{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20174315,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20174315,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"17.4315","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Institutionelle Investoren. Treuh\u00e4nderische Pflicht und Klimawandel","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Pariser \u00dcbereinkommen hebt die Schl\u00fcsselrolle von privaten Mitteln f\u00fcr die Erreichung der Klimaziele hervor und weist darauf hin, dass die Gesamtheit der Finanzmittelfl\u00fcsse in Einklang gebracht werden muss mit dem Ziel, den Temperaturanstieg auf 1,5 bis 2 Grad zu begrenzen (Art. 2 Abs. 1 Bst. c des \u00dcbereinkommens). Institutionelle Anleger (Asset-Owner), die ihr Verm\u00f6gen investieren m\u00f6chten, spielen daher eine besonders wichtige Rolle. Die schweizerischen Versicherungen und Pensionskassen geh\u00f6ren zu den gr\u00f6ssten und wichtigsten Verm\u00f6gensinhabern, da ihr Verm\u00f6gen insgesamt mehr als eine Billion Schweizerfranken betr\u00e4gt. Das Investieren dieser Summe in \u00dcbereinstimmung mit den Klimazielen hat eine grosse Hebelwirkung.</p><p>Ich stelle dem Bundesrat daher die folgenden Fragen:</p><p>1. Ist der Bundesrat der Ansicht, dass institutionelle Investoren, die die nachhaltige Entwicklung in ihre Investitionsentscheide einbeziehen, gegen ihre treuh\u00e4nderische Pflicht verstossen?</p><p>2. Denkt der Bundesrat, dass Nachhaltigkeit einen nachweislich direkten Einfluss auf das Rendite-Risiko-Profil der Anlagen von Pensionskassen hat?</p><p>3. Geh\u00f6rt es nach Ansicht des Bundesrates zur treuh\u00e4nderischen Pflicht institutioneller Investoren, die nachhaltige Entwicklung in ihre Investitionsentscheide einzubeziehen?</p><p>4. Geh\u00f6rt es nach Ansicht des Bundesrates zu ihrer treuh\u00e4nderischen Pflicht, die nachhaltige Entwicklung in ihren Dialog mit den Unternehmen, in die sie investieren, einzubeziehen?</p>","ReasonText":"<p>Gewisse Pensionskassen und Versicherungen haben begonnen, sich f\u00fcr den Klimawandel zu interessieren, und bem\u00fchen sich, die klimatischen Risiken so weit wie m\u00f6glich in ihre Investitionsentscheide einzubeziehen. So haben die Publica und die BVK 2016 beziehungsweise 2017 Kohleproduzenten aus ihrem Aktienportfolio ausgeschlossen. Damit die Klimaziele des Pariser \u00dcbereinkommens erreicht werden, m\u00fcssen die Mittel jedoch deutlich schneller umgeschichtet werden. Wieso dies bisher nur langsam geschieht, ist unter anderem darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass zahlreiche institutionelle Investoren (Pensionskassen und Versicherungen) nicht mit Sicherheit wissen, ob sie in die nachhaltige Entwicklung investieren d\u00fcrfen oder m\u00fcssen. Die Europ\u00e4ische Union m\u00f6chte dies auf Veranlassung der Expertengruppe f\u00fcr ein nachhaltiges Finanzwesen nun \u00e4ndern und die Definition der treuh\u00e4nderischen Pflicht so schnell wie m\u00f6glich anpassen.</p><p>Einer Studie des WWF zufolge sind verschiedene internationale Initiativen am Laufen, mit dem Ziel, das Verst\u00e4ndnis der treuh\u00e4nderischen Pflicht von Asset-Ownern und Asset-Managern (Verm\u00f6gensverwaltern) zu kl\u00e4ren. Ein anderer Bericht (Bericht der Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruchkaus Deringer aus dem Jahr 2005) hat best\u00e4tigt, dass Investoren Nachhaltigkeitsfaktoren in ihre Investitionsentscheide einbeziehen d\u00fcrfen und dass es sich dabei auch um eine gesetzliche Pflicht handelt. Der 2015 ver\u00f6ffentlichte Bericht \"Fiduciary Duty in the 21st Century\" der sogenannten Inquiry des UN-Umweltprogramms (Unep) kommt zum Ergebnis, dass es einen Verstoss gegen die treuh\u00e4nderische Pflicht darstellt, wenn Faktoren wie Umwelt, Soziales und Unternehmensf\u00fchrung nicht in Investitionsentscheide einbezogen werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./3./4. Klimaauswirkungen wie \u00dcberschwemmungen und Hitzeperioden k\u00f6nnen Verm\u00f6genswerte tangieren. Bei einem Klimawandel mit einem Temperaturanstieg von global 4 bis 6 Grad Celcius sind die prognostizierten Werteverluste massiv h\u00f6her, als wenn die Eind\u00e4mmung unter der kritischen Schwelle von 2 Grad Celsius respektive 1,5 Grad Celsius gegen\u00fcber vorindustrieller Zeit gelingt. Werden weltweit Massnahmen ergriffen, die den Verbrauch fossiler Energien einschr\u00e4nken oder direkt verteuern, k\u00f6nnten betroffene Firmen an Wert verlieren. Diese Risiken sind unterschiedlich hoch, je nachdem, ob die Dekarbonisierung der betroffenen Wirtschaftszweige sanft oder abrupt stattfindet. Der Bundesrat setzt darauf, dass der Einbezug solcher Langzeitrisiken wie des Klimawandels im Rahmen der treuh\u00e4nderischen Pflicht von institutionellen Investoren gegen\u00fcber ihren Versicherten und Kunden angemessen ber\u00fccksichtigt wird. Dies hat er auch in seiner Antwort auf die Interpellation Mazzone 17.3904, \"Pensionskassen und Klimanotfall. Auswirkungen von Investitionen auf das Klima offenlegen\", erl\u00e4utert.</p><p>Dabei kann der Dialog der institutionellen Investoren mit entsprechenden Firmen, in welche sie investieren, zielf\u00fchrend sein. Mit Angeboten wie den freiwilligen Klimavertr\u00e4glichkeits-Pilottests, welche das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (Bafu) und das Staatssekretariat f\u00fcr internationale Finanzfragen (SIF) f\u00fcr alle Pensionskassen und Versicherungen 2017 initiiert haben, unterst\u00fctzt der Bund die Investoren dabei, mehr Transparenz zu schaffen.</p><p>2. Rund 90 Prozent der wissenschaftlichen Studien kommen zum Schluss, dass die Ber\u00fccksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Gouvernanzkriterien keine negativen Auswirkungen auf die finanzielle Performance hat; eine Mehrheit der Studien zeigt sogar einen positiven Zusammenhang. Die Studie \"Klimafreundliche Investitionsstrategien und Performance\" (Bafu 2016) zeigt ebenfalls, dass sich mit klimavertr\u00e4glichen Investitionsstrategien marktkonforme Renditen erzielen lassen. Schon heute bietet der Markt klimafreundliche Anlageprodukte, mit denen sich in g\u00e4ngigen Finanzanlagen gebundene Emissionen um 10 bis 90 Prozent verringern liessen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1518566400000)\/","SubmittedBy":"Comte Rapha\u00ebl","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1520208000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|24|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690517210587)\/","SubmissionDate":"\/Date(1513296000000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5011,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Finanzwesen|Umwelt"}}