{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20181019,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20181019,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.1019","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Verg\u00e4rung von landwirtschaftlicher Biomasse. Ein m\u00f6glicher Beitrag zur Linderung des Problems der Antibiotikaresistenzen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Ph\u00e4nomen der bakteriellen Resistenz gegen Antibiotika ist ein grosses Problem f\u00fcr das Gesundheitswesen. Daher hat der Bundesrat die Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz lanciert. Ursachen f\u00fcr Antibiotikaresistenzen sind die \u00fcberm\u00e4ssige Anwendung von Antibiotika, Hygieneprodukte, die antibakterielle Mittel enthalten, oder auch pathogene Bakterien und R\u00fcckst\u00e4nde von Antibiotika, die \u00fcber das Abwasser aus Haushalten und die grossfl\u00e4chige Ausbringung von G\u00fclle und Jauche aus der Nutztierhaltung in die Umwelt gelangen.</p><p>Mit dem laufenden Ausbau von Abwasserreinigungsanlagen, die zunehmend auch Mikroverunreinigungen eliminieren k\u00f6nnen, wird ein Teil der Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nde und der pathogenen Bakterien mithilfe der daf\u00fcr eingesetzten Techniken zerst\u00f6rt werden. Doch das Abwasser aus der Landwirtschaft, das besonders stark mit Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nden und pathogenen Bakterien belastet ist, wird nach wie vor auf den Feldern ausgebracht und tr\u00e4gt somit zum Ph\u00e4nomen der Antibiotikaresistenzen bei. Gem\u00e4ss wissenschaftlichen Berichten f\u00fchrt die Entwicklung von multiresistenten Keimen zu besorgniserregenden Problemen der Resistenz bei Nutztieren.</p><p>Die Mengen an Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nden und pathogenen Bakterien in der Umwelt k\u00f6nnen jedoch reduziert werden, indem G\u00fclle mit spezifischen Verfahren der Verg\u00e4rung weiterverwertet wird. Bei solchen Verfahren werden diese Kontaminanten gr\u00f6sstenteils zerst\u00f6rt, w\u00e4hrend der D\u00fcngwert des G\u00e4rgutes erhalten bleibt und das entstehende Methan als Quelle von W\u00e4rmeenergie oder elektrischer Energie genutzt wird. Dar\u00fcber hinaus beseitigt die Verg\u00e4rung den Geruch der G\u00fclle und verhindert die Freisetzung von Methan, das wesentlich zur Klimaerw\u00e4rmung beitr\u00e4gt. Es handelt sich also um ein Verfahren, das f\u00fcr die Landwirtschaft eine interessante wirtschaftliche Diversifizierung darstellt.</p><p>Leider ist der Bau neuer Anlagen zur Verg\u00e4rung von landwirtschaftlicher Biomasse ins Stocken geraten, da es schwierig ist, den erzeugten Strom zu einem Preis zu verkaufen, der die Investition rentabel macht. Hunderte Biomasseanlagen stehen auf der Warteliste f\u00fcr das Verg\u00fctungssystem zur F\u00f6rderung erneuerbarer Energien.</p><p>Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass die Verg\u00e4rung zu einer Verringerung des Ph\u00e4nomens der Antibiotikaresistenzen beitragen kann?</p><p>Sieht er vor, die notwendigen Massnahmen zu treffen, um die Anzahl der Anlagen zur Verg\u00e4rung von landwirtschaftlicher Biomasse zu erh\u00f6hen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Ein geringerer Antibiotikaverbrauch tr\u00e4gt am meisten zur Bek\u00e4mpfung von Antibiotikaresistenzen bei. In der vom Bundesrat verabschiedeten Strategie sind diesbez\u00fcglich insbesondere die Handlungsfelder Pr\u00e4vention und sachgem\u00e4sser Einsatz entscheidend. In der Tierhaltung werden vor allem pr\u00e4ventive Massnahmen zur F\u00f6rderung der Tiergesundheit realisiert sowie die sachgem\u00e4sse Anwendung von Antibiotika durch den Tierarzt eingefordert. Massnahmen an der Quelle sind sicher kosteng\u00fcnstiger und effektiver als Massnahmen im nachfolgenden Prozess, zum Beispiel durch die Behandlung der G\u00fclle.</p><p>Eine vom Bund finanzierte Studie zeigt, dass humanpathogene Keime in einer Biogasanlage nicht angereichert werden. Der Keim Escherichia coli (E. coli) wird in mesophilen Biogasanlagen reduziert (10-100x) und in thermophilen Biogasanlagen praktisch eliminiert. Dagegen verm\u00f6gen mesophile Anlagen Enterokokken nicht zu reduzieren, w\u00e4hrend in thermophilen Anlagen eine deutliche Reduktion um einen Faktor 1000 stattfindet. Das Verh\u00e4ltnis von sensiblen zu resistenten Keimen, mit dem Leitkeim E. coli gemessen, reduziert sich weder in mesophilen noch in thermophilen Anlagen. Aufgrund dieser Resultate sind weitere F\u00f6rdermassnahmen zur Produktion erneuerbarer Energie mittels Biogasanlagen nicht verh\u00e4ltnism\u00e4ssig. Landwirtschaftliche Biogasanlagen werden mit der Energiestrategie noch bis 2022 gef\u00f6rdert, allerdings nicht prim\u00e4r aus Gr\u00fcnden der Reduzierung von Antibiotikaresistenzen. Ob und wie diese F\u00f6rderung danach weitergeht, ist abh\u00e4ngig von energie- und landwirtschaftspolitischen \u00dcberlegungen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1526428800000)\/","SubmittedBy":"Fridez Pierre-Alain","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1526428800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|66|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1750803068800)\/","SubmissionDate":"\/Date(1521072000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5012,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Energie|Gesundheit"}}