{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173212,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20173212,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.3212","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Klimawandel und Extremhochwasser. Ber\u00fccksichtigung beim verz\u00f6gerten Projekt Exar","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Jahre 2014, 2015 und 2016 haben immer neue globale Hitzerekorde aufgestellt und waren jeweils die heissesten Jahre seit Messbeginn. Der fortschreitende Klimawandel f\u00fchrt aber nicht nur zur Erderw\u00e4rmung, sondern auch zu viel mehr Extremwetterszenarien und kann damit u. a. auch zu extremen Hochwassern f\u00fchren. 2013 k\u00fcndigte das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (Bafu) an, die Szenarien f\u00fcr extreme Hochwasserereignisse sollten bis 2016 vorliegen (Projekt Exar = Gefahrengrundlagen f\u00fcr Extremhochwasser an Aare und Rhein). Heute liest man allerdings auf der Website des Bafu, dass erst bis 2018 harmonisierte Gefahrenszenarien ausgearbeitet sein sollen, nochmals sp\u00e4ter erfolgt dann eine Neubeurteilung der Risiken f\u00fcr Bauten und Anlagen in den betroffenen Gebieten.</p><p>1. Warum hat sich das Projekt Exar gegen\u00fcber den urspr\u00fcnglichen Ank\u00fcndigungen so stark verz\u00f6gert?</p><p>2. Wann sind gem\u00e4ss aktuellstem Projektstand die harmonisierten Gefahrenszenarien ausgearbeitet? Werden diese ver\u00f6ffentlicht?</p><p>3. Wann werden die definitiven Schlussberichte des Projektes Exar inklusive Neubeurteilung aller Risiken erwartet? Werden diese ver\u00f6ffentlicht?</p><p>4. Ist in der Projektgestaltung von Exar ber\u00fccksichtigt, dass mit dem fortschreitenden Klimawandel die Wahrscheinlichkeit von Extremhochwassern deutlich steigt?</p><p>5. Welche konkreten Folgen wird das Projekt Exar haben? Werden die Resultate f\u00fcr die Kantone m\u00f6glicherweise raumplanerische Anpassungen zur Folge haben? Welche Bewilligungen sensibler Infrastrukturen m\u00fcssten \u00fcberpr\u00fcft werden, wenn die Wahrscheinlichkeit extremer Hochwasser h\u00f6her als bisher eingesch\u00e4tzt w\u00fcrde? In welchem Zeitrahmen w\u00fcrde dies erfolgen? Welche Formen von Reaktionen sind allenfalls vonseiten des Bundesamtes f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz erforderlich?</p><p>6. Wie schnell kann die Umsetzung der jeweiligen Reaktionen (vgl. Antwort 5) je ungef\u00e4hr erfolgen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der urspr\u00fcngliche Terminplan basierte auf den bisherigen Erfahrungen zur Absch\u00e4tzung von h\u00e4ufigen bis seltenen (d. h. Ereignisse, die ungef\u00e4hr alle 1000 Jahre einmal eintreten) Gefahrenszenarien. Im Laufe der Projektplanung stellte sich heraus, dass insbesondere f\u00fcr extrem seltene Extremhochwasser (Ereignisse, die seltener als einmal in 10 000 Jahren eintreten) eine Weiterentwicklung der bisher verwendeten Methoden sinnvoll ist. Eine neue wissenschaftlich fundierte Methodologie musste zuerst entwickelt werden. Dies erfolgte unter der Begleitung eines Beirates mit namhaften wissenschaftlichen Experten aus dem In- und Ausland. Zudem mussten Grundlagen zur Topografie, zu den m\u00f6glichen Extremniederschl\u00e4gen und zu den historischen Hochwassern im Voraus erarbeitet werden. Nun liegen die von den Experten validierte Methodologie und die weiteren erforderlichen Grundlagen vor. Die Berechnungen der Gefahrenszenarien werden im Fr\u00fchling 2017 gestartet.</p><p>2. Die harmonisierten Gefahrenszenarien f\u00fcr die Aare werden voraussichtlich bis Ende 2018 vorliegen. Sie werden ver\u00f6ffentlicht.</p><p>3. Das Projekt Exar umfasst die Erarbeitung der harmonisierten Gefahrengrundlagen. Die Beurteilung der Risiken f\u00fcr einzelne Infrastrukturen ist Sache der verschiedenen Verantwortungstr\u00e4ger und nicht Bestandteil des Projektes. Das Bundesamt f\u00fcr Umwelt informiert diese Verantwortungstr\u00e4ger regelm\u00e4ssig \u00fcber den Stand des Projektes Exar und wird ihnen die harmonisierten Gefahrengrundlagen mit dem dazugeh\u00f6rigen Bericht voraussichtlich bis Ende 2018 abgeben.</p><p>4. Die Gefahrenbeurteilung basiert auf Simulationen von sehr seltenen Niederschl\u00e4gen mit rekonstruierten Datenreihen von \u00fcber 300 000 Jahren. Bei dieser Rekonstruktion werden Klimamodelle angewendet. Zudem wird im Rahmen von Exar der Einfluss der prognostizierten k\u00fcnftigen Klimaver\u00e4nderungen (z. B. ver\u00e4nderte Wahrscheinlichkeit und Ausmasse von Hochwassern) bis Ende des Jahrhunderts auf die Extremszenarien untersucht und entsprechend ber\u00fccksichtigt.</p><p>Das Projekt Exar selbst leistet einen wesentlichen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel. Gem\u00e4ss Aktionsplan \"Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz\" m\u00fcssen Schutzbauten gegen Naturgefahren so gebaut werden, dass sie robust sind und bei h\u00f6heren Belastungen nicht kollabieren. Die Ergebnisse aus Exar k\u00f6nnen verwendet werden, um diese h\u00f6heren Belastungen durch Extremereignisse zu quantifizieren.</p><p>5./6. Das Projekt Exar wird zeigen, mit welchen \u00dcberflutungstiefen und Naturgefahrenprozessen bei Extremereignissen zu rechnen ist. Diese Erkenntnisse haben m\u00f6glicherweise raumplanerische Anpassungen zur Folge.</p><p>Ferner werden diese Angaben den Kantonen und Verantwortungstr\u00e4gern (z. B. Kernkraftwerkbetreibern) als Grundlage f\u00fcr ihre Risikobeurteilungen dienen und somit zur Ermittlung des Schutzbedarfes von kritischen Infrastrukturen wie z. B. Life-Lines (Verkehrsverbindungen, Stromleitungen usw.), Bahnh\u00f6fen, Rechenzentren, Kernkraftwerken usw. beitragen. Welche Schutzmassnahme sich am besten eignet und in welchem Zeitraum diese ergriffen werden muss, kann erst nach Vorliegen der Gefahrengrundlagen beurteilt werden. Den Entscheid \u00fcber die Art und den Zeitpunkt der Massnahmen treffen die Kantone und die Verantwortungstr\u00e4ger.</p><p>Das Bundesamt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz erwartet durch das Projekt Exar neue Erkenntnisse zur Gef\u00e4hrdungssituation von kritischen Infrastrukturen bei extremen Hochwasserereignissen. Es kann aber erst nach Vorliegen der Ergebnisse beurteilen, ob und welche Formen von Reaktionen allenfalls erforderlich sind. Allf\u00e4llige Massnahmen zur Reduktion des Hochwasserrisikos werden dabei in den Gesamtkontext einer integralen Risikobetrachtung gesetzt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1493164800000)\/","SubmittedBy":"Gl\u00e4ttli Balthasar","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1553212800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690518953257)\/","SubmissionDate":"\/Date(1489708800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5007,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt"}}