{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173105,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20173105,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.3105","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Sind lange Taubenwettfl\u00fcge mit der Tierschutzgesetzgebung vereinbar?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Jedes Jahr werden in der Schweiz \u00fcber 5000 Brieftauben bei Wettfl\u00fcgen eingesetzt und 25 000 neue Jungv\u00f6gel herangezogen. Gem\u00e4ss Recherchen von Tierschutzorganisationen sollen die Taubenverluste bei den nationalen und internationalen Wettfl\u00fcgen des Schweizerischen Brieftaubensport-Verbands (SBV) extrem hoch sein. So h\u00e4tten die Mitglieder des SBV im Jahr 2015 total 5468 Tauben in die ersten Wettfl\u00fcge der Saison geschickt. Am zw\u00f6lften und letzten Wettflug des Jahres seien nur mehr 1245 Tiere eingesetzt worden (Ausfallquote: 64 Prozent). \u00c4hnliche Befunde wurden bei den Trainingsfl\u00fcgen f\u00fcr das \"Sand-Derby\", die j\u00e4hrlich stattfindende Jungtauben-Meisterschaft, bekannt. Im Mai 2016 h\u00e4tten diese mit 222 eingeschriebenen V\u00f6geln begonnen, von denen im August noch 71 zum Finalflug antreten konnten, was einer Ausfallquote von 70 Prozent entspr\u00e4che! Keine andere Tiernutzung respektive Sportart mit Tieren weist derart hohe Ausfall- und Mortalit\u00e4tsraten innerhalb eines knappen halben Jahres auf. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind unklar.</p><p>Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen gebeten: </p><p>1. Verf\u00fcgt er \u00fcber Zahlen, wie viele Tauben ihren Besitzern bei Teilnahmen an nationalen und internationalen Wettfl\u00fcgen pro Rennsaison verlorengehen? Falls nicht, ist er bereit, diese Zahlen k\u00fcnftig zu erheben?</p><p>2. Sieht er im Zusammenhang mit den Brieftauben-Wettfl\u00fcgen und den offenbar sehr hohen Ausfallquoten der Tiere eine Verletzung von Artikel\u00a026 Absatz\u00a01 Buchstabe\u00a0a des Tierschutzgesetzes (TSchG; \u00dcberanstrengung von Tieren), von Buchstabe\u00a0e (Aussetzen von Tieren) oder von Artikel\u00a015 Absatz\u00a01 TSchG (maximale Transportzeit)?</p><p>3. Wie beurteilt er die Aussage des SBV, dass die Tierverluste haupts\u00e4chlich auf das Konto von Greifv\u00f6geln gingen?</p><p>4. Kennt er Hinweise, dass auch andere Faktoren - z. B. Krankheiten aufgrund schlechter Haltungsbedingungen, Transportbelastung, Fehlentscheidungen der Flugleiter (Aufl\u00e4sse bei ung\u00fcnstiger Witterung), sehr lange Flugdistanzen - zu den offenbar sehr hohen Verlusten bei Taubenwettfl\u00fcgen f\u00fchren?</p><p>5. Wird der Bund die Tierschutzkonformit\u00e4t von nationalen und internationalen Langdistanz-Taubenwettfl\u00fcgen \u00fcberpr\u00fcfen?</p><p>6. Ist er bereit, bis dahin wegen der hohen Verlustraten und zum Schutz der Tiere ein zumindest zeitlich befristetes Verbot von l\u00e4ngeren Wettfl\u00fcgen zu verh\u00e4ngen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Dem Bundesrat ist nicht bekannt, wie hoch die Tierverluste bei Brieftaubenwettk\u00e4mpfen sind. Diese lassen sich auch nicht gest\u00fctzt auf die Beringung der Tauben feststellen. Die durch die Vereine organisierte Beringung stellt zwar ein Erfordernis f\u00fcr die Zulassung zu den Wettfl\u00fcgen dar, sie dient aber prim\u00e4r der Bestimmung der Eigentumsverh\u00e4ltnisse. Der Bund hat im \u00dcbrigen auch keine Einsicht in die von den Vereinen erhobenen Daten. Mit Blick auf den Tierschutz bei Taubenwettk\u00e4mpfen erscheinen dem Bundesrat der zwischen den Wettkampfveranstaltern, den kantonalen Vollzugsorganen und dem Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) gepflegte Informationsaustausch sowie gegebenenfalls vermehrte Kontrollen durch die Vollzugsbeh\u00f6rden als zielf\u00fchrend und weniger die statistische Erfassung der Taubenverluste.</p><p>2. Die gegen\u00fcber Brieftaubenwettfl\u00fcgen vorgebrachten Kritikpunkte sind bekannt. Das BLV und die kantonalen Beh\u00f6rden sind diesbez\u00fcglich sensibilisiert. Eine generelle \u00dcberanstrengung von Tauben bzw. eine Verletzung von Artikel\u00a026 Absatz\u00a01 Buchstabe\u00a0a des Tierschutzgesetzes (TSchG; SR 455) konnten die Beh\u00f6rden an Wettbewerben bisher nicht feststellen. Allerdings fehlte es an verl\u00e4sslichen und vollst\u00e4ndigen Informationen \u00fcber die Einhaltung der Tierschutzbestimmungen an Taubenwettk\u00e4mpfen. Das BLV hat deshalb im Jahr 2015 konkrete Schritte eingeleitet, um die Informationslage zu verbessern. Unter anderem haben verschiedene Treffen zwischen dem BLV, Vertretern des Schweizerischen Brieftaubensport-Verbands (SBV) und den kantonalen Vollzugsbeh\u00f6rden stattgefunden. Themenschwerpunkte bildeten u. a. die Transportbedingungen, die Flugdistanzen sowie die Tierhaltung. Damit sollen die Grundlagen f\u00fcr einen verbesserten Vollzug durch die Kantone sowie f\u00fcr die Ausarbeitung von Fachinformationen durch das BLV geschaffen werden.</p><p>3. Es kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden, dass die Verluste vorwiegend auf Greifv\u00f6gel-Angriffe zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Es konnte jedoch beobachtet werden, dass Greifv\u00f6gel Tauben verletzt oder durch ihre Angriffe Panik vor allem unter den Jungtauben ausgel\u00f6st haben. Die Panik wiederum kann dazu f\u00fchren, dass die Tauben die Orientierung verlieren und nicht mehr zur\u00fcckkehren.</p><p>4. Es liegen keine gesicherten Daten vor, in welchem Ausmass die genannten Faktoren (Krankheiten wegen schlechter Haltungsbedingungen, Transportbelastung, Anl\u00e4sse bei schlechter Witterung, Flugdistanzen) einen Einfluss auf die Tierverluste haben. Wie vorangehend ausgef\u00fchrt (vgl. Antwort auf Frage 2), arbeiten das BLV und die kantonalen Vollzugsbeh\u00f6rden zurzeit gemeinsam daran, entsprechende Informationen zusammenzutragen.</p><p>5. Der Vollzug der Tierschutzgesetzgebung obliegt den kantonalen Beh\u00f6rden. Sie sind daher auch f\u00fcr die \u00dcberpr\u00fcfung der Tierschutzkonformit\u00e4t von Taubenwettfl\u00fcgen zust\u00e4ndig. Das BLV unterst\u00fctzt die Kantone jedoch bei der Beschaffung der n\u00f6tigen Fakten, koordiniert die Zusammenarbeit mit den massgeblichen Akteuren (insb. SBV) und erarbeitet, soweit erforderlich, Fachinformationen (vgl. Antwort auf Frage 2).</p><p>6. Auf der Basis der vorhandenen Informationen liesse sich ein tempor\u00e4res Verbot f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von l\u00e4ngeren Wettfl\u00fcgen nicht rechtfertigen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1494979200000)\/","SubmittedBy":"Schelbert Louis","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1497571200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690520023197)\/","SubmissionDate":"\/Date(1489449600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5007,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt"}}