{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183187,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20183187,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.3187","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wann erfolgt eine Begrenzung des Acrylamid-Gehalts zum Wohle der Konsumentinnen und Konsumenten?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Acrylamid ist ein Schadstoff in Lebensmitteln, der unter bestimmten Voraussetzungen entsteht, wenn st\u00e4rkehaltige Lebensmittel w\u00e4hrend der Herstellung zu stark erhitzt werden. Acrylamid erh\u00f6ht wahrscheinlich das Risiko einer Krebserkrankung, und Studien an Tieren haben gezeigt, dass es die DNA besch\u00e4digt. Die Fachleute der Europ\u00e4ischen Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (Efsa) empfehlen, die Aufnahme dieser Substanz zu minimieren, wobei namentlich Kinder die Altersgruppe darstellen, die im Verh\u00e4ltnis zu ihrem K\u00f6rpergewicht am meisten Acrylamid ausgesetzt ist. </p><p>Der Acrylamidgehalt im Endprodukt ist abh\u00e4ngig von der landwirtschaftlichen Produktion der Rohstoffe sowie von der Lagerung, der Zubereitung und der Art und Weise, wie das Nahrungsmittel gegart wird. Alle Stufen m\u00fcssen diese Problematik ber\u00fccksichtigen, und sie m\u00fcssen optimiert werden, um den Acrylamidgehalt in den konsumierten Nahrungsmitteln, insbesondere in denen f\u00fcr Kinder, zu minimieren.</p><p>Doch in der Schweiz gibt es noch keinen Grenzwert f\u00fcr den Acrylamidgehalt in Nahrungsmitteln und Getr\u00e4nken, und dies, obwohl Studien von Konsumentenschutzorganisationen wie der F\u00e9d\u00e9ration romande des consommateurs ein zu hohes Vorkommen von Acrylamid in Pommes frites aufgezeigt haben. Laut den Fachleuten der Efsa ist diese Speise f\u00fcr einen Grossteil der Acrylamidexposition bei Kindern verantwortlich. Sogar in Babykeksen, die in der Schweiz verkauft werden, wurde die Substanz nachgewiesen.</p><p>Am 11. April 2018 tritt die neue EU-Verordnung 2017/2158 in Kraft, deren Ziel es ist, den Acrylamidgehalt in Lebensmitteln zu minimieren. Sieht auch der Bundesrat vor, den Acrylamidgehalt in Nahrungsmitteln, die in der Schweiz erh\u00e4ltlich sind, zu begrenzen? Welche Massnahmen sieht er andernfalls vor, um die Konsumentinnen und Konsumenten zu sch\u00fctzen?</p><p>Kinder sind die Altersgruppe, die Acrylamid besonders stark ausgesetzt ist. Wird der Bundesrat pr\u00fcfen, ob es angezeigt ist, Acrylamidgrenzwerte f\u00fcr Lebensmittel einzuf\u00fchren, die f\u00fcr diese besonders verletzliche Zielgruppe bestimmt sind?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Acrylamid ist eine chemische Verbindung, die vor allem beim Frittieren, Backen, R\u00f6sten und Braten von st\u00e4rkehaltigen Lebensmitteln bei deutlich \u00fcber 100 Grad Celsius entsteht. Dies ist etwa der Fall bei der Herstellung von R\u00f6sti und Pommes frites. Auch Kaffee, Brot (vor allem die Kruste), Biskuits, Snacks und Fr\u00fchst\u00fcckszerealien tragen zur Aufnahme der Substanz bei. Acrylamid gilt f\u00fcr den Menschen als wahrscheinlich krebserregend. Weiter weisen Tierversuche darauf hin, dass Acrylamid das Nervensystem und die Fortpflanzung beeintr\u00e4chtigen kann. Deshalb sollte die Aufnahme durch Lebensmittel so gering wie m\u00f6glich gehalten werden.</p><p>Der Bund hat zusammen mit betroffenen Lebensmittelunternehmen bereits vor \u00fcber 15 Jahren Massnahmen zur Reduktion der Acrylamidbildung ergriffen. Diese zielen auf die spezifische Anpassung der Verfahren in der industriellen Herstellung von Lebensmitteln ab. Die Resultate der Kampagne zur Untersuchung von Acrylamidgehalten des Jahres 2014 best\u00e4tigen die Ergebnisse des Acrylamidmonitorings von 2007 und 2009 und zeigen, dass die Konzentrationen in industriell gefertigten Produkten stabil auf tiefem Niveau gehalten werden konnten. Weiter hat der Bund f\u00fcr die Konsumentinnen und Konsumenten Empfehlungen zur Lagerung und Zubereitung von Kartoffeln abgegeben.</p><p>In der EU gelten gest\u00fctzt auf die Verordnung (EU) 2017/2158 seit 11. April 2018 Vorschriften und Richtwerte zur Minimierung der Acrylamidgehalte in Lebensmitteln. Diese betreffen auch die Herstellung von Lebensmitteln, die f\u00fcr S\u00e4uglinge und Kleinkinder bestimmt sind. Werden Richtwerte \u00fcberschritten, d\u00fcrfen Produkte zwar weiter vermarktet werden, aber die Betriebe m\u00fcssen Massnahmen treffen, um die Richtwerte zuk\u00fcnftig einzuhalten. Die Resultate der obenerw\u00e4hnten Untersuchungen von Acrylamidgehalten zeigen, dass in der Schweiz diese Richtwerte durch die Lebensmittelindustrie bereits heute weitgehend eingehalten werden. Der Bund sieht dennoch vor, die Bestimmungen der Verordnung (EU) 2017/2158 auch ins Schweizer Recht zu \u00fcbernehmen. Voraussichtlich in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2018 wird dazu eine Vernehmlassung durchgef\u00fchrt werden. Die \u00dcbernahme der Richtwerte soll sicherstellen, dass auf allen Stufen die geeigneten Massnahmen umgesetzt werden. Die Betriebe sind zur Selbstkontrolle verpflichtet und m\u00fcssen die Einhaltung der Richtwerte \u00fcberpr\u00fcfen. Ob die Vorschriften eingehalten werden, wird von den kantonalen Vollzugsbeh\u00f6rden kontrolliert.</p><p>Der Bund hat keine Kompetenz, die h\u00e4usliche Herstellung, Behandlung und Lagerung von Lebensmitteln f\u00fcr die private h\u00e4usliche Verwendung zu regeln. Er hat aber, wie bereits erw\u00e4hnt, Empfehlungen zuhanden der Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben: <a href=\"http://www.blv.admin.ch\">www.blv.admin.ch</a> &gt; Lebensmittel und Ern\u00e4hrung &gt; Lebensmittelsicherheit &gt; Stoffe im Fokus &gt; Acrylamid. Der Bundesrat begr\u00fcsst zudem, dass Konsumentenschutzorganisationen das Thema regelm\u00e4ssig aufnehmen, was ebenfalls zur Information der Bev\u00f6lkerung beitr\u00e4gt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1525824000000)\/","SubmittedBy":"Mazzone Lisa","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1575504000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690515913167)\/","SubmissionDate":"\/Date(1520985600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5012,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}