{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174049,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20174049,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.4049","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Muss schwere Legasthenie nicht von der IV anerkannt und in die gest\u00fctzt auf Artikel 13 Absatz 2 IVG erlassene Liste im Anhang der Verordnung \u00fcber Geburtsgebrechen aufgenommen werden?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Schwere Legasthenie ist eine dauerhafte Lese- und Rechtschreibst\u00f6rung, die durch neurologische und genetische Faktoren hervorgerufen wird. Sie tritt bei normal intelligenten Kindern auf. Dank Fortschritten in der Neurowissenschaft konnte gezeigt werden, dass es sich wirklich um eine neurologische St\u00f6rung, eine Krankheit, handelt. Diese ist \u00fcbrigens in medizinischen Klassifikationssystemen wie der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) und im Diagnostischen und statistischen Manual psychischer St\u00f6rungen (DSM-5) im Unterkapitel zu Lernst\u00f6rungen aufgef\u00fchrt. Die Legasthenie wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 1993 als Behinderung anerkannt. </p><p>Funktionelle bildgebende Verfahren zeigen bei dieser Krankheit bestimmte Hirnaktivit\u00e4ten auf. </p><p>2008 wurde bei der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen die ganze Problematik den Kantonen zugewiesen. Dies hatte kontinuierliche und ungleiche Einsparungen bei den diagnostischen und therapeutischen Mitteln (Logop\u00e4die, Psychomotoriktherapie) zur Folge, die sich nachteilig auf die betroffenen Kinder auswirken. Indem die Kantone diese Krankheit auf den schulischen Kontext beschr\u00e4nken, kultivieren sie ein \u00fcberholtes Bild, bei dem der angeborene und der neurologische Aspekt der St\u00f6rung nicht anerkannt werden. In der Folge erhalten betroffene Jugendliche im schulischen sowie im beruflichen Rahmen nicht die angemessene Betreuung. Eine grosse Mehrheit wird sp\u00e4ter von der Sozialhilfe abh\u00e4ngig oder ist von versp\u00e4teten Massnahmen der IV betroffen. So fallen die Kosten viel h\u00f6her aus, als dies bei fr\u00fchzeitig ergriffenen Massnahmen der Fall w\u00e4re. Fr\u00fchzeitige Massnahmen k\u00f6nnten dann ergriffen werden, wenn die Legasthenie in die Liste der von der IV anerkannten schweren Geburtsgebrechen aufgenommen w\u00fcrde.</p><p>Verf\u00fcgt der Bundesrat \u00fcber eine Studie, in der untersucht wurde, wie sich die Situation dieser Krankheit in der Schweiz entwickelt hat? </p><p>Wurde eine qualitative Beurteilung der seit 2008 ergriffenen kantonalen Massnahmen im Zusammenhang mit der Legasthenie vorgenommen? </p><p>Ist der Bundesrat bereit, die zus\u00e4tzlich anfallenden Kosten der IV zu analysieren, die durch eine versp\u00e4tete und unangemessene Behandlung in den Kantonen entstehen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Dyslexie (Lesest\u00f6rung) ist eine Teilleistungsst\u00f6rung. Sie \u00e4ussert sich in der verminderten F\u00e4higkeit, zu lesen und das Gelesene zu verstehen. Als Ursachen werden eine genetische Veranlagung, Probleme bei der auditiven und visuellen Wahrnehmungsverarbeitung, Sprachverarbeitung und bei der Verarbeitung von sprachlichen Informationen angenommen.</p><p>Da eine medizinische Behandlung der Dyslexie nicht m\u00f6glich ist, besteht kein Anspruch auf medizinische Leistungen im Sinne von Artikel\u00a013 des Bundesgesetzes \u00fcber die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20).</p><p>Bei der Behandlung der Dyslexie stehen also nicht medizinische, sondern schulische Massnahmen im Vordergrund. Wie auch der Interpellant festh\u00e4lt, sind im Jahr 2008 mit der Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) alle Sonderschulmassnahmen und p\u00e4dagogischen Massnahmen in die alleinige Verantwortung der Kantone \u00fcbergegangen. F\u00fcr Massnahmen wie logop\u00e4dische und psychomotorische Therapien ist die IV seither nicht mehr zust\u00e4ndig (Art. 14 IVG).</p><p>Bei der IV gibt es keine Hinweise daf\u00fcr, dass die Umgangsweise der Kantone mit der Dyslexie bei der IV zu Folgekosten f\u00fchrt, zumal die Dyslexie, selbst wenn allf\u00e4llige (schulische) Massnahmen sp\u00e4t ergriffen oder unvollst\u00e4ndig w\u00e4ren, f\u00fcr sich alleine nicht invalidisierend ist.</p><p>Der Bundesrat sieht daher keinen Anlass, im Bereich der Dyslexie Nachforschungen anzustellen. Die Anregung einer Studie zur Situation in den Kantonen liegt nicht in der Zust\u00e4ndigkeit des Bundes.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1518566400000)\/","SubmittedBy":"Fournier Jean-Ren\u00e9","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1521072000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2831|2836|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690517639980)\/","SubmissionDate":"\/Date(1512604800000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5011,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Kultur|Sozialer Schutz|Gesundheit"}}