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Erneuter Abbau gef\u00e4hrdet Angebote und verunsichert das Personal","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat hat angek\u00fcndigt, dass die Angebote f\u00fcr die landwirtschaftliche Forschung in Posieux/FR konzentriert werden sollen. Sch\u00f6nf\u00e4rberisch verkauft er den Abbau und die Mittelreduktion von 20 Prozent als St\u00e4rkung der Forschung. Mittels Konzentration und Rationalisierung sollen die Leistungen verbessert werden, heisst es. Dies ist mehr als fraglich, sondern verunsichert die eben reorganisierten Betriebe und das Personal erneut. Die Reorganisation per Januar 2017 ist erfolgt, um ger\u00fcstet f\u00fcr die aktuellen Herausforderungen zu sein. In der Antwort auf meine Interpellation 16.3303, \"Das Ende der ausgezeichneten schweizerischen landwirtschaftlichen Forschung?\", f\u00fchrte der Bundesrat noch aus: \"Die neue Struktur erlaubt es, schneller und direkter als bisher auf die spezifischen Anliegen der Schweizer Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft einzugehen. Die neuen Kompetenzzentren erleichtern den Austausch und die Zusammenarbeit mit der Praxis.\" Wenn nun die Konzentration in Posieux angestrebt wird, so fragt man sich, was die Aussagen und Versprechungen vor nicht allzu langer Zeit wert sind. </p><p>Wie ein Acker wird die landwirtschaftliche Forschung umgepfl\u00fcgt. Durch grosse personelle Ver\u00e4nderungen und Wegg\u00e4nge geht viel Wissen verloren, die Verunsicherung steigt. Die Ank\u00fcndigung erfolgt in einer Phase der Konsolidierung der Reorganisation. Das ist absolut unverst\u00e4ndlich und fragw\u00fcrdig. </p><p>Der Neubau in Posieux ist stark in Verzug. Die Eidgen\u00f6ssische Finanzkontrolle hat ebenfalls reagiert, dass das Raumprogramm \u00fcberpr\u00fcft werden m\u00fcsse. </p><p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen.</p><p>1. Warum st\u00fcrzt er die Agroscope erneut in eine Reorganisation, nachdem erst per 1. Januar 2017 eine neue F\u00fchrungsstruktur eingef\u00fchrt wurde?</p><p>2. Wie viele Personen werden betroffen sein?</p><p>3. Mit wie vielen Entlassungen muss gerechnet werden?</p><p>4. Wie viele Personen m\u00fcssen den Arbeitsort verlegen?</p><p>5. Wie gedenkt der Bundesrat das verspielte Vertrauen wiederzuerlangen?</p><p>6. Welche zeitlichen Etappen sind in dieser erneuten Reorganisation vorgesehen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Vorgaben im Rahmen der strukturellen Reform des Bundesrates vom November 2017 sind unabh\u00e4ngig von fr\u00fcheren Sparmassnahmen und Reorganisationen. Mit den Anfang M\u00e4rz angek\u00fcndigten Massnahmen soll ein bereits vor \u00fcber zehn Jahren begonnener Transformationsprozess zur St\u00e4rkung der landwirtschaftlichen Forschung abgeschlossen werden. Der Bundesrat sieht bei Agroscope noch weiteres Potenzial, die Aufgabenportfolios von Agroscope noch st\u00e4rker auf die k\u00fcnftigen Herausforderungen der Landwirtschaft auszurichten und mit einer Zusammenlegung der Standorte die Effizienz zu steigern. Angestrebt werden Einsparungen in der H\u00f6he von 20 Prozent des Budgets, das sind rund 40 Millionen Schweizerfranken. Es geht darum, die Betriebskosten, die heute 40 Prozent des Budgets von Agroscope ausmachen, zu reduzieren und gleichzeitig die Leistungen in Forschung und Dienstleistung so auszurichten, dass die gr\u00f6sste Wirkung f\u00fcr die Landwirtschaft und die Agrarpolitik erzielt werden kann.</p><p>2./4. Aufgrund der geplanten Zentralisierung der heute \u00fcber die ganze Schweiz verteilten zw\u00f6lf Agroscope-Standorte nach Posieux/FR m\u00fcssen voraussichtlich rund 400 bis 500 Mitarbeitende umziehen oder an den neuen Standort pendeln. Einige kleine Versuchsstationen, die f\u00fcr spezifische agronomisch relevante Gegebenheiten zust\u00e4ndig sind und/oder themenspezifische Interaktionen mit der Praxis unterst\u00fctzen, sollen in den verschiedenen Klima-Regionen erhalten bleiben.</p><p>3. Der Stellenabbau h\u00e4ngt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderen vom k\u00fcnftigen Aufgabenportfolio von Agroscope oder von der Nutzung von komplement\u00e4ren, strategischen Forschungszusammenarbeiten. Die Reform soll dabei \u00fcber zehn Jahre erfolgen. Es wird in dieser langen Zeit auch eine nat\u00fcrliche Fluktuation in der Belegschaft geben. Deshalb sollte es gelingen, das Ausmass der Entlassungen m\u00f6glichst gering zu halten.</p><p>5. Eine breit verankerte Arbeitsgruppe hat den Auftrag, die weiteren Meilensteine und detaillierten Inhalte des Projekts \"Strukturreform Agroscope\" zu erarbeiten und die notwendigen Grundlagen f\u00fcr den im Sommer geplanten definitiven Bundesratsentscheid vorzubereiten. Nach dem Entscheid des Bundesrates wird die weitere Umsetzung des Projekts sorgf\u00e4ltig geplant werden. Die Mitarbeitenden werden dabei laufend informiert. Der bisherige bew\u00e4hrte Austausch und Einbezug der Sozialpartner wird weitergef\u00fchrt.</p><p>6. Der Bundesrat wird im Sommer 2018 die Grobkonzepte und das weitere Vorgehen beschliessen. Ausgelegt ist das Projekt auf zehn Jahre. Damit wird die landwirtschaftliche Forschung langfristig garantiert.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1526428800000)\/","SubmittedBy":"Gysi Barbara","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1592524800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|36|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690516107753)\/","SubmissionDate":"\/Date(1521072000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5012,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Wissenschaft und Forschung|Landwirtschaft"}}