{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173593,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20173593,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.3593","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Migration und Entwicklungshilfe. Kl\u00e4ren, wie beides st\u00e4rker verkn\u00fcpft werden kann","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Parlament hat die Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit 2017-2020 gutgeheissen und dabei gefordert, die Verkn\u00fcpfung zwischen Migration und Entwicklung sei zu verst\u00e4rken. Die Direktion f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) wirkt aktiv an der Umsetzung dieses Beschlusses mit, indem sie den Fokus auf die tieferen Migrationsursachen richtet.</p><p>Diese Ursachen sind bekanntlich vielf\u00e4ltiger Art: Armut, Perspektivlosigkeit, Instabilit\u00e4t und politische Willk\u00fcr, ethnische und religi\u00f6se Spannungen, Klimawandel, Anziehungskraft der westlichen Lebensart, Studienwunsch usw.</p><p>1. Stehen wirklich die Mittel zur Verf\u00fcgung, die n\u00f6tig sind, um alle diese Faktoren zu beeinflussen? Welches w\u00e4re die erforderliche kritische Masse?</p><p>Es besteht n\u00e4mlich das Risiko, dass der Deza eines Tages vorgeworfen wird, sie habe zu wenig unternommen, sie habe nicht genug Einfluss gehabt auf eine Wende beim Migrationsprozess. Es besteht die Gefahr, dass angesichts einer solchen Kritik die konkreten Projekte der Deza und die Anstrengungen, die sie unbestreitbarerweise unternimmt, vergessen gehen.</p><p>Es versteht sich von selbst, dass man mit begrenzten Mitteln keine Wunder vollbringen kann.</p><p>2. Inwieweit muss die Schweiz im \u00dcbrigen ihr Handeln in einen weiter gesteckten Rahmen einpassen:</p><p>- jenen der Vereinten Nationen, was das Risiko birgt, dass man ihr eine gewisse Ineffizienz vorwirft;</p><p>- jenen der Europ\u00e4ischen Union (EU), wo einige Mitgliedstaaten eine koloniale Vergangenheit haben, die nie richtig aufgearbeitet wurde?</p><p>In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Schweiz klar von der EU, die sich auf die Migrationsrouten und deren Kontrolle fokussiert und dabei die betroffenen Staaten manchmal nicht gen\u00fcgend einbezieht.</p><p>3. Wie beabsichtigt die Deza mit dem politischen Risiko umzugehen, dass wegen der divergierenden Antworten auf die Migrationsproblematik in den betroffenen L\u00e4ndern ein widerspr\u00fcchliches Bild der Schweiz entsteht?</p><p>Der Einflussm\u00f6glichkeiten und der Wirksamkeit halber beteiligt sich die Deza an den Anstrengungen, die die EU im Bereich Migration unternimmt, insbesondere mit einem Beitrag an den EU-Migrationsfonds, der am Gipfel von Valletta ins Leben gerufen wurde. Die Deza pr\u00fcft zurzeit die M\u00f6glichkeit von Umsetzungsprojekten f\u00fcr Mittel dieses Fonds.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Mit der strategischen Verkn\u00fcpfung der internationalen Zusammenarbeit (IZA) mit der Migrationspolitik ist auch ein Bestreben des Bundesrates nach mehr Politikkoh\u00e4renz, nach einem systemischen Ansatz im Umgang mit den Herausforderungen der Migration und der Wahrnehmung der wohlverstandenen Eigeninteressen der Schweiz verbunden. Dies ist eine Aufgabe nicht allein der Direktion f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza), sondern aller Schweizer Akteure. Die Schweiz arbeitet im Bereich Migration seit Jahren interdepartemental eng zusammen, um die verf\u00fcgbaren Mittel und Instrumente komplement\u00e4r und effizient einzusetzen. Die Wirksamkeit ist somit nicht nur eine Frage der eingesetzten finanziellen Mittel, sondern auch der Umsetzung der Programme sowie der Wahrnehmung von Opportunit\u00e4ten in der Migrationspolitik und der Zusammenarbeit mit den Herkunftsl\u00e4ndern.</p><p>Das EJPD und das EDA haben am 6. April 2017 eine Zusammenarbeitsvereinbarung im Migrationsbereich abgeschlossen. Die IZA-Akteure Deza, Seco, AMS werden in Abstimmung mit dem SEM innerhalb der interdepartementalen Struktur zur internationalen Migrationszusammenarbeit das Mandat des Parlamentes zur strategischen Verkn\u00fcpfung von internationaler Zusammenarbeit mit Migrationspolitik umsetzen. In einer gemeinsamen Analyse werden die Voraussetzungen f\u00fcr eine Verkn\u00fcpfung gepr\u00fcft. Ausschlaggebend ist insbesondere der effektive oder voraussichtliche Umfang der irregul\u00e4ren Zuwanderung in die Schweiz bzw. nach Europa.</p><p>Mit ihrem Mandat zur Verminderung der Armut und der globalen Risiken sowie mittels ihrer humanit\u00e4ren Hilfe arbeitet die Schweiz auch weiterhin stark an den Ursachen der Migration. Dazu geh\u00f6rt namentlich ihr starkes Engagement in fragilen Kontexten, in der Mediation, in der Bildung und in der Schaffung von Perspektiven zur Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt.</p><p>2. Die Schweiz will mit anderen L\u00e4ndern und internationalen Organisationen in der Migrationsfrage zusammenarbeiten und die gemeinsame Politik und Praxis mitgestalten. Die Chancen f\u00fcr nachhaltige Ergebnisse erh\u00f6hen sich dadurch. Die Schweiz wird im internationalen Dialog zu Migration und Entwicklung als kompetente Partnerin betrachtet und bringt ihre Vorschl\u00e4ge und Initiativen auf der Basis ihres konkreten Engagements in relevanten Kontexten ein (z. B. Sri Lanka, Nordafrika, Mittlerer Osten, Westafrika). Die Schweiz kann daher den Verkn\u00fcpfungsauftrag sowohl auf bilateraler als auch auf multilateraler Ebene konstruktiv einbringen. Aufgrund ihrer geografischen Lage und der Assoziierung an Schengen und Dublin pflegt die Schweiz im Migrationsbereich eine enge Zusammenarbeit mit der EU und ihren Mitgliedstaaten. Gleichzeitig nutzt die Schweiz regelm\u00e4ssig die verschiedenen Foren der EU im Migrationsbereich, um auf ihre positiven Erfahrungen in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitstaaten hinzuweisen.</p><p>3. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass in der Migrationspolitik nur ein partnerschaftlicher Ansatz erfolgversprechend ist. Deshalb f\u00fchrt die Schweiz einen engen Dialog mit den Partnerstaaten, um das Migrationsmanagement und die Situation vor Ort zu verbessern. F\u00fcr einen solchen Ansatz setzt sich die Schweiz auch im Rahmen des EU Emergency Trust Fund for Africa der Europ\u00e4ischen Union ein, an den das SEM einen Beitrag von 5 Millionen Franken geleistet hat. Die von der Schweiz entwickelten Projekte werden - gem\u00e4ss den Vorgaben der Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit 2017-2020 (BBl 2016 2333) - in enger Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren der Partnerl\u00e4nder erarbeitet und umgesetzt. Zudem wird jeweils auch die Integration in bestehende Programme gepr\u00fcft.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1504051200000)\/","SubmittedBy":"B\u00e9gl\u00e9 Claude","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1561075200000)\/","ResponsibleDepartment":3,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDA","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|2811","Category":null,"Modified":"\/Date(1690518291683)\/","SubmissionDate":"\/Date(1497571200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5009,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Migration"}}