{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183329,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20183329,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.3329","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Spannungsfeld Elektromobilit\u00e4t und Energiestrategie 2050","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die neuen CO2-Ziele der Schweiz aufgrund der Umsetzung des Pariser Klima\u00fcbereinkommens tangieren auch die Mobilit\u00e4tsbed\u00fcrfnisse unserer Einwohner und Einwohnerinnen. Die Automobilindustrie reagiert auf die versch\u00e4rften Zielvorgaben und will gem\u00e4ss Auto Schweiz in den n\u00e4chsten Jahren den Anteil der Elektrofahrzeuge auf 10 Prozent des gesamten Automobilparks erh\u00f6hen. Dies entspricht auch der immer st\u00e4rkeren Nachfrage im Individualverkehr nach umweltschonenden Fahrzeugen. Im Zusammenhang mit der Zunahme der Elektromobilit\u00e4t stellen sich aber auch einige heikle Fragen in Bezug auf die gesamte \u00d6kobilanz vor allem mit Blick auf den Strombedarf.</p><p>Ich bitte den Bundesrat darum um Beantwortung der nachstehenden Fragen:</p><p>1. Wie wird sich die Gesamt\u00f6kobilanz entwickeln, wenn 10 Prozent der Automobile Elektrofahrzeuge und Hybri/Plug-in-Hybrid sein werden?</p><p>2. Welchen Einfluss hat ein massiver Anstieg der Elektrofahrzeuge auf den Stromverbrauch der Schweiz? Wie kann sichergestellt werden, dass der zus\u00e4tzliche Strombedarf nicht \u00fcber den Import von Dreckstrom gedeckt wird? </p><p>3. Gem\u00e4ss EnG soll der Stromverbrauch in der Schweiz um 13 Prozent sinken. Dies steht im Widerspruch zur F\u00f6rderung der Elektromobilit\u00e4t. Wie will der Bundesrat diesem Widerspruch begegnen?</p><p>4. K\u00f6nnte es aufgrund der weiteren Elektrifizierung der Wirtschaft und Gesellschaft in Spitzenzeiten dazu f\u00fchren, dass die Stromsicherheit/Netzsicherheit nicht mehr gew\u00e4hrleistet werden kann?</p><p>5. Aus Sicht der gesamten \u00d6kobilanz ist die Entsorgung und das Recycling der Batterien der Automobilindustrie ein wichtiges Thema. Wieweit ist diese Frage in der Schweiz schon gekl\u00e4rt? </p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Aktuelle \u00d6kobilanzen zeigen, dass in Bezug auf die CO2-Emissionen Elektroautos heute unter Ber\u00fccksichtigung der Herstellung der Fahrzeuge (inkl. Batterie) sowie der Verwendung des Schweizer Strommix konventionellen Verbrennungsmotoren deutlich \u00fcberlegen sind. Daran wird sich auch in Zukunft durch den Zubau erneuerbarer Energien nichts \u00e4ndern. In Bezug auf die Gesamt\u00f6kobilanz sind Elektrofahrzeuge heute im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor (Schweizer Flottenschnitt) leicht besser und bieten die Chance, die lokalen Emissionen von Luftschadstoffen und L\u00e4rm zu senken. Zudem besteht bei den Elektrofahrzeugen noch ein erhebliches Verbesserungspotenzial, insbesondere bez\u00fcglich effizienter Energie- und Rohstoffnutzung bei der Batterieherstellung sowie einer erh\u00f6hten Lebensdauer der Batterien.</p><p>Gem\u00e4ss den im Auftrag des Bundesamtes f\u00fcr Energie (BFE) erstellten Energieperspektiven wird ein 10-Prozent-Anteil von Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen an der Gesamtflotte je nach Szenario zwischen 2029 und 2033 erreicht werden. Auswirkungen auf die Gesamt\u00f6kobilanz k\u00f6nnen f\u00fcr diese zuk\u00fcnftigen Fahrzeugtechnologien heute noch nicht detailliert abgesch\u00e4tzt werden, es ist aber auf jeden Fall von einer deutlichen Reduktion der CO2-Emissionen und einer Reduktion der Gesamtumweltbelastung auszugehen.</p><p>2./3. Die von Auto Schweiz angek\u00fcndigte Erh\u00f6hung des Anteils von Elektrofahrzeugen auf 10 Prozent bis ins Jahr 2020 bezieht sich auf den Anteil von Elektrofahrzeugen bei den Neuwagen. Dies w\u00fcrde bis 2020 einem Anteil von zirka 2 bis 3 Prozent an der Gesamtflotte von heute \u00fcber 4,5 Millionen Personenwagen entsprechen. Der Strombedarf f\u00fcr diesen Flottenanteil liegt bei zirka 0,2 Terawattstunden, was zirka 0,3 Prozent der Schweizer Inlandproduktion entspricht. Der l\u00e4ngerfristige Strombedarf f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t wird gem\u00e4ss Energieperspektiven im Jahr 2050 je nach Szenario zwischen 2,5 und 6,3 Terawattstunden betragen. F\u00fcr das Stromangebot insgesamt wurden in den Energieperspektiven 2050 verschiedene Varianten berechnet. Der f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t ben\u00f6tigte Strom kann l\u00e4ngerfristig prim\u00e4r durch Effizienzsteigerungen in anderen Sektoren und durch den Zubau neuer erneuerbarer Energien sichergestellt werden. Eine weitere Energieeffizienzmassnahme besteht in einer verst\u00e4rkten Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr zum \u00f6ffentlichen Verkehr, dessen energetischer Wirkungsgrad wesentlich h\u00f6her ist.</p><p>Die Richtwerte im EnG zum Elektrizit\u00e4tsverbrauch basieren auf den Szenarien der Energieperspektiven 2050, welche die Elektromobilit\u00e4t ber\u00fccksichtigen.</p><p>4. Mit der zunehmenden Marktdurchdringung der Elektromobilit\u00e4t wird die Belastung der (Verteil-)Netze durch den tendenziell steigenden Verbrauch und h\u00f6here Lastspitzen zunehmen. Die Netze verf\u00fcgen kurz- und mittelfristig allerdings \u00fcber gen\u00fcgend Kapazit\u00e4t, um die zus\u00e4tzliche Nachfrage zu decken. M\u00f6gliche Netzengp\u00e4sse durch Nachfragespitzen k\u00f6nnen durch gezielten Netzausbau, Smart Grids und intelligente Ladesteuerungen vermieden werden. Zudem bietet die Elektromobilit\u00e4t die M\u00f6glichkeit, mittels intelligenter Steuerung Lastspitzen zu gl\u00e4tten und die Flexibilit\u00e4t im System zu erh\u00f6hen. Mit den in der Energiestrategie 2050 verankerten gesetzlichen Rahmenbedingungen zu intelligenten L\u00f6sungen (Smart-Meter-, Regel- und Steuersysteme) ist bereits eine gesetzliche Regelung vorhanden, die es erlaubt, k\u00fcnftig die Netzbelastung so zu steuern, dass ein teurerer, konventioneller Netzausbau verhindert wird.</p><p>5. Die Berner Fachhochschule hat 2017 eine Studie zur Technologiefolgenabsch\u00e4tzung von lithiumhaltigen Batterien publiziert (Technologiefolgenabsch\u00e4tzung und Pr\u00fcfrichtlinien von lithiumhaltigen Batterien). Auf europ\u00e4ischer Ebene bestehen verschiedene Forschungs- und Entwicklungsaktivit\u00e4ten und erste Erfahrungen bei der industriellen Umsetzung des Recyclings. Der Fokus liegt derzeit auf der Wiedergewinnung der mengenm\u00e4ssig bedeutsamen und wirtschaftlich werthaltigen Metalle Kobalt, Nickel und Kupfer aus Batterien. Auf das Recycling von Lithium wird aktuell aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden verzichtet. Als Traktionsbatterie in Autos ausgediente Akkus verf\u00fcgen allerdings noch \u00fcber eine Restkapazit\u00e4t von rund 80 Prozent. Batterien k\u00f6nnen vor dem Recycling beispielsweise als station\u00e4rer Zwischenspeicher f\u00fcr Fotovoltaikstrom genutzt werden (Second-Life-Batterien). Das BFE unterst\u00fctzt hierzu verschiedene Pilotprojekte, z. B. mit ausgedienten Batteriezellen der Elektroroller der Schweizerischen Post.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1526428800000)\/","SubmittedBy":"Fiala Doris","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1529020800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"48|66","Category":null,"Modified":"\/Date(1690516555710)\/","SubmissionDate":"\/Date(1521158400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5012,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Verkehr|Energie"}}