydrolysierten und aminos\u00e4urenbasierten S\u00e4uglingsnahrungen sichergestellt werden kann, hat das BAG im Jahr 2008 entschieden, trotz fehlender Swissmedic-Zulassung diese Produkte in die SL aufzunehmen, wenn sie als FSMP notifiziert sind. Die Verg\u00fctung der ab dem Jahr 2009 in die SL aufgenommenen Produkte wurde mittels Limitierung derart eingeschr\u00e4nkt, dass eine Verg\u00fctung w\u00e4hrend den ersten sechs Lebensmonaten, allenfalls auch w\u00e4hrend den ersten 12 Lebensmonaten erfolgen kann. Bei der Festlegung dieser Limitierung wurden die Empfehlung der Eidgen\u00f6ssischen Arzneimittelkommission (EAK), welche das BAG bei der Erstellung der SL ber\u00e4t, und Stellungnahmen inkl. Limitierungsvorschl\u00e4gen von Schweizer Kinder\u00e4rzten ber\u00fccksichtigt.</p><p>Die Zulassungsinhaberinnen, die in der SL gelistete Arzneimittel vertreiben, k\u00f6nnen beim BAG eine \u00c4nderung der Limitierung beantragen, wenn neue Tatsachen, Studiendaten usw. vorliegen, die f\u00fcr eine Anpassung der Limitierung sprechen. Entsprechend steht es auch den Zulassungsinhaberinnen von extensiv hydrolysierten und aminos\u00e4urenbasierten S\u00e4uglingsnahrungen frei, eine Limitierungs\u00e4nderung zu beantragen, damit eine Verg\u00fctung dieser Produkte w\u00e4hrend mehr als 12 Monaten m\u00f6glich wird. Das BAG wird solche Gesuche pr\u00fcfen und auch der EAK vorlegen. Liegen neue Erkenntnisse vor, die f\u00fcr eine Verl\u00e4ngerung der Verg\u00fctung sprechen, kann eine Limitierungs\u00e4nderung erfolgen. Bisher wurden dem BAG keine solchen Gesuche eingereicht oder Daten bekanntgegeben, die f\u00fcr eine Verl\u00e4ngerung der Verg\u00fctung sprechen w\u00fcrden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1519171200000)\/","SubmittedBy":"Reynard Mathias","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1519171200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1750802747163)\/","SubmissionDate":"\/Date(1513036800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5011,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}