{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174272,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20174272,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.4272","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Welche einfachen therapeutischen Massnahmen st\u00e4rken die Wirksamkeit der Spitzenmedizin zur Verbesserung der Gesundheit und zur Senkung der Kosten? Bericht","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird ersucht, die Perspektiven zu pr\u00fcfen, die aus einer Kombination von High- und Low-Tech-Medizin entstehen. Einfache therapeutische Massnahmen wie eine besondere Ern\u00e4hrung k\u00f6nnen die Wirksamkeit der Spitzenmedizin st\u00e4rken und zu wissenschaftlich nachgewiesenen Ergebnissen f\u00fchren. Verschiedene wissenschaftliche Stossrichtungen zeichnen sich ab. Forschungsprogramme sollten mit \u00f6ffentlichen Mitteln unterst\u00fctzt werden. Dadurch liessen sich gleichzeitig die Gesundheit der Patientinnen und Patienten verbessern und die Kosten bestimmter Behandlungen senken.</p><p>Das Berliner Universit\u00e4tsspital Charit\u00e9 hat 2013 eine Studie (1) ver\u00f6ffentlicht, aus der hervorgeht, dass Krebszellen, denen man die Zuckerzufuhr abstellt (glukosefreie Di\u00e4t oder punktuelles Fasten), so geschw\u00e4cht werden, dass eine Chemotherapie sie mit gr\u00f6sserer Sicherheit neutralisieren und damit das Metastasen-Risiko verringern oder gar beseitigen kann. </p><p>Das gleiche Spital schl\u00e4gt den Diabetes-2-Patientinnen und -Patienten dreit\u00e4gige Haferkuren vor: Dadurch verringert sich ihr Bedarf an Insulin nach einer personalisierten Berechnung w\u00e4hrend mehreren Wochen deutlich. Nur mit einem starken politischen Willen lassen sich die M\u00f6glichkeiten der Kombination von High-Tech-Medizin und einer Medizin, die weder Medikamente einsetzt noch chirurgische oder chemische Eingriffe vornimmt, also Low-Tech-Medizin, ausloten. Diese einfachen therapeutischen Massnahmen bringen nat\u00fcrlich der Pharmaindustrie nichts ein.</p><p>Die Forschung auf diesem Gebiet verdient unbedingt eine Chance, durchgef\u00fchrt zu werden, damit die Qualit\u00e4t der Behandlungen verbessert, die Behandlungsdauer verk\u00fcrzt und die Nebenwirkungen f\u00fcr die Patientinnen und Patienten vermindert werden k\u00f6nnen. Sie w\u00fcrde auch die Schweiz st\u00e4rken und sie zu einem Leuchtturm in der weltweiten Forschung machen. </p><p>(1) Synthetic lethal metabolic targeting of cellular senescence in cancer therapy. Nature (2013, Aug. 14). DOI: 10 1038/nature12437.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die bew\u00e4hrten Grunds\u00e4tze der Forschungsf\u00f6rderungspolitik des Bundes orientieren sich an der St\u00e4rkung der Autonomie, des Wettbewerbs und der Exzellenz.</p><p>Die F\u00f6rdermittel werden grunds\u00e4tzlich kompetitiv und nach dem Bottom-up-Prinzip vergeben. F\u00fcr die im Postulat angesprochenen klinischen Studien zur Wirkung von einfachen bzw. nichtmedikament\u00f6sen Begleitmassnahmen zu bestehenden Therapien (z. B. im Bereich der Ern\u00e4hrungswissenschaften) existieren in der Schweiz verschiedene F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten, die im Bericht des Bundesrates in Beantwortung des Postulates 14.4007 ausf\u00fchrlich beschrieben werden. Mit dem 2015 eingef\u00fchrten F\u00f6rderinstrument des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) zur Finanzierung von akademisch initiierten klinischen Studien (IICT) besteht zus\u00e4tzlich zur regul\u00e4ren F\u00f6rderung von medizinisch/klinisch ausgerichteten Forschungsprojekten eine wichtige Finanzierungsquelle f\u00fcr derartige industrieunabh\u00e4ngige Studien.</p><p>Im Bereich der Programmforschung f\u00fchrt der SNF im Auftrag des Bundesrates periodisch nationale Forschungsprogramme (NFP) durch, mit welchen Forschungsprojekte gef\u00f6rdert werden, die Orientierungs- und Handlungswissen zur L\u00f6sung aktueller Probleme von Gesellschaft und Wirtschaft erarbeiten. Der Themenwahlprozess f\u00fcr NFP erfolgt jeweils bottom-up, indem interessierte Kreise beim Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) Vorschl\u00e4ge einreichen.</p><p>Das vom Bundesrat 2015 lancierte NFP 74, \"Gesundheitsversorgung\", wird mit rund 20 Millionen Franken finanziert. Es soll Erkenntnisse \u00fcber Struktur und Verwendung der Gesundheitsversorgung in der Schweiz gewinnen und Wege finden, wie sich deren Wirkungen verbessern und auch entsprechend Kosten reduzieren lassen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Pr\u00e4vention und Behandlung von Patienten mit chronischen Erkrankungen. Es werden auch Projekte betreffend die im Postulat adressierten Anliegen unterst\u00fctzt, die neuartige diagnostische, pr\u00e4ventive und therapeutische Leistungen f\u00fcr (multimorbide) chronisch Kranke entwickeln, in Pilotversuchen testen und evaluieren. Der Ansatz der Forschungsprojekte ist nicht auf eine hochspezialisierte Versorgung ausgerichtet, die nur relativ wenige Patientinnen und Patienten erreicht, sondern auf grosse Patientengruppen anwendbar. Der Bundesrat erwartet, dass die Ergebnisse der laufenden Forschungsprojekte neue Erkenntnisse \u00fcber die Wirkung von therapeutischen Massnahmen in der Medizin generieren werden.</p><p>F\u00fcr die im Postulat angesprochenen Fragestellungen braucht es nicht zwingend nationale L\u00f6sungen. Vielmehr muss sichergestellt werden, dass aktuelle, validierte Forschungserkenntnisse wie z. B. aus dem NFP 69, \"Gesunde Ern\u00e4hrung und nachhaltige Lebensmittelproduktion\", in der medizinischen Praxis zur Anwendung kommen und der F\u00f6rderung einer gesunden Ern\u00e4hrung zur Vorbeugung von nicht\u00fcbertragbaren Krankheiten besser Rechnung getragen wird. Hier sind die medizinischen Fachgesellschaften angesprochen, die im Rahmen von Leitlinien definieren, was in den Fachgebieten der State of the Art der Behandlung ist.</p><p>Damit Modelle guter Praxis sowie Erkenntnisse aus unterschiedlichen Forschungs- und Versorgungsbereichen in der Gesundheitsversorgung Anwendung finden, bedarf es einer koordinierten Zusammenarbeit von Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen. Um die interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen zu st\u00e4rken, hat das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) im Januar 2017 das F\u00f6rderprogramm \"Interprofessionalit\u00e4t im Gesundheitswesen\" lanciert.</p><p>Die Anliegen des Postulanten werden bereits mit den bestehenden F\u00f6rderinstrumenten und den laufenden Initiativen des Bundes adressiert.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1518566400000)\/","SubmittedBy":"B\u00e9gl\u00e9 Claude","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1575504000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690516554550)\/","SubmissionDate":"\/Date(1513296000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5011,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}