{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173161,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20173161,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.3161","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Dominanz des Englischen in der Wissenschaft. Warum werden unsere Landessprachen vernachl\u00e4ssigt?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Immer h\u00e4ufiger stellt man fest, dass sich Englisch in der Wissenschaft zur dominierenden Sprache entwickelt. Es ist verst\u00e4ndlich, dass der Forschungsplatz Schweiz ein Gleichgewicht zwischen regionaler Verankerung und fortschreitender Internationalisierung finden muss. Beispiele aus der Praxis (beispielsweise nur in Englisch akzeptierte Gesuche; von Bundes\u00e4mtern eingesetzte und begleitete Arbeitsgruppen, die sich nicht in einer Landessprache austauschen) lassen nun aber aufhorchen.</p><p>Ich stelle deshalb dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Wie steht es in der Bundesverwaltung mit dem Gebrauch der englischen Sprache? In welchem Departement wird diese am meisten verwendet und bei welcher Gelegenheit?</p><p>2. Ist ihm bekannt, dass nationale, von Bundes\u00e4mtern eingesetzte und begleitete Arbeitsgruppen ihre Sitzungen ausschliesslich in Englisch statt in einer unserer Landessprachen durchf\u00fchren und entsprechend auch die schriftlichen Unterlagen und Dokumente in Englisch verfassen? Wenn ja, um welche Arbeitsgruppen handelt es sich? Wie stellt er sich zu dieser Praxis?</p><p>3. Wie stellt er sich zur Sprachenpolitik des Schweizerischen Nationalfonds (SNF; ver\u00f6ffentlicht am 18. Mai 2010, siehe <a href=\"http://www.snf.ch/SiteCollectionDocuments/Dossiers/dos_sprachenpolitik_snf_d.pdf\">http://www.snf.ch/SiteCollectionDocuments/Dossiers/dos_sprachenpolitik_snf_d.pdf</a>)?</p><p>4. Was h\u00e4lt er von der Marginalisierung unserer Landessprachen in der Wissenschaft, die durch die Sprachenpolitik des SNF nach Meinung vieler gef\u00f6rdert wird und inzwischen selbst F\u00e4cher wie die Landessprachen selber, die Landesgeschichte, die Volkskunde oder auch die Rechtswissenschaft erfasst hat, um nur einige Beispiele zu nennen? Weshalb m\u00fcssen Gesuche f\u00fcr in der Schweiz stattfindende Veranstaltungen in Englisch an den SNF gerichtet werden, um \u00fcberhaupt akzeptiert zu werden? Warum ist dies offenbar nicht in einer der Landessprachen m\u00f6glich?</p><p>5. Wie l\u00e4sst sich eine solche Praxis mit dem vorbildlichen Engagement der Parlamentsdienste zugunsten einer aktiven Nutzung unserer Landessprachen in Einklang bringen? Ihnen wurde bekanntlich im Januar 2017 das Label f\u00fcr Mehrsprachigkeit verliehen.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Mehrsprachigkeit ist ein wichtiges Identit\u00e4tsmerkmal der Schweiz und wird vom Bund aktiv gef\u00f6rdert. Gem\u00e4ss Sprachengesetz arbeiten und kommunizieren die Bundesbeh\u00f6rden grunds\u00e4tzlich in einer der Landessprachen (vgl. SpG, 2. Abschnitt; SR 441.1). Bez\u00fcglich der Einhaltung der Vorgaben des Sprachengesetzes durch Organisationen ausserhalb der Bundesverwaltung wird auf die Stellungnahme des Bundesrates zur Motion Reynard 15.3647 verwiesen. Was den in der Interpellation angesprochenen Schweizerischen Nationalfonds (SNF) anbelangt, so erachtet dieser die Mehrsprachigkeit als einen wichtigen Faktor f\u00fcr den hiesigen Forschungsplatz sowie f\u00fcr die Vielfalt und Qualit\u00e4t der Wissenskultur in der Schweiz. Gleichzeitig bedarf es hier auch einer gewissen Flexibilit\u00e4t in der Verwendung der englischen Sprache, vor allem wenn es um die Expertisierung geht.</p><p>Vor diesem Hintergrund lassen sich die Fragen wie folgt beantworten:</p><p>1./2. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht m\u00f6glich, diese Fragen abschliessend zu beantworten. Ausserhalb der Geltungsbereiche des Sprachengesetzes und der Sprachenverordnung (SpV; SR 441.11) liegt es im Ermessen der \u00c4mter, in welcher Sprache Arbeitssitzungen (je nach Zusammensetzung der Gruppe und je nach Thematik) in der Praxis vorbereitet und abgehalten werden, sofern dabei die Mehrsprachigkeitsweisungen des Bundesrates vom 27. August 2014 befolgt werden. Die Verwendung des Englischen als Arbeitssprache ist dabei nicht explizit geregelt, sollte sich jedoch (in Analogie zu Art. 5 SpV) auf die externe Kommunikation vorwiegend im internationalen Bereich beschr\u00e4nken und dort zur Anwendung kommen, wo externe oder auch internationale Mitglieder von Arbeitsgruppen nicht \u00fcber ausreichende Kenntnisse in den Landessprachen verf\u00fcgen.</p><p>3. Der Forschungsplatz Schweiz muss ein Gleichgewicht zwischen regionaler Verankerung und fortschreitender Internationalisierung finden. Dabei steht der SNF als Garant f\u00fcr die Qualit\u00e4t und Vielfalt der Forschungsmethoden und die Vergleichbarkeit zwischen den Forschungsprojekten, unabh\u00e4ngig von Sprache und geografischer Region. Bez\u00fcglich Forschungsf\u00f6rderung durch den SNF unterscheidet der Bundesrat grunds\u00e4tzlich zwischen den Anforderungen der Gesuchseinreichung und der effektiven Forschungsarbeit, der Publikation der Ergebnisse sowie der Kommunikation des SNF mit der Forschungsgemeinschaft und der \u00d6ffentlichkeit. Der SNF legt in seinem Grundsatzdokument \"Sprachenpolitik des SNF\" vom 18. Mai 2010 (Website des SNF &gt; Positionen &gt; Sprachenpolitk) dar, wie er seinen Sprachgebrauch f\u00fcr die Gesamtheit seiner T\u00e4tigkeiten ausrichtet. Leitende Grundprinzipien sind die Mehrsprachigkeit als komparativer Vorteil f\u00fcr den Forschungsplatz Schweiz, die Flexibilit\u00e4t bei der Anwendung der Sprachen sowie die Notwendigkeit des Englischen im Hinblick auf die Expertisierung und internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Forschung. Die institutionelle \u00d6ffentlichkeitsarbeit des SNF erfolgt konsequent mehrsprachig.</p><p>4. Der SNF ist einer mehrsprachigen Wissenschaftskultur verpflichtet. Forschende aus den in der Interpellation aufgef\u00fchrten F\u00e4chern (Geschichte, Volkskunde, Rechtswissenschaften) wie auch aus anderen sozial- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen k\u00f6nnen ihre Gesuche in den Amtssprachen einreichen. Diese Regelung gilt auch f\u00fcr Gesuche um Beitr\u00e4ge an wissenschaftliche Veranstaltungen. Der SNF holt f\u00fcr die wissenschaftliche Beurteilung der Gesuche schriftliche Gutachten von externen Expertinnen und Experten ein. F\u00fcr die Pr\u00fcfung durch international zusammengesetzte Expertengruppen ist es erforderlich, dass der wissenschaftliche Teil der Gesuche in englischer Sprache abgefasst ist, namentlich in den Bereichen Naturwissenschaften, Medizin, Psychologie, Wirtschafts- und Politikwissenschaften. Es besteht die M\u00f6glichkeit, dem in einer Amtssprache abgefassten Gesuch eine englische \u00dcbersetzung des Forschungsplans beizulegen.</p><p>5. Das Forum f\u00fcr Zweisprachigkeit hat die Parlamentsdienste wie auch schon das Bundesamt f\u00fcr Justiz 2016 im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens evaluiert. Dabei standen die folgenden vier Aspekte im Vordergrund: Visibilit\u00e4t und Kommunikation gegen aussen; Sprachkenntnisse der Mitarbeitenden und Vertretung der Sprachgemeinschaften gem\u00e4ss Sprachenverordnung; Qualit\u00e4t der Kommunikation innerhalb der Institution sowie die Gesamtbeurteilung der Mehrsprachigkeit innerhalb der Dienste. Weiteren bundesinternen und -externen Organisationen steht es frei, ein entsprechendes Zertifizierungsverfahren f\u00fcr die Erlangung des \"Labels Mehrsprachigkeit\" einzuleiten.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1494374400000)\/","SubmittedBy":"Eder Joachim","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1497398400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1690518665370)\/","SubmissionDate":"\/Date(1489622400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5007,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Kultur"}}