{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173159,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20173159,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.3159","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Gesamtarbeitsvertrag f\u00fcr die Waldwirtschaft. Zw\u00e4ngerei oder begr\u00fcndetes Anliegen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die nationalen Dachverb\u00e4nde f\u00fchren Gespr\u00e4che \u00fcber einen Gesamtarbeitsvertrag f\u00fcr die Waldwirtschaft. Ein solcher h\u00e4tte direkte negative Konsequenzen auf die in der Waldpolitik 2020 formulierten Zielsetzungen bez\u00fcglich Wirtschaftlichkeit und Nutzung des einheimischen Holzpotenzials. Die Personalverb\u00e4nde streben dabei einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) an, der f\u00fcr die gesamte Schweiz gelten soll. In ihrer Argumentation f\u00fchren sie u. a. den Konkurrenzdruck durch ausl\u00e4ndische Arbeitskr\u00e4fte, vermeintlichen Fachkr\u00e4ftemangel sowie vergleichsweise schlechtere Anstellungsbedingungen an. Der Bundesrat wird gebeten, in Zusammenhang mit der Diskussion um einen GAV Wald folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie gross ist der Anteil ausl\u00e4ndischer Arbeitsleistung in der Schweizer Waldwirtschaft (nur forstliche Arbeiten) bezogen auf die Anzahl Vollzeitstellen sowie auf das geerntete Volumen (in Festmetern) bzw. auf den Umsatz der forstlichen Arbeiten?</p><p>2. Wie gross ist der tats\u00e4chliche Fachkr\u00e4ftemangel, wenn das Ziel Nr. 6 der Strategischen Stossrichtung 3.6 aus der Waldpolitik 2020 des Bundesrates tats\u00e4chlich umgesetzt ist?</p><p>3. Wie verh\u00e4lt sich das durchschnittliche Lohnniveau der Waldwirtschaft im Vergleich zu vergleichbaren Berufen mit \u00e4hnlichen Anforderungen (eine \u00dcbersicht ist erw\u00fcnscht) bzw. zu Berufen, in die ein Drift aus der Waldwirtschaft stattfindet?</p><p>4. Wie stehen die Sozialleistungen (Arbeitszeit, Ferien, \u00dcberzeit, Rente, Pensionierungsalter) der Waldberufe im Vergleich zu anderen \u00e4hnlichen Berufsfeldern?</p><p>5. Wie gross ist die tats\u00e4chliche Mobilit\u00e4t (Austritt aus der Branche) der Fachkr\u00e4fte aus der Waldwirtschaft in andere Branchen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Frage, ob in einer Branche ein Gesamtarbeitsvertrag abgeschlossen werden soll oder nicht, liegt in der Vertragsfreiheit der Sozialpartner. Es ist nicht die Rolle des Bundesrates, sich zu dieser Frage zu \u00e4ussern.</p><p>1. Der Anteil der ausl\u00e4ndischen F\u00f6rsterinnen und F\u00f6rster in der Schweizer Waldwirtschaft betrug gem\u00e4ss der Strukturerhebung des Bundesamtes f\u00fcr Statistik im Zeitraum zwischen 2010 und 2014 durchschnittlich 3,2 Prozent, bei den Forstwarten und Waldarbeitenden lag dieser Anteil bei 6,5 Prozent. Damit lag der Anteil ausl\u00e4ndischer Erwerbst\u00e4tiger bei den forstwirtschaftlichen Berufen deutlich unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Ausl\u00e4ndische Forstarbeitende, die in ausl\u00e4ndischen Forstunternehmen angestellt sind und in der Schweiz im Auftragsverh\u00e4ltnis Arbeiten ausf\u00fchren, sind hingegen nicht erfasst. Diesbez\u00fcglich und in Bezug auf das geerntete Volumen bzw. auf den Umsatz hat die Bundesverwaltung keine Kenntnis von Statistiken oder Studien, die belastbare quantitative Angaben erm\u00f6glichen.</p><p>2. Fachkr\u00e4ftemangel kann nicht exakt quantifiziert werden. Der Bund hat im vergangenen Jahr ein aktualisiertes Indikatorensystem zur Bestimmung von Fachkr\u00e4ftebedarf in 380 Berufen vorgelegt. Das Indikatorensystem bildet strukturelle Elemente und langfristige Entwicklungen ab, die \u00fcber mehrere Jahre ihre G\u00fcltigkeit behalten. Hingegen eignet es sich nicht als Prognoseinstrument. Gest\u00fctzt auf das erw\u00e4hnte Indikatorensystem des Bundes bestehen bei den F\u00f6rsterinnen und F\u00f6rstern Anzeichen f\u00fcr einen leicht erh\u00f6hten Fachkr\u00e4ftebedarf im gesamtwirtschaftlichen Vergleich. Bei den Forstwarten und Waldarbeitenden hingegen zeigen die Indikatoren keinen Fachkr\u00e4ftemangel an.</p><p>Eine Umfrage der Codoc (Koordination und Dokumentation Bildung Wald, Fachstelle der Schweizerischen Eidgenossenschaft) zeigte 2015 auf, dass infolge der teilweise ung\u00fcnstigen demografischen Entwicklung im operativen Bereich der Waldbewirtschaftung (z. B. absehbare Pensionierungen bei den Revier- und Betriebsf\u00f6rstern) ohne Massnahmen mittelfristig ein Mangel an Fachkr\u00e4ften drohen k\u00f6nnte. Bereits 2013 haben das Bundesamt f\u00fcr Umwelt, die Konferenz der Kantonsf\u00f6rster sowie die zentralen Branchenakteure die Bildungsstrategie Wald Schweiz erarbeitet. Diese beinhaltet auch Massnahmen, um einen quantitativ und qualitativ ausreichenden Nachwuchs an Fachkr\u00e4ften zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Waldbewirtschaftung sicherzustellen. Vor dem Hintergrund eines sich abzeichnenden strukturellen Bereinigungsprozesses (z. B. Optimierung der Bewirtschaftungsstrukturen) sollte durch die Umsetzung dieser und weiterer Massnahmen der drohende Mangel an Fachkr\u00e4ften auf ein ertr\u00e4gliches Mass reduziert werden k\u00f6nnen.</p><p>3. Ein solcher Vergleich ist anhand der heute zur Verf\u00fcgung stehenden Daten nicht m\u00f6glich. Die umfassendste statistische Quelle zu Schweizer L\u00f6hnen ist die schweizerische Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes f\u00fcr Statistik. Diese erhebt jedoch weder in der Forstwirtschaft noch in der Landwirtschaft Lohndaten. Somit liegen auf nationaler Ebene f\u00fcr diese beiden Branchen keine gesicherten Daten vor.</p><p>Anhaltspunkte zu den Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Forstwirtschaft liefern heute alleine kantonale oder regionale Lohnempfehlungen von einzelnen privaten Branchen- oder Berufsverb\u00e4nden. In zwei Kantonen (Freiburg, Tessin) sind zudem bestehende Gesamtarbeitsvertr\u00e4ge in der Forstwirtschaft allgemeinverbindlich erkl\u00e4rt. Die darin enthaltenen Lohn- und Arbeitsbedingungen sind als Mindeststandards zu verstehen und widerspiegeln somit nicht die effektiven Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Branche.</p><p>4. Analog zu den L\u00f6hnen (siehe Antwort zu Frage 3) ist ein Vergleich der \u00fcbrigen Arbeitsbedingungen in der Forstwirtschaft mit den Bedingungen in \u00e4hnlichen Berufsfeldern schwierig. Die erw\u00e4hnten Bestimmungen zur Arbeitszeit, zu Ferien oder \u00dcberzeit sind Gegenstand der jeweiligen Einzelarbeitsvertr\u00e4ge und fallen somit sehr unterschiedlich aus. Auf nationaler Ebene liegen diesbez\u00fcglich keine konsolidierten Daten vor.</p><p>5. Gem\u00e4ss Indikatorensystem ist die Berufsmobilit\u00e4t (Austritte aus dem Beruf) bei den forstwirtschaftlichen Berufen im Vergleich zu anderen Berufsgruppen vergleichsweise gross. Nur etwa ein Drittel der Personen, die ihre Berufsbildung in einem forstwirtschaftlichen Beruf oder einem Jagd- oder Fischereiberuf absolvierten, ist aktuell noch in einem dieser Berufe t\u00e4tig. Rund 9 Prozent wechselten in einen landwirtschaftlichen Beruf, und die restlichen rund 57 Prozent verteilen sich auf andere Berufsfelder oder sind erwerbslos oder nicht mehr erwerbsaktiv.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1494374400000)\/","SubmittedBy":"von Siebenthal Erich","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1497571200000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"44|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690518689100)\/","SubmissionDate":"\/Date(1489622400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5007,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Umwelt|Landwirtschaft"}}