{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183172,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20183172,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.3172","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Interkulturelle Dolmetscher. Die Sozialindustrie treibt neue Bl\u00fcten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit hat im Newsletter \"Spectra\" Zahlen zum interkulturellen Dolmetschen ver\u00f6ffentlicht. Danach wurden 2016 im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialbereich 310 500 Einsatzstunden geleistet. Es sind j\u00e4hrliche Zuwachsraten von 10 bis 15 Prozent zu verzeichnen. Es gibt bereits \u00fcber 1100 interkulturelle Dolmetscher. Bei AOZ kostet das interkulturelle Dolmetschen 89 bis 146 Franken pro Stunde zuz\u00fcglich Fahrspesen und Arbeitsweg-Entsch\u00e4digung. Der Dolmetscherdienst der Caritas verlangt 100 bis 110 Franken pro Stunde zuz\u00fcglich Reisespesen. Es bildet sich hier eine weitere Sozialindustrie heraus, die von der Existenz einer Unterschicht lebt und die es fr\u00fcher nicht gegeben hat, obwohl schon immer Menschen aus fremden Kulturen hier lebten. So wird den Zuwanderern jedes Problem abgenommen, insbesondere auch jenes, sich nicht selbst um Spracherwerb zu bem\u00fchen. Antworten zu heiklen Fragen finden sich keine. </p><p>1. \"Es sind j\u00e4hrliche Zuwachsraten von 10 bis 15 Prozent zu verzeichnen\", schreibt das BAG. Ist das als Erfolg zu verstehen? Wenn ja, f\u00fcr wen? Haben wir in der Schweiz jedes Jahr so viel mehr bildungsferne Zuwanderer, die der deutschen Sprache nicht m\u00e4chtig sind? Wie erkl\u00e4rt sich diese starke Steigerung ganz genau?</p><p>2. In welcher Bandbreite belaufen sich die Kosten pro Stunde und wie viel im Durchschnitt?</p><p>3. Wie haben sich die Stundenans\u00e4tze in den letzten zehn Jahren f\u00fcr das Gesundheitswesen, wie f\u00fcr das Bildungswesen, wie f\u00fcr den Sozialbereich und wie f\u00fcr die \u00fcbrigen Bereiche (Justiz, Polizei usw.) entwickelt?</p><p>4. Was haben die 310 500 Einsatzstunden insgesamt gekostet, und welche Kostentr\u00e4ger sind involviert? Zahlt immer der Steuerzahler von Bund/Kanton/Gemeinde?</p><p>5. Wie vielen Personen konnten die Anbieter einen Teil bzw. die Kosten verrechnen? Wie viele leben von \u00f6ffentlichen Geldern (Sozialhilfe, IV-Rente mit EL, ALV usw.)?</p><p>6. Was gedenkt der Bundesrat gegen diese riesigen Zuwachsraten zu unternehmen?</p><p>7. Welche Bev\u00f6lkerungsgruppen haben von diesen Diensten profitiert (Nationalit\u00e4ten, Aufenthaltsstatus, aus Asylbereich, Fl\u00fcchtlinge, PFZ)?</p><p>8. Wie sollen die Personen, die diese Dolmetscherdienste in Anspruch nehmen, st\u00e4rker in die Finanzierung dieser Leistungen eingebunden werden?</p><p>9. Interkulturelle Dolmetscher lassen den Schluss zu, dass die Einwanderung von schlecht qualifizierten Migranten \u00fcberhandgenommen hat. Teilt der Bundesrat diese Schlussfolgerung?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./9. In der Schweiz leben etwa 200 000 Personen, die weder eine Landessprache noch Englisch verstehen. Diese Anzahl ist seit Jahren stabil. Die F\u00f6rderung des Spracherwerbs ist ein wichtiger Bestandteil der schweizerischen Integrationspolitik. Aufgrund der weltweiten Migrationsbewegungen werden jedoch auch in der Schweiz immer Personen wohnen, die unsere Landessprachen noch nicht sprechen oder nicht in gen\u00fcgendem Masse beherrschen, um komplexe Gespr\u00e4che - unter anderem im Rahmen einer medizinischen Behandlung - f\u00fchren zu k\u00f6nnen.</p><p>Die Zuwachsraten der Dolmetscheins\u00e4tze im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialbereich sind dadurch zu erkl\u00e4ren, dass das Bewusstsein der Fachpersonen f\u00fcr die Bedeutung einer guten Verst\u00e4ndigung gestiegen ist. Ohne Verst\u00e4ndigung k\u00f6nnen sie ihre Arbeit nicht in der geforderten Qualit\u00e4t erbringen. Im Gesundheitsbereich bedeutet dies: Ohne Verst\u00e4ndigung ist weder eine Anamnese noch eine Diagnose, noch eine Beurteilung des Krankheitsverlaufs m\u00f6glich. Vor- und Nachteile einer Behandlung oder eines medizinischen Eingriffs, Nebenwirkungen, Risiken und Untersuchungsergebnisse k\u00f6nnen nicht besprochen werden. Fehlversorgung und unn\u00f6tige Behandlungen k\u00f6nnen die Folge sein und f\u00fchren zu vermehrten Kosten. Das Dolmetschen erh\u00f6ht die Qualit\u00e4t der Behandlung, vermindert die Belastung des Gesundheitspersonals und st\u00e4rkt das kooperative Verhalten von Patientinnen und Patienten im Rahmen einer Therapie.</p><p>Juristisch unterstehen Gesundheitsfachleute der Aufkl\u00e4rungs- und Informationspflicht. Die informierte Einwilligung ist eine Voraussetzung f\u00fcr alle medizinischen Eingriffe. Dies ist sowohl im \u00dcbereinkommen \u00fcber Menschenrechte und Biomedizin des Europarates (Biomedizinkonvention; <a href=\"https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20011534/index.html\">https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20011534/index.html#</a>) als auch in den kantonalen Gesetzgebungen \u00fcber die Patientenrechte festgeschrieben (<a href=\"https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/service/gesetzgebung/patientenrechte.html\">https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/service/gesetzgebung/patientenrechte.html</a>). Auch die nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin empfiehlt in ihrer Stellungnahme vom 26. Januar 2017 die Gew\u00e4hrleistung eines Angebots an interkulturellen Dolmetschdiensten zur Wahrung der Menschenrechte im gesamten Gesundheitssystem (<a href=\"https://www.nek-cne.admin.ch/inhalte/Themen/Stellungnahmen/fr/DEF_NEK_Stellungnahme_Migranten_A4_FR_web.pdf\">https://www.nek-cne.admin.ch/inhalte/Themen/Stellungnahmen/fr/DEF_NEK_Stellungnahme_Migranten_A4_FR_web.pdf</a>).</p><p>2.-8. Die Kosten der Dolmetschleistungen werden von den Kunden, d. h. von den Spit\u00e4lern, Schulen, Sozialdiensten usw. bezahlt. Innerhalb der kantonalen Integrationsprogramme (KIP) werden die Beratung der Kunden sowie die Professionalisierung des interkulturellen Dolmetschens durch die Kantone und das Staatssekretariat f\u00fcr Migration (SEM) gef\u00f6rdert. Auf die Fragen der Interpellantin zur detaillierten Aufschl\u00fcsselung der Kosten, Kostentr\u00e4ger und Nutzenden des Dolmetschens im Gesundheits- und Sozialbereich k\u00f6nnen aufgrund fehlender Daten auf der nationalen Ebene keine Angaben gemacht werden. Die Sicherstellung des Einsatzes der Dolmetschenden in den verschiedenen Einsatzbereichen obliegt in erster Linie den Kantonen oder den Gemeinden.</p><p>Der Bundesrat erachtet die Unterst\u00fctzung der Verst\u00e4ndigung zwischen Personen, die in der Schweiz leben und weder eine Landessprache noch Englisch verstehen, und den Fachpersonen im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialbereich als notwendig.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1525824000000)\/","SubmittedBy":"Steinemann Barbara","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1592524800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|2831|2836|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690516199030)\/","SubmissionDate":"\/Date(1520985600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5012,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Kultur|Sozialer Schutz|Gesundheit"}}