{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183319,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20183319,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.3319","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Kein Kahlschlag bei Agroscope, der Agrarforschungsanstalt des Bundes","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Agroscope, die Agrarforschungsanstalt des Bundes, ist mit ihrer Ressortforschung und der angewandten praxisnahen Forschung, gerade auch in guter und regelm\u00e4ssiger Zusammenarbeit mit dem Fibl, f\u00fcr die kommenden Jahrzehnte enorm wichtig: Die Schweizer Landwirtschaft braucht eine gest\u00e4rkte praxisnahe Forschung und standortgerechte Pflanzen- und Tierz\u00fcchtung, um nachhaltiger und ressourcenschonender zu werden und sich dem raschen Klimawandel anzupassen. Der Kampf gegen die Kirschessigfliege zeigt die Notwendigkeit f\u00fcr \u00f6ffentliche Forschung. Denn der Schweizer Markt ist zu klein, um Anreize f\u00fcr privatwirtschaftliche Forschungsl\u00f6sungen bieten zu k\u00f6nnen. Wir brauchen mehr Forschung vor Ort f\u00fcr die agronomischen und umweltrelevanten Probleme vor Ort und ganz sicher keinen Kahlschlag bei der \u00f6ffentlichen Agrarforschung.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Warum wurde beim Entscheid f\u00fcr diese radikale Neuausrichtung von Agroscope das Parlament nicht mit einbezogen?</p><p>2. Warum wurde bei Agroscope als Forschungseinrichtung von nationaler Bedeutung einzig der Abbau in Erw\u00e4gung gezogen und wurden nicht in Anbetracht des grossen Forschungsbedarfs f\u00fcr die Schweizer Landwirtschaft mehr Mittel und mehr Innovation f\u00fcr eine angewandte \u00f6kologische Agrarforschung Schweiz investiert? </p><p>3. Agroscope 18 plus war eine als Effizienzsteigerung begr\u00fcndete, breitangelegte Reorganisation. Welche Berechnungen rechtfertigen nun diesen drastischen R\u00fcckbau, k\u00f6nnen doch die Wirkungen dieser aktuellsten Reorganisation noch gar nicht quantifiziert sein? Wie erkl\u00e4rt er den nun nicht mehr realisierbaren Nutzen der bereits eingesetzten Steuergelder? </p><p>4. Wurden andere Szenarien in Betracht gezogen, und wenn ja, welche?</p><p>5. Ist von der geplanten Schliessung der diversen Forschungsstandorte auch das Steinobstzentrum Breitenhof in Wintersingen/BL betroffen? Wenn ja, wo finden dann Sortenpr\u00fcfungen und Forschung f\u00fcr Steinobst statt?</p><p>6. Wie werden die Ziele von Agroscope inhaltlich angepasst und mit welchen Schnittstellen zur ETH? Wird gar in Erw\u00e4gung gezogen, Teile von Agroscope in die ETH zu integrieren? Mit welcher Strategie und welchem Ziel? Soll auch an private Forschungsfirmen ausgelagert werden? Wenn dies geplant ist, wie genau findet diese Auslagerung statt und mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Festlegung der zweckm\u00e4ssigen Organisation der Bundesverwaltung sowie deren Anpassung an die Verh\u00e4ltnisse liegt grunds\u00e4tzlich in der Zust\u00e4ndigkeit des Bundesrates (Art. 8 RVOG). Mit dem Ziel, die Effizienz in der Bundesverwaltung zu verbessern und sparsamer mit den finanziellen Ressourcen des Bundes umzugehen, hat der Bundesrat im November 2017 ein Vorgehenskonzept f\u00fcr strukturelle Reformen verabschiedet und Vertiefungsauftr\u00e4ge erteilt. Auch bei Agroscope sieht er Potenzial, mittels einer Portfolio\u00fcberpr\u00fcfung und einer Zusammenlegung der Standorte die Effizienz weiter zu steigern. Agroscope nutzt die Chance, den Weg der bereits begonnenen Modernisierung weiterzuf\u00fchren und aus den neuen Vorgaben ein Zukunftsprojekt zu machen. Das Parlament wird nach den Beschl\u00fcssen zu den Grobkonzepten und zum weiteren Vorgehen in den Entscheidungsprozess einbezogen, insbesondere im Rahmen der n\u00f6tigen Baubotschaften.</p><p>2. Das auf zehn Jahre ausgelegte Zukunftsprojekt Agroscope soll einerseits die landwirtschaftliche Forschung langfristig garantieren und einen Schlussstrich unter die andauernde Ungewissheit ziehen. Andererseits werden die Betriebskosten reduziert und damit die f\u00fcr die Wissenschaft zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel erh\u00f6ht. Dieses Ziel kann mit der Fokussierung auf einen Standort erreicht werden. Neben den Infrastruktur-Fragen beinhaltet die Neupositionierung von Agroscope deshalb auch eine \u00dcberpr\u00fcfung des Portfolios im Sinne einer verst\u00e4rkten Ausrichtung auf die k\u00fcnftigen Herausforderungen der Landwirtschaft. Dabei geht es nicht nur um Reduktion, sondern auch um Anpassungen und Aufbaugebiete.</p><p>3. Mit den Anfang M\u00e4rz angek\u00fcndigten Massnahmen soll ein bereits vor \u00fcber zehn Jahren begonnener Transformationsprozess zur St\u00e4rkung der landwirtschaftlichen Forschung abgeschlossen werden. Ziel ist es gerade, die Steuergelder m\u00f6glichst wirksam einzusetzen, insbesondere mit einer Reduktion der hohen Betriebskosten, die heute 40 Prozent des Budgets von Agroscope beanspruchen. Die Kosten-Nutzen-Analysen wurden f\u00fcr die Szenarien drei, zwei und ein Standort(e) durchgef\u00fchrt. Neben der reinen Kostenfrage wurden auch Aspekte wie Synergienutzung, Systemforschung, F\u00fchrbarkeit und Motivation der Mitarbeitenden in die \u00dcberlegungen mit einbezogen.</p><p>4. Es ist vorgesehen, dass weiterhin dezentrale Versuchsstationen in Form von Satelliten betrieben werden. Diese sollen sich einzig an landwirtschaftlichen Bed\u00fcrfnissen ausrichten, d. h. an klimatischen und geografischen Besonderheiten oder an produktespezifischen regionalen Interessen, die mit dem Know-how von Agroscope unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen. \u00dcber die Standorte der Satelliten wird im Rahmen der Detailkonzepte zu entscheiden sein.</p><p>5. Die Schweizer Landwirtschaft ist mit wirtschaftlichen und umweltbedingten Entwicklungen konfrontiert, die als Antwort eine professionelle, interdisziplin\u00e4re wissenschaftliche Forschung erfordern. Der Bundesrat setzt mit dem Projekt \"Strukturreform\" ein starkes Zeichen daf\u00fcr, dass Agroscope seine Stellung in der Forschungsgemeinschaft st\u00e4rken kann.</p><p>6. Mit der \u00dcberpr\u00fcfung des Forschungs- und Dienstleistungsportfolios soll festgelegt werden, welche Leistungen von Dritten erbracht werden k\u00f6nnen und welche zuk\u00fcnftig zu den Priorit\u00e4ten von Agroscope geh\u00f6ren sollen. Zudem soll die nationale und internationale strategische Zusammenarbeit verst\u00e4rkt werden, um den wissenschaftlichen Austausch zu f\u00f6rdern, Doppelspurigkeiten zu vermeiden und sich regelm\u00e4ssig auf den neuesten Stand zu bringen. Entscheide sind im Rahmen der Detailkonzepte zu f\u00e4llen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1526428800000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1575504000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|36|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690515629547)\/","SubmissionDate":"\/Date(1521158400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5012,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Wissenschaft und Forschung|Landwirtschaft"}}