{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183324,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20183324,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.3324","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Die Vollzugsrichtlinien zur Vermeidung von st\u00f6rendem Licht anpassen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Teilt der Bundesart die Erkenntnisse der Studien, dass die \u00f6ffentliche Beleuchtung mit LED kleiner als 3000 Kelvin der Schonung und Erhaltung der Artenvielfalt und der Schlafgesundheit der Menschen dienen w\u00fcrde?</p><p>2. Wenn nicht, mit welcher Begr\u00fcndung?</p><p>3. Ist der Bundesrat bereit, bei den \"Vollzugsrichtlinien zur Vermeidung von st\u00f6rendem Licht\" entsprechend tiefere LED-Farbtemperaturen zu verlangen?</p><p>4. Wenn nicht, mit welchen Massnahmen will der Bundesrat dem Vorsorgeprinzip folgend die nachtaktive Fauna und den Menschen vor st\u00f6rendem Kunstlicht sch\u00fctzen?</p>","ReasonText":"<p>Im Jahr 2005 wurden Empfehlungen des Bafu zur Vermeidung unn\u00f6tiger Lichtemissionen im Aussenraum publiziert. Bis Ende 2018 sollen sie nun als Vollzugshilfe vorliegen. Vorgesehen ist eine Empfehlung von LED-Leuchten mit einem hohen Blauanteil (gr\u00f6sser als oder gleich 3000 Kelvin).</p><p>Zwischen 2007 und 2016 wuchs in international publizierenden Organisationen (Unesco, IDA, WHO, AMA) die Erkenntnis, dass sich vor allem UV-Licht und der blaue Anteil im Spektrum des k\u00fcnstlichen Lichts w\u00e4hrend der Nacht st\u00f6rend auf Menschen und Tiere auswirken k\u00f6nnen, da sie den Tag-/Nachtrhythmus beeinflussen und die physiologische Erholung behindern k\u00f6nnen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen sch\u00e4dliche Folgen f\u00fcr die Kreisl\u00e4ufe der Natur/die Biodiversit\u00e4t. Siehe <a href=\"http://www.darksky.ch/LED-3000-de\">www.darksky.ch/LED-3000-de</a>.</p><p>Bereits seit 1. M\u00e4rz 2013 existiert die Norm SIA 491 (SN 586:491 2013), welche f\u00fcr die Beleuchtung in \u00f6kologisch sensiblen Gebieten empfiehlt, Blauanteile des Lichts, UV und IR-Strahlung m\u00f6glichst zu vermeiden. Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit empfiehlt seit 2016 in der N\u00e4he zum Schlafort und zur Schlafzeit warmweisse LED oder Energiesparlampen mit Farbtemperaturen von zirka 3000 Kelvin.</p><p>Im Aussenraum wird oft aus Effizienz\u00fcberlegungen Kunstlicht mit einem relativ hohen Blauanteil (gr\u00f6sser als oder gleich 4000 Kelvin) eingesetzt. Die Effizienzminderung durch w\u00e4rmeres LED-Licht mit geringerem Blauanteil (kleiner als 3000 Kelvin) ist bekannt, betr\u00e4gt jedoch heute weniger als 10 Prozent. Dieser kleine Nachteil ist im Vergleich zur Energieeinsparung durch den Umstieg auf LED und besonders auf intelligente, dimmbare L\u00f6sungen gering.</p><p>Es ist sowohl technisch m\u00f6glich als auch wirtschaftlich tragbar, bei der Erneuerung der \u00f6ffentlichen Beleuchtung zum Schutz von Mensch und Natur auf die w\u00e4rmere Farbtemperatur zu setzen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./2. Der Bundesrat hat im Bericht \"Auswirkungen von k\u00fcnstlichem Licht auf die Artenvielfalt und den Menschen\" in Erf\u00fcllung des Postulates Moser 09.3285 darauf hingewiesen, dass die Lichtverschmutzung ein negativer Faktor f\u00fcr die Artenvielfalt sein kann: Der Lebensraum von nachtaktiven Tieren kann durch Lichtemissionen zerschnitten, ihr Aktionsradius eingeschr\u00e4nkt und das Nahrungsangebot reduziert werden. Insekten werden durch Ultraviolett- und Blauanteile besonders stark angezogen. Warmweisse LED haben gem\u00e4ss ersten Untersuchungen die kleinste Anlockwirkung.</p><p>Allerdings ist die Belastung der Artenvielfalt nicht auf einen einzelnen Faktor zur\u00fcckzuf\u00fchren, sondern auf das oftmals gleichzeitige Auftreten verschiedener Gef\u00e4hrdungen. Hauptursachen f\u00fcr den Artenschwund sind die Intensivierung der Landnutzung, der Verlust und die Fragmentierung von nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4umen, der Klimawandel, invasive gebietsfremde Arten oder Verschmutzungen (bspw. durch Pestizide, N\u00e4hrstoffzufuhr oder Mikroverunreinigungen).</p><p>Dass der Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen, und damit auch sein Schlaf, durch Licht mit einem hohen Blauanteil beeinflusst werden kann, ist f\u00fcr den Bereich der Innenbeleuchtung bekannt. Daher empfiehlt das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG), an Orten, wo sich Personen vor dem Schlafen l\u00e4ngere Zeit aufhalten, Leuchtmittel mit einem geringen Blauanteil einzusetzen. Bei der viel schw\u00e4cheren Aufhellung von Wohnr\u00e4umen durch die \u00f6ffentliche Aussenbeleuchtung gibt es hingegen keine vergleichbaren Hinweise auf eine spezifische Wirkung blauhaltigen Lichts.</p><p>3./4. Emissionen und Immissionen von k\u00fcnstlichem Licht in der Umwelt sind eine Einwirkung, die nach den Grunds\u00e4tzen des Umweltschutzgesetzes (USG; SR 814.01) zu begrenzen ist. Die Thematik ist vergleichsweise neu, die Grundlagen f\u00fcr die Beurteilung der Auswirkungen sind l\u00fcckenhaft und Praxiserfahrungen f\u00fcr die Vermeidung unerw\u00fcnschten Lichts in der Umwelt m\u00fcssen gesammelt werden. Der Bundesrat erachtet es deshalb als verfr\u00fcht, die Begrenzung von Licht in der Umwelt rechtsverbindlich in einer Verordnung zu regeln. Er m\u00f6chte dem Wunsch der Vollzugsbeh\u00f6rden nach Orientierung und Unterst\u00fctzung vielmehr mit der Erg\u00e4nzung einer Vollzugshilfe des Bundesamtes f\u00fcr Umwelt (Bafu) nachkommen. Ein entsprechender Entwurf war bereits bei den interessierten Kreisen in einer Anh\u00f6rung. Die Vollzugshilfe wird empfehlenden Charakter haben und es erlauben, Praxis- und Vollzugserfahrungen zu sammeln. Sie enth\u00e4lt Empfehlungen zu den relevanten Aspekten wie beispielsweise Notwendigkeit, Intensit\u00e4t, Auswahl, Ausrichtung und zeitliche Steuerung der Beleuchtung. Im Entwurf ist keine Empfehlung f\u00fcr Licht mit einem hohen Blauanteil enthalten. Es ist vielmehr eine differenzierte Betrachtungsweise vorgesehen: Von der Verwendung von kaltweissen LED wird abgeraten. F\u00fcr F\u00e4lle, wo aus Sicherheits- oder Energieeffizienzgr\u00fcnden zwischen neutralweissen und warmweissen LED abzuw\u00e4gen ist, werden Hinweise zu den Vor- und Nachteilen gegeben. Und f\u00fcr Beleuchtungen am Siedlungsrand oder in Naturr\u00e4umen wird - falls eine Beleuchtung \u00fcberhaupt notwendig ist - der Einsatz von warmweissen LED empfohlen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1524614400000)\/","SubmittedBy":"Grossen J\u00fcrg","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1592524800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|66|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690515579067)\/","SubmissionDate":"\/Date(1521158400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5012,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Energie|Gesundheit"}}