{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20173837,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20173837,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.3837","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Antibiotikaresistenzen. Keine Strategie f\u00fcr die Entwicklung neuer Therapiem\u00f6glichkeiten?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Antibiotikaresistenzen werden immer h\u00e4ufiger und gef\u00e4hrlicher. Alleine in Europa sterben j\u00e4hrlich 25 000 Patientinnen und Patienten, weil sie mit antibiotikaresistenten Erregern infiziert sind - Tendenz steigend. Um diese Entwicklung einzud\u00e4mmen, muss die Entstehung neuer Resistenzen verhindert und m\u00fcssen neue wirksame Therapiem\u00f6glichkeiten gegen multiresistente Keime entwickelt werden.</p><p>Letzteres geschieht nur in sehr begrenztem Ausmass, da sich Pharmaunternehmen auf die Entwicklung von anderen Arzneimitteln konzentrieren. Zudem wird die Anwendung und Weiterentwicklung vielversprechender Alternativen (z. B. Phagentherapie) dadurch erschwert, dass die geltenden Zulassungsbedingungen zum Teil nicht sinnvoll auf diese anwendbar sind. Handlungsbedarf ist also vorhanden.</p><p>W\u00e4hrend das laufende Nationale Forschungsprogramm \"Antimikrobielle Resistenz\" (NFP 72) einzelne Projekte zur Entwicklung neuer Therapiem\u00f6glichkeiten enth\u00e4lt, wird diese Stossrichtung in der Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (Star) nur am Rande erw\u00e4hnt: Forschungsschwerpunkte sollen in diesem und anderen Bereichen definiert und der interdisziplin\u00e4re Austausch soll gef\u00f6rdert werden.</p><p>In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen:</p><p>1. Erachtet der Bundesrat die Entwicklung neuer Therapiem\u00f6glichkeiten nicht als zentralen Baustein in der Bek\u00e4mpfung multiresistenter Keime?</p><p>2. Aus welchen Gr\u00fcnden sieht die Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz kaum handfeste Massnahmen vor, welche deren Entwicklung f\u00f6rdern und erleichtern oder entsprechende Anreize schaffen k\u00f6nnen?</p><p>3. Welche Massnahmen k\u00f6nnen getroffen werden, um diese Ziele zu erreichen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Bundesrat erachtet nicht nur die Entwicklung neuer Therapien als wichtig. Grunds\u00e4tzlich ist es zentral, dass auch in Zukunft wirksame Therapiem\u00f6glichkeiten gegen bakterielle Erkrankungen bei Mensch und Tier bestehen. Er hat deshalb Ende 2015 die nationale Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz verabschiedet und die Federf\u00fchrung f\u00fcr die Strategieumsetzung dem EDI zugeteilt. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen dem Bundesamt f\u00fcr Gesundheit, dem Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen, dem Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft und dem Bundesamt f\u00fcr Umwelt. Damit sollen Antibiotikaresistenzen bek\u00e4mpft und soll die Wirksamkeit der Antibiotika zur Erhaltung der menschlichen und tierischen Gesundheit langfristig sichergestellt werden.</p><p>Die Strategie verfolgt einen breiten, One-Health-basierten, international abgestimmten Ansatz mit verschiedenen Schwerpunkten (umfassende \u00dcberwachung, Pr\u00e4vention, sachgem\u00e4sser Einsatz von Antibiotika usw.). Im Einklang mit dem Global Action Plan der WHO erachtet es der Bundesrat als besonders wichtig, nicht nur auf die Entwicklung neuer Antibiotika und Therapien zu vertrauen, sondern die bestehenden M\u00f6glichkeiten zur Pr\u00e4vention und Therapie von resistenten Keimen nachhaltig zu optimieren. Deshalb sollen im Rahmen der Strategieumsetzung u. a. Impfungen gef\u00f6rdert, Richtlinien zur Verschreibung von Antibiotika zuhanden der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte erarbeitet, Stewardship-Programme zum ad\u00e4quaten Antibiotikaeinsatz in den Spit\u00e4lern etabliert und Patientinnen und Patienten \u00fcber den korrekten Umgang mit Antibiotika informiert werden.</p><p>2. Neue M\u00f6glichkeiten zur Pr\u00e4vention (z. B. Impfstoffe), Diagnostik (neue Schnelltests) und Therapie (z. B. neue antimikrobielle Substanzen) sind ebenfalls wichtig im Kampf gegen zunehmende Antibiotikaresistenzen. Die Strategie setzt dabei sowohl auf die Innovationskraft der in diesem Bereich t\u00e4tigen Unternehmen als auch auf gezielte staatliche Massnahmen. Letztere beinhalten beispielsweise die Forschungsf\u00f6rderung im Rahmen des von der Interpellantin erw\u00e4hnten nationalen Forschungsprogramms und die internationale Kooperation (z. B. Horizon 2020). Tats\u00e4chlich ist die Erforschung und Entwicklung von neuen Antibiotika eine weltweite Herausforderung. Die Schweiz hat deshalb unl\u00e4ngst ihren Unterst\u00fctzungsbeitrag an die Global Antibiotic Research and Development Partnership (GARDP) f\u00fcr weitere zwei Jahre verl\u00e4ngert. Diese Initiative der WHO und der Drugs for Neglected Diseases Initiative setzt sich auf globaler Ebene daf\u00fcr ein, dass neue Antibiotika entwickelt werden bzw. die Entwicklung bestehender Substanzen mit antibiotischer Wirkung, die nicht bis zur Marktreife gelangten, wieder aufgenommen wird. Daneben beteiligt sich die Schweiz im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms \"Antimikrobielle Resistenzen\" (NFP 72) auch aktiv an der internationalen Forschungsinitiative \"Joint International Programming Initiative on AMR (JPIAMR)\". Auf nationaler Ebene besteht zudem seit Juli 2017 mit der Swiss Entrepreneur Foundation eine Stiftung, die von diversen Partnern der Privatindustrie mit einem Kapital von 500 Millionen Franken ausgestattet wird und Start-up-Firmen bei der Entwicklung neuer Produkte (z. B. Antibiotika) bis zur Marktreife unterst\u00fctzen soll.</p><p>3. Die Entwicklung neuer Antibiotika ist in den letzten Jahren ins Stocken geraten. Als Grund wird teilweises Marktversagen aufgef\u00fchrt. Der Bundesrat ist sich dieser Problematik bewusst. Neuentwickelte Antibiotika werden als Reserveantibiotika eingestuft, um zu verhindern, dass sie bei breiter Anwendung relativ rasch ihre Wirksamkeit einb\u00fcssen. Neue Antibiotika werden daher nur beschr\u00e4nkt eingesetzt. L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr die Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika m\u00fcssen weltweit zwischen verschiedenen Regierungen, internationalen Organisationen und Akteuren der Pharmaindustrie gemeinsam gesucht werden. Die Schweiz hat sich mehrfach aktiv auf internationaler Ebene in die Diskussion \u00fcber m\u00f6gliche Massnahmen zur \u00dcberwindung dieses Marktversagens eingebracht. So hat sie zusammen mit Deutschland und den Niederlanden am diesj\u00e4hrigen WEF in Davos einen runden Tisch auf Ministerebene mit der Beteiligung von verschiedenen L\u00e4ndern, der Pharmaindustrie sowie privaten Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen organisiert, um einen globalen Dialog zur Anreizsetzung bei der Antibiotikaentwicklung zu f\u00f6rdern.</p><p>In Bezug auf die Entwicklung alternativer Therapien erachtet der Bundesrat die bestehenden Regelungen (z. B. Zulassungsbestimmungen) als gen\u00fcgend. Im Weiteren unterliegen Therapieformen, die nicht zu Antibiotikaresistenzen f\u00fchren, nicht den gleichen Ph\u00e4nomenen des Marktversagens, wie dies bei neuen Antibiotika der Fall ist. In Bezug auf die Forschung f\u00fcr alternative Therapieformen wie z. B. die Phagentherapie erachtet der Bundesrat die bestehenden Instrumente der nationalen und internationalen Forschungsf\u00f6rderung wie z. B. NFP 72 oder das europ\u00e4ische Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 als gen\u00fcgend. Das Ziel des europ\u00e4ischen Forschungsrahmenprogramms ist es unter anderem, innovative Forschungsideen und deren Umsetzung in marktf\u00e4hige Produkte und Dienstleistungen zu f\u00f6rdern. Entsprechend deckt Horizon 2020 fast die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette von Grundlagenforschung \u00fcber angewandte Forschung bis hin zu technologischer Entwicklung ab. Seit Beginn 2017 ist die Schweiz wieder vollst\u00e4ndig an Horizon 2020 assoziiert, und Forschende sowie KMU sind frei, sich f\u00fcr eine Projektteilnahme zu bewerben.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1512086400000)\/","SubmittedBy":"Feri Yvonne","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1513296000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690517358337)\/","SubmissionDate":"\/Date(1506556800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5010,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}