{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174081,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20174081,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.4081","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Reduktion der Medikamentenabgabe in Pflegeheimen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Eine neue Studie zeigt, dass \u00fcber 65-j\u00e4hrige Heimbewohnerinnen und -bewohner durchschnittlich 9 Medikamente gleichzeitig einnehmen.</p><p>Dies bedeutet, dass diese Menschen oft unter schweren Nebenwirkungen leiden. Zum Beispiel wird das Neuroleptikum Quetiapin, ein Medikament gegen Schizophrenie, gegen Schlafst\u00f6rungen abgegeben, obschon es dagegen nicht zugelassen w\u00e4re. Oder es werden abh\u00e4ngig machende Benzodiazepine als Schlaf- und Beruhigungsmittel verabreicht, was die Gefahr von St\u00fcrzen erh\u00f6ht. Die Nebenwirkungen dieser Medikamentencocktails bewirken zus\u00e4tzliche Gesundheitsprobleme der Heimbewohnenden, was neben den Medikamentenkosten von 210 Millionen Schweizerfranken pro Jahr nichtbezifferbare Gesundheitskosten ausl\u00f6st.</p><p>Fragen:</p><p>1. Sind dem Bundesrat diese Missst\u00e4nde bekannt?</p><p>2. Welche Massnahmen will er gegen die gesundheitssch\u00e4digende Medikamentenabgabe sowie gegen die hohen Kostenfolgen einleiten?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Bundesrat kennt die Studie des Arzneimittelreports 2017 der Helsana, auf die sich die Interpellantin bezieht. Es ist eine Tatsache, dass ein grosser Teil der \u00e4lteren Personen, die in einem Alters- oder Pflegeheim leben, an mehreren Erkrankungen leidet (Polymorbidit\u00e4t) und entsprechend mit mehreren Arzneimitteln gleichzeitig behandelt werden muss. Dabei m\u00fcssen die Arzneimittelnebenwirkungen sowie m\u00f6gliche Arzneimittelinteraktionen ber\u00fccksichtigt und gut aufeinander abgestimmt werden.</p><p>Die Verschreibung von Arzneimitteln liegt in der Kompetenz der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte. Nach den heilmittelrechtlichen Vorgaben m\u00fcssen sie dabei und bei der Abgabe von Arzneimitteln die anerkannten Regeln der medizinischen und pharmazeutischen Wissenschaften beachten.</p><p>In der Geriatrie m\u00fcssen Arzneimittel h\u00e4ufig im Off-Label Use (d. h. ausserhalb des von Swissmedic zugelassenen Anwendungsgebietes und Dosierung) angewendet werden, weil mit \u00fcber 60-j\u00e4hrigen Personen keine klinischen Studien durchgef\u00fchrt werden und daher keine ausreichende Grundlage f\u00fcr eine Zulassung in dieser Altersgruppe existiert. M\u00fcssten die \u00c4rztinnen und \u00c4rzte auf die Off-Label Anwendung verzichten, w\u00fcrden die Therapiem\u00f6glichkeiten f\u00fcr \u00e4ltere Personen fehlen. Unter Einhaltung der Sorgfaltspflichten sind sogenannte Off-Label-Anwendungen zul\u00e4ssig und erfolgen ebenfalls in der Verantwortung des behandelnden Arztes.</p><p>2. Die \u00dcberwachung der \u00e4rztlichen T\u00e4tigkeiten (z. B. Verschreibungs- und Anwendungsverhalten) liegt im Kompetenzbereich der Kantone. Die Kantonsapothekervereinigung hat Empfehlungen zur Off-Label-Anwendung von Arzneimitteln f\u00fcr medizinische Fachpersonen publiziert, welche einer gesundheitssch\u00e4digenden Medikamentenverschreibung bzw. -abgabe vorbeugen sollen.</p><p>Auch die Heime sind der kantonalen Aufsicht unterstellt. Besteht ein Verdacht auf eine gesundheitssch\u00e4digende Medikamentenabgabe, sollten die Heimbewohner bzw. deren Angeh\u00f6rige dies der Heimleitung oder der kantonalen Aufsichtsbeh\u00f6rde melden. Die Heimangestellten haben gar die Pflicht, allf\u00e4llige Verst\u00f6sse zu melden.</p><p>Der Bundesrat sieht vor dem Hintergrund der gemachten Ausf\u00fchrungen derzeit keinen Handlungsbedarf.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1519171200000)\/","SubmittedBy":"Geissb\u00fchler Andrea Martina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1521158400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763105411187)\/","SubmissionDate":"\/Date(1513123200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5011,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Gesundheit"}}