{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173140,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20173140,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.3140","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Digitalisierung im Bauwesen. Wo steht die Schweiz?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Digitalisierung durchdr\u00e4ngt alle Branchen, so auch die Bauwirtschaft. Die klassische 2D-Planung wird aufgrund des technologischen Wandels durch die Planung in 3D ersetzt. Das sogenannte Building Information Modeling (BIM, deutsch: Geb\u00e4udedatenmodellierung) ist dabei der zentrale Baustein auf dem Weg hin zum digitalisierten Bauen. Die Vorteile dieser Technologie sind vielseitig und erm\u00f6glichen grosse Effizienzgewinne, bessere Datenqualit\u00e4t sowie auch eine h\u00f6here Energieeffizienz der Geb\u00e4ude. Davon kann nicht nur die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette, sondern auch die CO2-Bilanz der Schweiz profitieren. Ein Blick in das benachbarte Ausland zeigt, dass das Potenzial des digitalisierten Bauens sehr hoch eingesch\u00e4tzt wird. So wird z. B. in Frankreich die Planung mit BIM bei \u00f6ffentlichen Bauten ab 2 Millionen Franken obligatorisch. In der Schweiz hingegen sucht man im Rahmen der Strategie Digitale Schweiz des Bundesrates vergeblich nach Hinweisen zum digitalen Bauen. Der Bundesrat wird darum gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass digitales Bauen f\u00fcr den \u00f6ffentlichen und privaten Sektor enormes Potenzial besitzt und darum im Rahmen der Strategie Digitale Schweiz ber\u00fccksichtigt werden sollte? Welche Kriterien m\u00fcssten daf\u00fcr erf\u00fcllt werden?</p><p>2. Wieweit wird im \u00f6ffentlichen Beschaffungswesen bereits auf BIM-Standards gesetzt?</p><p>3. Wie will er die Gefahr minimieren, dass die bereits bestehenden kantonalen Unterschiede in der Baubranche z. B. betreffend Baubegriffe beim digitalen Bauen ein Hindernis f\u00fcr eine rasche technologische Entwicklung und den fl\u00e4chendeckenden Einsatz darstellen?</p><p>4. Welche notwendigen Voraussetzungen m\u00fcssen im Bereich der Bildung, des Beschaffungswesens oder der Energie- und Umweltpolitik geschaffen werden, damit die Digitalisierung der Baubranche vorangetrieben werden kann?</p><p>5. Wie beurteilt er eine Planung auf Basis BIM f\u00fcr den Betrieb (Logistik/Unterhalt)?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. In der Strategie Digitale Schweiz werden die Leitlinien f\u00fcr die \u00fcbergeordnete Digitalpolitik des Bundes vorgegeben: Sie ist eine Dachstrategie und kein Instrument zur F\u00f6rderung spezifischer Technologien. Deshalb erw\u00e4hnt die Strategie Technologien wie das vom Interpellanten angesprochene Building Information Modeling nicht.</p><p>Um die digitale Transformation im Planungs-, Bau- und Immobilienwesen zu koordinieren und voranzutreiben, arbeitet der Bund - vertreten durch die Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der \u00f6ffentlichen Bauherren - mit der Bauwirtschaft und den privaten professionellen Bauherrschaften zusammen. Bezogen auf den Lebenszyklus von Immobilien scheint das Wertsch\u00f6pfungspotenzial von BIM beachtlich, auch wenn entsprechende Analysen von ausgef\u00fchrten Projekten in der Schweiz oder vergleichbaren Projekten aus dem Ausland noch nicht vorliegen.</p><p>2. Der Begriff BIM-Standards wird sowohl im technischen wie auch im umgangssprachlichen Sinn von Planungs- und Bauprozessen verwendet. Diese Mehrdeutigkeit ist bezeichnend f\u00fcr den Themenbereich BIM, der sich in Entwicklung befindet. BIM-Standards im technischen Sinn bestehen und werden angewandt. Im \u00dcbrigen wird projektbezogen die Anwendung der bestm\u00f6glichen verf\u00fcgbaren L\u00f6sung angestrebt. </p><p>Im \u00f6ffentlichen Beschaffungswesen finden BIM-Standards also - sofern verf\u00fcgbar, zweckm\u00e4ssig und zielf\u00fchrend - Anwendung bzw. werden im Rahmen von konkreten Projekten entwickelt.</p><p>3. Das Baurecht ist in der Schweiz kantonal geregelt. Die Interkantonale Vereinbarung vom 22. September 2005 \u00fcber die Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB) vereinheitlicht die wichtigsten Baubegriffe, damit in allen Kantonen die entsprechenden Begriffe gleich verstanden werden. Die Vereinbarung ist in 16 Kantonen in Kraft. Weitere Kantone bereiten den Beitritt vor. Diese Entwicklung ist auch angesichts der Option von digitalen Baueingaben sehr erfreulich.</p><p>Das digitale Bauen/BIM an sich ist von diesem Problemkreis wenig betroffen, da Unterschiede in der projektbezogenen Planungs- und Bauterminologie rasch bereinigt werden k\u00f6nnen.</p><p>4. Bildung</p><p>Im Bereich der Bildung zeichnet sich die Berufsbildung in der Schweiz besonders durch den direkten Bezug zur Arbeitswelt aus. Alle Berufsbilder werden laufend \u00fcberpr\u00fcft und an die Bed\u00fcrfnisse des Arbeitsmarktes angepasst. Zudem erarbeiten Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt 2017 in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten der Wissenschaft eine Grundlage f\u00fcr die strategische Weiterentwicklung der Berufsbildung, in welcher auch die Herausforderungen durch die Digitalisierung aufgegriffen werden.</p><p>Die Entwicklung und Gestaltung von neuen Aus- und Weiterbildungsangeboten im Hochschulbereich liegt in der Autonomie der einzelnen Hochschulen. Sie k\u00f6nnen den Bedarf sowie die inhaltliche und praktische Relevanz von neuen Aus- und Weiterbildungsg\u00e4ngen am besten beurteilen und ihr Angebot entsprechend ausrichten.</p><p>Beschaffungswesen</p><p>Das Beschaffungsrecht des Bundes bietet in der Ausgestaltung der Vergabeverfahren und in der operativen Umsetzung weitgehende Handlungs- und Gestaltungsfreiheiten. So bestehen bereits heute die Voraussetzungen, um die Anliegen des Interpellanten in den \u00f6ffentlichen Beschaffungsverfahren ber\u00fccksichtigen zu k\u00f6nnen.</p><p>Energie- und Umweltpolitik</p><p>Wichtigstes Element ist die Absch\u00e4tzung energetischer und \u00f6kologischer Auswirkungen eines zuk\u00fcnftigen Bauwerks entlang seiner gesamten Nutzungsdauer bereits in der Planungsphase. Die dazu erforderlichen \u00f6kologischen Hintergrunddaten stehen in digitaler Form (Datenbanken) zur Verf\u00fcgung und k\u00f6nnen in die sich entwickelnden Plattformen des BIM direkt eingebunden werden.</p><p>5. BIM erlaubt es den Beteiligten, bereits w\u00e4hrend des Planungs- und Bauprozesses die Bed\u00fcrfnisse des Betriebs abzubilden und zu optimieren. Diese M\u00f6glichkeit stellt einen der wesentlichen Vorteile des digitalen Bauens/BIM gegen\u00fcber den konventionellen Prozessen dar.</p><p>Das Planen des Betriebs der Liegenschaften auf der Grundlage von BIM-Datenmodellen steht jedoch sowohl im In- wie auch im Ausland erst am Anfang: Aus- und Weiterbildung der involvierten Personen sowie der Aufbau von entsprechender Hard- und Softwareinfrastruktur sind die grossen Herausforderungen, die im Anschluss an die mit BIM realisierten Bauprojekte in Angriff genommen werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1494979200000)\/","SubmittedBy":"Dobler Marcel","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1497571200000)\/","ResponsibleDepartment":7,"ResponsibleDepartmentName":"Finanzdepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EFD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|15|34|2846","Category":null,"Modified":"\/Date(1690519234170)\/","SubmissionDate":"\/Date(1489536000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5007,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Wirtschaft|Medien und Kommunikation|Raumplanung und Wohnungswesen"}}