{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173640,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20173640,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.3640","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Papierloser Ratsbetrieb","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das B\u00fcro wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie viel Papier wird heute pro Jahr f\u00fcr den Ratsbetrieb ben\u00f6tigt?</p><p>2. Wie viel Papier \"verbraucht\" heute ein Ratsmitglied pro Jahr?</p><p>3. Was kostet der Papierverbrauch pro Jahr (Materialverbrauch, Personen, die mit Kopieren besch\u00e4ftigt sind, Versand usw.)?</p><p>4. Was bedeutet der heutige Papierverbrauch aus \u00f6kologischer Sicht?</p><p>5. Kann sich das B\u00fcro vorstellen, dass der Ratsbetrieb nur noch digitalisiert bzw. papierlos erfolgt?</p><p>6. Was w\u00e4ren die Auswirkungen einer reinen Digitalisierung auf die Kosten und die \u00d6kologie?</p><p>7. In verschiedenen Schweizer Kantonsparlamenten laufen bereits Digitalisierungsprojekte oder sind sogar schon umgesetzt. Welche Schl\u00fcsse zieht das B\u00fcro aus diesen Projekten?</p>","ReasonText":"<p>Jedes Mitglied des Parlamentes erh\u00e4lt heute von den Parlamentsdiensten eine grosse Menge an Papier. Es ist davon auszugehen, dass es sich um mehrere Hundert Kilogramm pro Jahr handelt. Der Parlamentsbetrieb ist digital sehr gut organisiert. Das heisst, dass eigentlich heute schon fast alle Dokumente elektronisch eingesehen werden k\u00f6nnen. Ich selber ben\u00f6tige Papier f\u00fcr den Parlamentsbetrieb nur noch in Ausnahmef\u00e4llen: \"Fahnen\" f\u00fcr die Ratsdebatte in physischer Form k\u00f6nnen wirklich praktisch sein, und auch in den Kommissionen ist man manchmal froh, ein Dokument in Papierform vor sich zu haben. Alle anderen Dokumente in Papierform werden von mir entsorgt, ohne dass ich sie lese. Ich bevorzuge die digitale Form. Auch andere Ratsmitglieder handhaben dies \u00e4hnlich. Weil dies aus Kosten- und Umweltschutzgr\u00fcnden nicht zu rechtfertigen ist, bitte ich das B\u00fcro, zu dieser Frage Stellung zu beziehen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. 2016 lag der Gesamtverbrauch f\u00fcr Parlament und Parlamentsdienste bei insgesamt etwa 10 Millionen Blatt Papier, welche entweder verschickt oder in den Ratss\u00e4len verteilt wurden. Darin eingeschlossen sind die Reprozentrale sowie die Multifunktionsger\u00e4te. Eine Aufteilung zwischen Rats- und Kommissionsunterlagen kann nicht gemacht werden.</p><p>2017 bel\u00e4uft sich der Verbrauch per Ende September auf 5,6 Millionen Blatt. Linear auf das ganze Jahr hochgerechnet kommt man auf einen Verbrauch von 7,4 Millionen Blatt.</p><p>2. Eine Unterscheidung zwischen den 246 Ratsmitgliedern, den 300 Mitarbeitenden der Parlamentsdienste sowie den rund 60 Mitarbeitenden der Fraktionssekretariate ist nicht m\u00f6glich. Bei 600 \"Verbraucherinnen und Verbrauchern\" kommt man 2016 auf einen Pro-Kopf-Verbrauch von knapp 17 000 (2017 extrapoliert: 13 000) Blatt Papier; dies entspricht rund 85 Kilogramm pro Jahr (2017 extrapoliert 65 Kilogramm).</p><p>Per Ende September 2017 verzichten sechs Ratsmitglieder auf die Zustellung der Unterlagen in Papierform.</p><p>3. Im Moment liegt der Aufwand f\u00fcr den Papierverbrauch pro Ratsmitglied bei durchschnittlich rund 5000 Franken pro Jahr. Darin eingerechnet sind die Kosten der Reprozentrale des Bundesamtes f\u00fcr Bauten und Logistik und die Posttaxen.</p><p>Nicht enthalten sind die Aufw\u00e4nde der Mitarbeitenden der Parlamentsdienste f\u00fcr die Vorbereitung der Vers\u00e4nde sowie das Verteilen der Unterlagen.</p><p>4. Die Herstellung von Papier ben\u00f6tigt viel Energie und Rohstoffe. Ein Kilogramm Papier braucht ungef\u00e4hr 2,2 Kilogramm Holz. F\u00fcr die Produktion eines A4-Blattes werden 0,2 Megajoule Energie ben\u00f6tigt. Das entspricht dem Verbrauch einer Gl\u00fchbirne, welche w\u00e4hrend einer Stunde brennt. Bei der Herstellung eines A4-Blattes f\u00e4llt 0,1 Liter Abwasser an. In der Gesamtbetrachtung sind auch die Transporte zum und vom Parlamentsgeb\u00e4ude zu ber\u00fccksichtigen. Das geschieht heute in der Regel mit Lastwagen, welche mit fossilen Kraftstoffen betrieben werden. Papier muss somit als ein nichtumweltfreundliches Medium eingestuft werden.</p><p>Der Papierbedarf des Parlamentes ben\u00f6tigt j\u00e4hrlich etwa so viele B\u00e4ume, wie es br\u00e4uchte, um die Fl\u00e4che des Bundesplatzes zu bepflanzen.</p><p>5. Wie das B\u00fcro bereits 2013 in seiner Antwort auf die Motion Aeschi Thomas 13.3493 festhielt, ist es durchaus denkbar, die Unterlagen f\u00fcr die Parlamentsarbeit in elektronischer Form zur Verf\u00fcgung zu stellen und auf Papier zu verzichten. Es weist darauf hin, dass dies bereits heute m\u00f6glich ist, da s\u00e4mtliche Ratsunterlagen in der Datenbank Curia Vista und im Extranet in elektronischer Form verf\u00fcgbar sind. Ausserdem entwickeln und evaluieren die Parlamentsdienste derzeit neue Informatikanwendungen mit einer gr\u00f6sseren Benutzerfreundlichkeit digitaler Dokumente (Zugang; Lesbarkeit; M\u00f6glichkeit, die Dokumente direkt zu bearbeiten und abzulegen usw.). Der Papierverzicht scheitert allerdings an den Gewohnheiten der Ratsmitglieder (vgl. Antwort 2). Die Versuche der Verwaltungsdelegation, einen papierlosen Ratsbetrieb zu verwirklichen, haben bis heute keine Ratsmehrheit gefunden. Diese m\u00f6chte, dass Papier weiterhin wichtigstes Arbeitsinstrument bleibt.</p><p>6. Die Umstellung von Papier auf eine vollst\u00e4ndige Digitalisierung h\u00e4tte folgende Auswirkungen:</p><p>Einsparungen:</p><p>- Reduktion des Papierverbrauchs;</p><p>- Reduktion der Anzahl Multifunktionsger\u00e4te bei den Parlamentsdiensten und im Parlamentsgeb\u00e4ude; mit der Reduktion vermindern sich auch der Toner- und der Stromverbrauch;</p><p>- Zeitersparnis bei der Verteilung von Dokumenten;</p><p>- Reduktion des Aufwandes f\u00fcr die korrekte Entsorgung von Abfall (z. B. Toner) und Papier.</p><p>Investitionen/Mehraufwand:</p><p>- Am besten geeignet f\u00fcr das Anzeigen und Bearbeiten von digitalen Dokumenten sind sogenannte Tablet-PC. Weniger als 50 Prozent der Ratsmitglieder verf\u00fcgen \u00fcber ein solches Ger\u00e4t und m\u00fcssten noch damit ausger\u00fcstet werden. Zu beachten ist, dass diese Ger\u00e4te Strom verbrauchen und eine Lebensdauer von etwa vier Jahren besitzen. Anschliessend m\u00fcssen sie ersetzt und die alten Ger\u00e4te korrekt entsorgt (rezykliert) werden.</p><p>- Damit die Ratsmitglieder die elektronischen Dokumente effizient ablegen (speichern) und bei Bedarf schnell finden k\u00f6nnen, ist es unerl\u00e4sslich, dass ihnen geeignete Ablagesysteme mit leistungsf\u00e4higen Suchm\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Diese sind teilweise vorhanden, m\u00fcssten aber noch erg\u00e4nzt und optimiert werden.</p><p>Den obenerw\u00e4hnten potenziellen Einsparungen stehen somit auch Investitionen gegen\u00fcber, welche ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen. Die franz\u00f6sische Nationalversammlung wird per 1. Januar 2018 im Rat papierlos arbeiten. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass die Einsparungen durch die Aufw\u00e4nde in die elektronischen Hilfsmittel in etwa aufgewogen werden.</p><p>Der Aufwand f\u00fcr die Mitarbeitenden der Parlamentsdienste wird sich aber kaum ver\u00e4ndern, da die Unterlagen weiterhin bereitgestellt werden m\u00fcssen, nur nicht mehr physisch, sondern digital.</p><p>7. Das B\u00fcro hat Kenntnis von den Projekten bestimmter Kantonsparlamente (vor allem desjenigen des Kantons Wallis) zum Verzicht auf Papier. Das B\u00fcro des St\u00e4nderates hat namentlich den Projektleiter des Kantons Wallis angeh\u00f6rt und die Parlamentsdienste beauftragt, M\u00f6glichkeiten zu pr\u00fcfen, wie diese Erfahrungen auf den St\u00e4nderat \u00fcbertragen werden k\u00f6nnten. Diese Evaluation ist derzeit im Gange.</p><p>Die Parlamentsdienste verfolgen zudem seit mehreren Jahren, welche Erfahrungen das Ausland macht, insbesondere der Senat der Niederlande, der 2011 als Erster seinen Mitgliedern Tablets zur Verf\u00fcgung gestellt und auf Papier verzichtet hat. Der spanische Senat hat einige Jahre sp\u00e4ter denselben Weg eingeschlagen, und auch die franz\u00f6sische Nationalversammlung hat k\u00fcrzlich beschlossen, f\u00fcr Arbeiten im Plenum auf Papier zu verzichten. Die Erfahrungen dieser Parlamente zeigen, dass der Verzicht auf Papier nicht nur m\u00f6glich, sondern in einigen europ\u00e4ischen Parlamenten bereits Realit\u00e4t ist.</p><p>F\u00fcr das B\u00fcro ist der Wechsel zum digitalen Parlament heute kein technisches Problem mehr, sondern eine Frage des politischen Willens, der des nachdr\u00fccklichen Engagements und der entschlossenen Unterst\u00fctzung der betreffenden Institution bedarf.</p>  Antwort des B\u00fcros","FederalCouncilProposal":22,"FederalCouncilProposalText":"Antwort des B\u00fcros","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1510272000000)\/","SubmittedBy":"Frehner Sebastian","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1513296000000)\/","ResponsibleDepartment":1,"ResponsibleDepartmentName":"Parlament","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"Parl","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|34|52|421","Category":null,"Modified":"\/Date(1763111072530)\/","SubmissionDate":"\/Date(1505088000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5010,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Medien und Kommunikation|Umwelt|Parlament"}}