{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174162,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20174162,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.4162","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Dramatisches Insektensterben","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Schweiz sind 40 Prozent aller untersuchten Insektenarten vom Aussterben bedroht. Eine k\u00fcrzlich erschienene Langzeitstudie zeigt, dass in Deutschland in 27 Jahren die Anzahl der fliegenden Insekten und damit die Biomasse dieser Tiere um drei Viertel zur\u00fcckgegangen ist. Ohne Insekten sind jedoch funktionierende \u00d6kosysteme, welche die lebensnotwendigen Leistungen wie Gesundheit und Ern\u00e4hrung f\u00fcr unsere Gesellschaft erbringen, nicht m\u00f6glich. Mit weniger Insekten drohen Leistungen auszufallen, Sch\u00e4dlinge und invasive gebietsfremde Arten breiten sich aus, und die Bodenfruchtbarkeit geht zur\u00fcck. Vor diesem Hintergrund sind die obengenannten Zahlen alarmierend. Sie zeigen, dass sich unsere Umwelt rasch und in einem dramatischen Ausmass ver\u00e4ndert. Werden unserem \u00d6kosystem drei Viertel des Fundamentes weggeschlagen, ist das ein massivster Eingriff in den Naturhaushalt. Die Zahlen zeigen, dass sich unsere Umwelt rasch und in einem dramatischen Ausmass ver\u00e4ndert. Hauptursachen f\u00fcr den Insektenschwund werden in der Siedlungsentwicklung (z. B. Bodenversiegelung, eint\u00f6nige Freifl\u00e4chen), der \u00fcberm\u00e4ssigen Verwendung von Pestiziden und generell dem Fl\u00e4chenverlust f\u00fcr die Natur vermutet. Die Folgen stark beeintr\u00e4chtigter \u00d6kosysteme sind f\u00fcr den Wirtschaftsstandort Schweiz, die Landwirtschaft und damit f\u00fcr die Schweizer Bev\u00f6lkerung von grosser Tragweite. Wir m\u00fcssen deshalb handeln, bevor es zu sp\u00e4t ist. Ich lade den Bundesrat ein, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Warum gibt es immer weniger Insekten in der Schweiz?</p><p>2. Wie sch\u00e4tzt er das Problem generell ein, und mit welchen Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft rechnet er?</p><p>3. Welche Instrumente insbesondere im Naturschutz bzw. in der Umweltpolitik stehen schon heute zur Verf\u00fcgung oder wurden mindestens beschlossen, welche mithelfen, den Insektenschwund zu stoppen und umzukehren? </p><p>4. Die Berichte \u00fcber den Umweltzustand und den Artenschwund in der Schweiz zeigen, dass die vorhandenen Instrumente ungen\u00fcgend sind. Welche Massnahmen gedenkt er zu ergreifen, um diese L\u00fccken zu stopfen, dem Insektensterben Einhalt zu gebieten und ihre positiven Wirkungen auf Landwirtschaft, Gesundheit, Vielfalt zu erhalten und zu f\u00f6rdern?</p><p>5. In welchen Bereichen m\u00fcssen dringend die Hebel angesetzt werden, damit die Insekten in der Schweiz nicht weiter zur\u00fcckgehen und sich die Situation verbessert? </p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Verluste an der Vielfalt der Insekten und ihrer Biomasse lassen sich auf zahlreiche Faktoren zur\u00fcckf\u00fchren: die stetig ansteigenden Anspr\u00fcche der Schweizer Gesellschaft an Wohnraum, Mobilit\u00e4t und Ern\u00e4hrung, die Auswirkungen von Freizeit- und Sportaktivit\u00e4ten in der freien Natur, die intensive Nutzung der Gew\u00e4sser sowie des Gew\u00e4sserraums, Chemikalien- und N\u00e4hrstoffeintr\u00e4ge in \u00f6kologisch sensiblen Lebensr\u00e4umen, Lichtverschmutzung oder den Verlust an Arten (z. B. Pflanzen, Mikroorganismen) und Landschaftselementen, auf welche die Insekten f\u00fcr ihr \u00dcberleben angewiesen sind.</p><p>2. Der Insektenschwund trifft Wirtschaft und Gesellschaft gleichermassen. Insekten sind in s\u00e4mtlichen Lebensr\u00e4umen zu finden, spielen eine Schl\u00fcsselrolle f\u00fcr das Funktionieren der \u00d6kosysteme und garantieren damit deren Leistungen, auf die wir f\u00fcr unsere wirtschaftliche Wohlfahrt sowie f\u00fcr unser gesellschaftliches Wohl angewiesen sind (z. B. Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, Best\u00e4ubung, Eind\u00e4mmung von Sch\u00e4dlingen). Funktionierende \u00d6kosysteme sind widerstandsf\u00e4higer gegen\u00fcber klimatischen Ver\u00e4nderungen und den Einfl\u00fcssen invasiver gebietsfremder Arten. Der Verlust an Insekten wirkt sich deshalb negativ aus, z. B. auf die Landwirtschaft, die Waldwirtschaft und das Wohlergehen der Bev\u00f6lkerung im Allgemeinen.</p><p>3. Der Schutz der Biodiversit\u00e4t ist in der Bundesverfassung (SR 101, Art. 78) und in zahlreichen Gesetzesgrundlagen verankert (z. B. Natur- und Heimatschutzgesetz, SR 451; Gew\u00e4sserschutzgesetz, SR 814.20). Direktzahlungsbeitr\u00e4ge f\u00f6rdern die Anlage von Biodiversit\u00e4tsf\u00f6rderfl\u00e4chen in der Landwirtschaft. Das Gew\u00e4sserschutzgesetz verlangt die Renaturierung von Fl\u00fcssen und Seen. Der Aktionsplan zur Strategie Biodiversit\u00e4t Schweiz (AP SBS) formuliert Massnahmen zur Erhaltung und F\u00f6rderung einer reichhaltigen und gegen\u00fcber Ver\u00e4nderungen reaktionsf\u00e4higen Biodiversit\u00e4t mit ihren \u00d6kosystemleistungen. Weitere Massnahmen zugunsten der Insekten sind im Massnahmenplan Bienengesundheit sowie im Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln vorgesehen.</p><p>4. Der AP SBS zielt darauf ab, die Fl\u00e4chennutzung st\u00e4rker auf die Bed\u00fcrfnisse der Arten, insbesondere auch der Insekten, auszurichten. Beispielsweise sollen die Vernetzung von Lebensr\u00e4umen vorangetrieben, die Qualit\u00e4t der Freir\u00e4ume in Siedlungen und Agglomerationen verbessert und die rechtlichen Vorgaben zum \u00f6kologischen Ausgleich im Siedlungsraum mittels Musterbaureglementen konkretisiert werden. Im Landwirtschaftsbereich sollen auf Basis der Agrarpolitik 2022 plus die nat\u00fcrlichen Ressourcen besser geschont und die Biodiversit\u00e4t wirkungsvoller gef\u00f6rdert werden. Gest\u00fctzt auf die Wirkungsanalyse des AP SBS wird der Bundesrat allenfalls eine Erg\u00e4nzung des Aktionsplans mit weiteren Massnahmen beschliessen.</p><p>5. Massnahmen zur langfristigen Erhaltung der Insekten m\u00fcssen sich auf deren gef\u00e4hrdete Lebensr\u00e4ume wie Feuchtgebiete und n\u00e4hrstoffarme Standorte konzentrieren. Der Bundesrat hat f\u00fcr die Jahre 2017 bis 2020 zus\u00e4tzliche Mittel f\u00fcr entsprechende dringliche Sanierungen und Aufwertungsmassnahmen gesprochen. Es d\u00fcrften aber weitere Massnahmen beispielsweise in den Bereichen der Land- und Forstwirtschaft oder der Raumplanung erforderlich sein, um den Bed\u00fcrfnissen der Insekten besser Rechnung tragen zu k\u00f6nnen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1519171200000)\/","SubmittedBy":"Vogler Karl","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1576800000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763111058690)\/","SubmissionDate":"\/Date(1513209600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5011,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}