{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173075,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20173075,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.3075","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Digital Gender Gap. Was sind Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung in der Arbeitswelt aus der Geschlechterperspektive?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Wie der Bericht des Bundesrates \"Digitale Wirtschaft\" aufzeigt, betrifft die Digitalisierung der Wirtschaft Branchen und Berufe, aber auch die Qualifikationsniveaus sehr unterschiedlich. Unterschiede d\u00fcrften sich noch verst\u00e4rken, wenn das Geschlecht ber\u00fccksichtigt wird: einerseits, da Frauen und M\u00e4nner im Arbeitsmarkt ungleich vertreten sind, andererseits, da Frauen h\u00e4ufiger Betreuungspflichten in der Familie \u00fcbernehmen und so z. B. bei Weiterbildung und Umschulungen weniger Ressourcen investieren k\u00f6nnen. Die WEF-Studie \"The Industry Gender Gap\" (S. 6) kam zum Schluss, dass weltweit f\u00fcr Frauen die Jobverluste (gegen\u00fcber den Zugewinnen) st\u00e4rker sind als bei M\u00e4nnern. </p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Was sind die Besch\u00e4ftigungsauswirkungen der Digitalisierung auf Frauen und M\u00e4nner (je nach Branche, Beruf, Aus- und Weiterbildungsniveau, Alter usw.)?</p><p>2. Gem\u00e4ss dem Bericht \"Digitale Schweiz\" ist ein \"hohes Besch\u00e4ftigungswachstum\" in folgenden Bereichen zu erwarten: Datenanalyse, Softwareentwicklung, Datensicherung, E-Commerce und Designbranche (S. 41). Hingegen gelten T\u00e4tigkeiten in der verarbeitenden Industrie, in der Landwirtschaft, in Transport und Logistik, dem Verkauf und bei administrativen B\u00fcroarbeiten als \"ersetzbar\" (S. 40/41) und damit gef\u00e4hrdet. Wie sind die Besch\u00e4ftigungsaussichten aus Geschlechterperspektive in diesen Bereichen einzusch\u00e4tzen? In welchen Branchen und Berufsfeldern entstehen neue Jobs f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner, bzw. in welchen ist mit Ver\u00e4nderungen bzw. Verlusten zu rechnen?</p><p>3. Mit welchen Massnahmen unterst\u00fctzen der Bund und die Bildungsinstitutionen die Weiterbildung und Umschulung von Personen, die von Stellenverlusten aufgrund der Digitalisierung besonders betroffen sind?</p><p>4. Ist er bereit, zusammen mit Forschungsinstitutionen, unter anderem dem SNF, Forschungsprojekte zu initiieren, welche den Zusammenhang von Arbeitsmarkt und Geschlecht und Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Zusammenhang mit der Digitalisierung genauer untersuchen?</p><p>5. Wie k\u00f6nnen Mitarbeitende ihre rechtlichen Anspr\u00fcche, insbesondere gem\u00e4ss Gleichstellungsgesetz, bei neuen Arbeitsformen durchsetzen, z. B. bei Arbeit auf Plattformen, Crowdworking, Clickworking?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Schweizer Arbeitsmarkt befindet sich im steten Umbruch. Dabei hat es die Schweiz jeweils verstanden, Strukturwandel positiv zu nutzen. So hat sich die Erwerbsbeteiligung in den letzten zehn Jahren weiter erh\u00f6ht, insbesondere bei den Frauen, von 74,7 Prozent auf 80,7 Prozent. Im internationalen Vergleich belegt die Schweiz in dieser Hinsicht einen Spitzenplatz. Die Herausforderungen der digitalen Transformation nimmt der Bundesrat sehr ernst. Er ist bestrebt, die erfolgreiche Arbeitsmarktbilanz auch in das digitale Zeitalter weiterzutragen. Dazu m\u00fcssen die Chancen der Digitalisierung f\u00fcr alle Erwerbsgruppen konsequent genutzt und die Risiken minimiert werden.</p><p>1./2. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Besch\u00e4ftigung vom ersten und zweiten Sektor hin zum Dienstleistungssektor verlagert. In dieser Phase haben die Frauen beispielsweise hinsichtlich Qualifikationsniveau und Erwerbsbeteiligung stark aufgeholt. So hat sich der Anteil der Frauen mit einem Terti\u00e4rabschluss zwischen 1970 und 2014 von 4 Prozent auf 22 Prozent erh\u00f6ht. Auch der Anteil nichterwerbst\u00e4tiger M\u00fctter ist stark gesunken (von 39,7 Prozent im Jahr 1992 auf 21,1 Prozent im Jahr 2013), und bei den Teilzeitpensen der M\u00fctter zeigt sich eine klare Verschiebung von tiefen zu h\u00f6heren Pensen. Zu erw\u00e4hnen ist auch, dass in den letzten Jahren Branchen und Berufe mit hohen Frauenanteilen wie beispielsweise das Gesundheitswesen ein \u00fcberdurchschnittliches Besch\u00e4ftigungswachstum verzeichneten. Ferner ist der Frauenanteil auch in den traditionell eher m\u00e4nnerdominierten Mint-Berufen gewachsen (zwischen 2000 und 2015 von 13,6 Prozent auf 21,6 Prozent). Hier setzt im Rahmen der Fachkr\u00e4fte-Initiative das Bundesprogramm \"Chancengleichheit an den Fachhochschulen\" an und unterst\u00fctzt diese Entwicklung, um die noch bestehenden Unterschiede auf dem Schweizer Arbeitsmarkt weiter zu reduzieren.</p><p>Die Digitalisierung wirkt sich in den verschiedenen Berufen und Branchen unterschiedlich aus, wobei das Ausmass der Ver\u00e4nderungen nicht abschliessend absch\u00e4tzbar ist. In Zukunft werden gem\u00e4ss OECD nicht nur IT-Programmier- und -Anwendungsskills, sondern auch komplement\u00e4re Sozial- und Verhandlungskompetenzen an Bedeutung gewinnen. F\u00fcr die Schweiz gibt es aktuell keine Hinweise darauf, dass der aktuelle Strukturwandel in der Summe genderspezifische Folgen aufweisen wird. Die Entwicklung der Arbeitsmarktsituation aller Akteure wird weiterhin laufend beobachtet.</p><p>3. Grunds\u00e4tzlich tr\u00e4gt der einzelne Mensch die Verantwortung f\u00fcr seine Weiterbildung. Dies ist im Weiterbildungsgesetz (Webig) so verankert, welches seit Anfang 2017 in Kraft ist. Mit dem Weiterbildungsgesetz setzen sich Bund und Kantone daf\u00fcr ein, dass die Anrechenbarkeit von Bildungsleistungen an die formale Bildung m\u00f6glich wird und so die Bildungswege verk\u00fcrzt werden k\u00f6nnen. Dies kommt insbesondere auch Berufsumsteigern zugute. Zudem hat der Bundesrat am 5. April 2017 das Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung beauftragt, bis im November 2017 ein Programm f\u00fcr die Weiterbildung von Arbeitnehmenden im Bereich Grundkompetenzen - namentlich mit Blick auf die Digitalisierung der Wirtschaft - zu entwickeln. Die Massnahmen sollen es gering qualifizierten und insbesondere \u00e4lteren Arbeitnehmenden erm\u00f6glichen, im Erwerbsleben zu verbleiben. Weiter pr\u00fcft der Bundesrat, welche systemischen Auswirkungen die Digitalisierung auf den Bildungsbereich hat. Diese Ergebnisse werden im Juni 2017 erwartet.</p><p>4. Der Bundesrat wird Ende 2017 einen weiteren Grundlagenbericht zu den arbeitsmarktlichen Auswirkungen der Digitalisierung vorlegen. Das zust\u00e4ndige Seco hat verschiedene Vertiefungsstudien zu zentralen Aspekten lanciert. Dazu geh\u00f6ren die Ver\u00e4nderung der Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt wie auch die Entwicklung von flexiblen Arbeitsbedingungen. Bei diesen Analysen werden die verschiedenen Berufsfelder, Besch\u00e4ftigungsformen und Arbeitsmarktakteure angemessen ber\u00fccksichtigt, was die Gender-Perspektive mit einschliesst.</p><p>5. Die bestehenden Gesetze gelten auch bei neugeschaffenen Arbeitspl\u00e4tzen. Sofern ein Arbeitsverh\u00e4ltnis vorliegt, kommt das Gleichstellungsgesetz (SR 151.1) zur Anwendung.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1494374400000)\/","SubmittedBy":"Arslan Sibel","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1553212800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|32|34|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1690519449927)\/","SubmissionDate":"\/Date(1488931200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5007,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Bildung|Medien und Kommunikation|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}