{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173558,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20173558,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.3558","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Biodiversant\u00e9. Biodiversit\u00e4tsschutz ist Gesundheitspolitik und soll gest\u00e4rkt werden","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich bitte um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Teilt der Bundesrat die Einsch\u00e4tzung von Dr. Daniel Koch, Leiter Abteilung \"\u00dcbertragbare Krankheiten\" im Bundesamt f\u00fcr Gesundheit, dass der R\u00fcckgang der Biodiversit\u00e4t ein Risiko f\u00fcr die Gesundheit darstellt bzw. dass die Biodiversit\u00e4t ein wichtiger Faktor zur F\u00f6rderung der Gesundheit ist?</p><p>2. Ist er auch der Meinung, dass die Biodiversit\u00e4t eine wichtige \"Grundlage von naturstoffbasierten Arzneimitteln f\u00fcr die biomedizinische Forschung\" (F. Petersen, Novartis) ist?</p><p>3. Ist er sich bewusst, dass der Verlust an Biodiversit\u00e4t, d. h. Verlust auch an genetischer Vielfalt, auf Kosten der Resistenz gegen Pathogene geht und aufgrund dieses offenkundigen Zusammenhangs zwischen Biodiversit\u00e4t und Gesundheit auch mit Blick auf das Projekt Star mit vermehrten Anstrengungen das Projekt Biodiversit\u00e4t zu verfolgen ist?</p><p>4. Welche Aktivit\u00e4ten sieht er vor, um den Zusammenhang zwischen Gesundheit von Mensch und Tier und Erhalt der Biodiversit\u00e4t besser zu erforschen und die Erkenntnisse zu verbreiten?</p><p>5. Ist die Gesundheitspolitik einer der Sektoren, f\u00fcr welche im Aktionsplan Biodiversit\u00e4t Massnahmen enthalten sind? Wenn ja, welches sind diese Massnahmen?</p>","ReasonText":"<p>In einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Biodiversit\u00e4tskonvention von 2015 wird der Zusammenhang zwischen der biologischen Vielfalt und der Gesundheit der Bev\u00f6lkerung ausgeleuchtet. Eine der wichtigsten Folgerungen besteht darin, dass der Kontakt mit der Natur und mit einer biodiversit\u00e4tsm\u00e4ssig vielf\u00e4ltigen Umwelt die mentale und physische Gesundheit f\u00f6rdern kann. In der Strategie Biodiversit\u00e4t des Bundesrates von 2012 ist die Gesundheitsf\u00f6rderung kein zentrales Thema, und es sind keine besonderen Ziele dazu festgelegt. Nachdem nun mit dem WHO-Bericht und weiteren Publikationen neue Erkenntnisse vorliegen, bietet die Erarbeitung des kommenden Aktionsplans Biodiversit\u00e4t die M\u00f6glichkeit, das Thema Biodiversit\u00e4t und Gesundheit aufzuarbeiten und dazu Massnahmen vorzusehen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Bundesrat h\u00e4lt in seinem Bericht \"Umwelt Schweiz 2015\" fest, dass der Verlust von Biodiversit\u00e4t auch deren Leistungen f\u00fcr den Menschen einschr\u00e4nken kann. Dies betrifft insbesondere Leistungen in den Bereichen Gesundheit und Wohlbefinden, wie z. B. die Sicherstellung sauberer Luft und sauberen Wassers, das Bereitstellen genetischer Ressourcen als Basis f\u00fcr die Produktion gesunder Nahrungsmittel und neuer Medikamente oder Erholungsleistungen durch Natur- und Kulturlandschaften. Auch die Strategie Biodiversit\u00e4t Schweiz des Bundesrates unterstreicht, dass die Biodiversit\u00e4t vielf\u00e4ltige Potenziale f\u00fcr die Gesundheitsvorsorge bietet.</p><p>2. Mit dem Erlass der Nagoya-Verordnung (SR 451.61) am 11. Dezember 2015 unterst\u00fctzt der Bundesrat die Forschungs- und Entwicklungst\u00e4tigkeit, die sich der genetischen oder biochemischen Zusammensetzung von Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismen widmet.</p><p>3. In der Strategie Biodiversit\u00e4t Schweiz wird ausgef\u00fchrt, dass eine hohe genetische Vielfalt es den Arten erm\u00f6glicht, sich besser an ver\u00e4nderte Umweltbedingungen anzupassen, z. B. an die Anwesenheit von Krankheitserregern. Besonders wertvoll ist die genetische Vielfalt bei Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Algen, Einzeller) und Organismen im Boden. Medikamente, beispielsweise die meisten Antibiotika, basieren auf der genetischen Vielfalt der Bodenlebewesen. Mit der nationalen Strategie Antibiotikaresistenzen (Star) wird die Zucht von gesunden, robusten und krankheitsresistenten Tieren unterst\u00fctzt und damit die genetische Vielfalt zwischen und innerhalb von Arten landwirtschaftlicher Nutztiere gef\u00f6rdert. So sind z. B. verschiedene Schafrassen aufgrund ihrer genetischen Diversit\u00e4t unterschiedlich anf\u00e4llig auf Erkrankungen (z. B. auf die Moderhinke).</p><p>4. In seinem Bericht Gesundheit 2020 anerkennt der Bundesrat die Umwelt als bestimmenden Faktor f\u00fcr den Gesundheitszustand der Menschen in unserem Land. Das Nationale Forschungsprogramm 72, \"Antimikrobielle Resistenzen\", geht Wissensl\u00fccken in diesem Bereich an. Im Rahmen von Star spielt auch die Biodiversit\u00e4t eine Rolle. Da die Gesundheit von Mensch und Tier sowie die Umwelt eng miteinander verbunden sind, wurde ein bereichs\u00fcbergreifendes und vernetztes Vorgehen nach dem One-Health-Ansatz etabliert. Weiter beschloss der Bundesrat am 21. Mai 2014 einen nationalen Massnahmenplan f\u00fcr die Gesundheit der Bienen, welcher sich u. a. auf die Forschung zur Bek\u00e4mpfung von Brut- und Honigbienenkrankheiten st\u00fctzt. Die Gesundheit von Bienen und anderen Best\u00e4ubern kommt schliesslich auch dem Menschen zugute.</p><p>5. Leistungen der Biodiversit\u00e4t dienen grunds\u00e4tzlich der Gesellschaft und Wirtschaft und somit auch der menschlichen Gesundheit. Massnahmen zum Erhalt und zur F\u00f6rderung der biologischen Vielfalt in der Schweiz n\u00fctzen direkt auch der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Schweizer Bev\u00f6lkerung. Zum einen sollen Massnahmen zum Erhalt der Vielfalt der Arten und der genetischen Vielfalt umgesetzt werden. Zum andern bietet die Natur gerade in den Siedlungsr\u00e4umen Raum f\u00fcr Erholung oder Naturerlebnisse oder hilft beispielsweise, das Mikroklima in St\u00e4dten zu regulieren, was sich wiederum positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen auswirken kann.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1504051200000)\/","SubmittedBy":"Heim Bea","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1506643200000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690519042590)\/","SubmissionDate":"\/Date(1497484800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5009,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Gesundheit"}}