{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173552,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20173552,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.3552","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Elektroschock ist keine Therapie","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt zu pr\u00fcfen, welche M\u00f6glichkeiten bestehen, damit die sogenannte Elektrokonvulsionstherapie (fr\u00fcher Elektroschock genannt), welche nachweisbar bleibende Hirnsch\u00e4den verursacht, die von den Praktizierenden in keiner Weise voraussagbar sind, in der Schweiz m\u00f6glichst nicht mehr eingesetzt werden darf.</p>","ReasonText":"<p>Diese sogenannte Therapie stammt aus dem Altertum, wo auch Aderlass als eine \"etablierte\" L\u00f6sung galt. Die Elektrokrampftherapie ist jedoch keineswegs eine erfolgreiche L\u00f6sung, sondern sehr umstritten, und wissenschaftliche Nachweise \u00fcber jeglichen Erfolg fehlen. Ebenso fehlt jeglicher Nachweis, dass eine \"schwerste Depression\" etwas mit dem Hirn zu tun haben soll.</p><p>Aber es gibt fundierte Studien, die zeigen, dass mit einem Stromstoss dieser St\u00e4rke das Hirngewebe des Patienten irreversibel gesch\u00e4digt wird und er nach einer solchen \"Behandlung\" Desorientierung, Verwirrtheit, Stimmungsschwankungen und Verlust des Ged\u00e4chtnisses und der Entscheidungsfreiheit erf\u00e4hrt (vgl. Dr. P. Breggin \"Elektroschock ist keine Therapie\").</p><p>Dazu kommt, dass der Praktizierende keine Ahnung hat, was er genau mit dem hohen Strom zerst\u00f6ren wird, denn es ist v\u00f6llig dem Zufall \u00fcberlassen, welche Bahnen der Strom genau nimmt und welche Hirnzellenbereiche versengt werden. Klar ist nur, dass etwas f\u00fcr immer zerst\u00f6rt wird.</p><p>Nat\u00fcrlich soll der Praktizierende die Freiheit haben, eine ethische Therapie f\u00fcr die gestellte Diagnose zu w\u00e4hlen, sofern diese in \u00dcbereinstimmung mit den \u00e4rztlichen Grunds\u00e4tzen der Genfer Deklaration des Welt\u00e4rztebundes ist, welche eine zeitgem\u00e4sse Version des Eids des Hippokrates darstellt.</p><p>Ein wesentlicher Punkt dieser Deklaration heisst: \"Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein.\"</p><p>Eine Methode einzusetzen, bei der es sich im juristischen Sinne um eine vors\u00e4tzliche K\u00f6rperverletzung mit unbestimmbarem Ausgang handelt, widerspricht eindeutig diesem Grundsatz.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat hat zum Gegenstand dieses Postulates bereits letztes Jahr im Rahmen der Beantwortung der Interpellation 16.4041 Stellung genommen.</p><p>Bei der Elektrokrampftherapie oder Elektrokonvulsionstherapie (EKT) handelt es sich um eine international etablierte Therapieform, welche bei Patientinnen und Patienten mit schweren Depressionen eingesetzt wird. In Deutschland werden laut einer Publikation aus dem Jahr 2013 rund 4000 Personen j\u00e4hrlich mit EKT behandelt; in der Schweiz waren es in den Jahren 2011 und 2012 rund 100 Personen. Diese verteilen sich auf rund ein Dutzend Spit\u00e4ler; die meisten Behandlungen werden an der Psychiatrischen Universit\u00e4tsklinik Z\u00fcrich sowie an der Psychiatrischen Klinik K\u00f6nigsfelden durchgef\u00fchrt.</p><p>Die in der Begr\u00fcndung des Postulates formulierte Einsch\u00e4tzung zu den Risiken und Auswirkungen wird durch anerkannte medizinische Institutionen sowie wissenschaftliche Publikationen nicht gest\u00fctzt. So gibt es keinerlei Hinweise auf eine irreversible Sch\u00e4digung oder ein \"Versengen\" von Hirnzellen (<a href=\"https://www.dgppn.de/_Resources/Persistent/ee634bcd0d5f404d6eb5817a7a69902f8254060a/2017-01-05_EKT_Broschuere.pdf\">https://www.dgppn.de/_Resources/Persistent/ee634bcd0d5f404d6eb5817a7a69902f8254060a/2017-01-05_EKT_Broschuere.pdf</a> ; <a href=\"https://www.dgppn.de/_Resources/Persistent/d689bf8322a5bf507bcc546eb9d61ca566527f2f/S3-NVL_depression-2aufl-vers5-lang.pdf\">https://www.dgppn.de/_Resources/Persistent/d689bf8322a5bf507bcc546eb9d61ca566527f2f/S3-NVL_depression-2aufl-vers5-lang.pdf</a>; S. 120-123).</p><p>Das heisst nat\u00fcrlich nicht, dass die EKT keine Nebenwirkungen h\u00e4tte. Der Einsatz der EKT erfolgt daher nach strenger Indikationsstellung und unter Abw\u00e4gung des Nutzens und der Risiken f\u00fcr die Patientin oder den Patienten. Zudem kommt die EKT bei F\u00e4llen schwerer Depressionen mit zus\u00e4tzlichen Komplikationen erst zum Einsatz, wenn eine Behandlung mit Medikamenten keinen Erfolg zeigt (sogenannte \"therapieresistente Depression\").</p><p>Der Bundesrat sieht keinen Handlungsbedarf im Hinblick auf ein Verbot der EKT. Selbst wenn ein solcher Handlungsbedarf vorliegen w\u00fcrde, k\u00f6nnten der Bundesrat und die Bundes\u00e4mter hier kein Verbot aussprechen. In seiner Antwort auf die Interpellation 16.4041 hatte der Bundesrat bereits aufgezeigt, dass es sich bei der EKT um eine Therapieform handelt, die aufsichtsrechtlich keiner Bewilligungspflicht unterliegt. Zudem liegt die Verantwortung f\u00fcr die \u00dcberwachung der \u00c4rzteschaft bei den Kantonen. Die dort zust\u00e4ndigen Stellen (Gesundheitsdirektionen, Kantons\u00e4rzte) w\u00e4ren entsprechend verantwortlich, \u00c4rztinnen oder \u00c4rzten die Bewilligung zur Berufsaus\u00fcbung zu entziehen oder andere rechtliche Schritte einzuleiten, sollten sie zu der Einsch\u00e4tzung gelangen, dass diese Patientinnen und Patienten gef\u00e4hrden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1504051200000)\/","SubmittedBy":"von Siebenthal Erich","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1561075200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"1216|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690519000103)\/","SubmissionDate":"\/Date(1497484800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5009,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Strafrecht|Gesundheit"}}