{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174310,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20174310,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.4310","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Dramatischer R\u00fcckgang von Fluginsekten in Deutschland. Welche Massnahmen werden in der Schweiz ergriffen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In seiner Antwort auf meine Frage 17.5571 best\u00e4tigt der Bundesrat, dass die Untersuchung der Insektenforscherinnen und -forscher aus Deutschland, die einen R\u00fcckgang der Fluginsekten von 76 Prozent \u00fcber die letzten 30 Jahre beschreibt, gut dokumentiert ist. Gleichzeitig stellt er fest, es gebe f\u00fcr die Schweiz keine vergleichbaren Daten, man k\u00f6nne jedoch davon ausgehen, dass die Verbreitung von Insekten gering sei und weiter abnehme. Das Verschwinden der Insekten sei eine Bedrohung f\u00fcr die unverzichtbaren Leistungen, die die \u00d6kosysteme f\u00fcr unsere Gesellschaft und Wirtschaft erbringen. Die daraus folgenden Konsequenzen f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t sowie f\u00fcr Landwirtschaft, Waldwirtschaft und die Gesellschaft als Ganzes beschreibt er als enorm.</p><p>Das ist alarmierend, und ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Ist es korrekt, dass etwa die Rote Liste der gef\u00e4hrdeten Bienen \u00fcber 25-j\u00e4hrig ist, sich prim\u00e4r auf das Studium einiger weniger Publikationen sowie auf Einzelfunde des Autors st\u00fctzt und dass dieser schon damals schrieb: \"Unsere Kenntnisse \u00fcber Verbreitung und R\u00fcckgang der Bienen in der Schweiz sind sehr mangelhaft. ... Deshalb kann heute eine Rote Liste nur provisorischen Charakter haben\"?</p><p>2. Ist es korrekt, dass die Roten Listen lediglich die Verbreitung von seltenen Arten untersuchen und daher ungeeignet sind, die Verbreitung oder die Zu- und Abnahme von Insekten im Allgemeinen zu beurteilen?</p><p>3. Nachdem der Bundesrat in den vergangenen Jahren mehrmals und von verschiedener Seite aufgefordert wurde, Fluginsekten in das Schweizer Monitoringprogramm \"Arten und Lebensr\u00e4ume Landwirtschaft\" (ALL-EMA) aufzunehmen: Ist er jetzt bereit, Fluginsekten in ALL-EMA aufzunehmen, die damit verbundenen Zusatzkosten zu tragen und so dem aktuellen Informationsnotstand entgegenzuwirken?</p><p>4. Der Bundesrat setzte aus einem umfassenden Expertenbericht zur Motion der UREK des Nationalrates 13.3372, \"Nationaler Massnahmenplan zur Gesundheit der Bienen\", einige wenige Massnahmen um und f\u00fchrte wenige zus\u00e4tzliche Untersuchungen durch, aber viel zu wenige. Welche weiteren Massnahmen plant er nun nach diesen besorgniserregenden Studien aus Deutschland?</p><p>5. Ist er nun bereit, die notwendigen Schritte einzuleiten, um den Schutz und die F\u00f6rderung der f\u00fcr Landwirtschaft, Waldwirtschaft und f\u00fcr die Gesellschaft als Ganzes vitalen Fluginsekten sicherzustellen und somit konsequent dem Vorsorgeprinzip zu entsprechen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Rote Liste der Wildbienen wurde 1994 erstellt und ist nach wie vor g\u00fcltig. Eine revidierte Fassung soll 2021 ver\u00f6ffentlicht werden.</p><p>2. In einer Roten Liste werden alle Arten der jeweiligen Artengruppe erfasst, ungeachtet dessen, ob sie selten oder verbreitet sind. Damit eine Art in eine Rote Liste aufgenommen wird, muss ihr Bestand gem\u00e4ss den Kriterien der Weltnaturschutzunion (Internationale Union zur Bewahrung der Natur und nat\u00fcrlicher Ressourcen, IUCN) innerhalb von 10 Jahren um 30 Prozent geschrumpft sein. Bis heute wurden 11 Insektengruppen, die zusammen 2833 Arten umfassen, im Rahmen einer Roten Liste untersucht. Die untersuchten Arten leben in sehr unterschiedlichen Lebensr\u00e4umen (Gew\u00e4sser, Landwirtschaftsgebiete, W\u00e4lder, Alpen) und vermitteln daher ein ziemlich repr\u00e4sentatives Bild der Situation der Insekten im Allgemeinen. Allerdings entsprechen diese 2833 Arten nur 10 bis 15 Prozent der gesch\u00e4tzten Insektenvielfalt in der Schweiz. Somit stellen die heutigen Roten Listen nur eine limitierte Datenbasis dar, um die Verbreitung oder die Zu- und Abnahme von Insekten im Allgemeinen festzustellen.</p><p>3. Die Forschungsergebnisse aus Deutschland machen deutlich, wie wichtig Programme zur Beobachtung der Biodiversit\u00e4t sind. Insekten nehmen eine Schl\u00fcsselrolle im Kreislauf innerhalb der \u00d6kosysteme ein und reagieren rasch auf Ver\u00e4nderungen, sie sind damit gute Indikatoren f\u00fcr die \u00dcberwachung der Funktionalit\u00e4t unserer \u00d6kosysteme und der Leistungen dieser \u00d6kosysteme. Im Rahmen des Biodiversit\u00e4tsmonitorings Schweiz (BDM) werden Populationen h\u00e4ufiger und verbreiteter Tagfalterarten (seit 2003) und von Gew\u00e4sserinsekten (seit 2011) beobachtet und allgemeine Tendenzen f\u00fcr diese Artengruppen auf nationaler Ebene abgesch\u00e4tzt. Die Ausdehnung der Programme des Biodiversit\u00e4tsmonitorings auf weitere Insektengruppen wurde gepr\u00fcft, aus Finanzierungsgr\u00fcnden jedoch nicht umgesetzt. Die im Rahmen des BDM gesammelten Daten (Tagfalter) fliessen in das Programm ALL-EMA (Arten und Lebensr\u00e4ume Landwirtschaft - Esp\u00e8ces et milieux agricoles) ein. Agroscope wird bis Ende 2019 Grundlagen f\u00fcr eine allf\u00e4llige Integration der Best\u00e4ubungsleistung in die Monitoringprogramme des Bundes erarbeiten.</p><p>4. Der Bundesrat setzt mit dem Massnahmenplan \"Bienengesundheit\" erste Massnahmen um, unter anderem f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung von Krankheiten und die Ausbildung der Imker und Imkerinnen. Weitere Massnahmen (z. B. die Erweiterung der Direktzahlungen f\u00fcr Bl\u00fchstreifen) werden zurzeit weiterentwickelt. Andere Massnahmen, wie zum Beispiel die Erfassung von \u00d6kosystemleistungen, ben\u00f6tigen noch weitere Forschung. Massnahmen zur Minderung der Risiken f\u00fcr Insekten sind ebenfalls im Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (AP PSM) enthalten. Mit der Verabschiedung des Aktionsplans zur Strategie Biodiversit\u00e4t Schweiz hat sich der Bundesrat verpflichtet, die Biodiversit\u00e4t in ihrer Gesamtheit zu erhalten und zu f\u00f6rdern. Ob der Verlust an Insektenfauna gestoppt und die Situation verbessert wird, h\u00e4ngt unter anderem vom Erfolg der Sanierung von Schutzgebieten und dem Ausbau der \u00f6kologischen Infrastruktur durch Bund und Kantone ab. Auch im Hinblick auf die nachhaltige Nutzung der Biodiversit\u00e4t sind bedeutende Anstrengungen erforderlich, namentlich in der Land- und Waldwirtschaft, der Agglomerations- und Energiepolitik sowie bei der Ber\u00fccksichtigung und Vernetzung von Insektenhabitaten bei raumplanerischen T\u00e4tigkeiten. Im Landwirtschaftsbereich werden mit der Agrarpolitik 2022 plus die Rahmenbedingungen so definiert, dass die nat\u00fcrlichen Ressourcen besser geschont werden und die Biodiversit\u00e4t wirkungsvoller gef\u00f6rdert wird.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1518566400000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1576800000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690517139183)\/","SubmissionDate":"\/Date(1513296000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5011,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Umwelt|Landwirtschaft"}}