{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183331,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20183331,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.3331","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Folgen der Aufhebung der Pilzkontrollpflicht","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Seit der \u00c4nderung des Lebensmittelgesetzes vom 9. Oktober 1992 besteht keine nationale Regelung mehr f\u00fcr die Kontrolle privat gesammelter Pilze. Vorher war die Pilzkontrolle als Sonderfall geregelt. Seither nahm die Zahl der Pilzkontrollstellen ab. Den bisherigen Kontrolleurinnen und Kontrolleuren wurde mit der Kontrollpflicht die gesetzliche Grundlage entzogen. Einige Kantone hoben aus Spargr\u00fcnden alle Pilzkontrollstellen auf.</p><p>2017 war ein starkes Pilzjahr. Auch die Anzahl der Pilzvergiftungen stieg: Die Stiftung Tox Info Suisse verzeichnete 2017 fast 600 Pilzvergiftungen. Bei einer Pilzvergiftung z\u00e4hlt jede Minute. \u00dcber Tox Info Suisse bieten \u00c4rztinnen und \u00c4rzte und Spit\u00e4ler speziell ausgebildete Notfall-Pilzexpertinnen und -experten aus: Diese Vapko-diplomierten Kontrolleurinnen und Kontrolleure verf\u00fcgen \u00fcber eine anspruchsvolle Zusatzausbildung. Die Kosten f\u00fcr die Aus-, Weiterbildung und das Dauerpikett werden selber getragen. Besonders heikel sind Kinderunf\u00e4lle. Durch die enge Zusammenarbeit des Tox-Zentrums und der Kontrolleurinnen und Kontrolleure k\u00f6nnen hier grosse Kosten eingespart werden, da f\u00fcr die Patientinnen und Patienten in vielen F\u00e4llen die Pilzfachperson den Gang in das Spital mit grossen Folgekosten erspart.</p><p>1. In der Antwort auf die Motion 99.3138 hielt der Bundesrat fest: \"Eine \u00c4nderung des LMG steht f\u00fcr den Bundesrat somit nur dann zur Diskussion, wenn die Kantone nicht gewillt oder nicht in der Lage sind, die Pilzkontrolle einer dem Risiko angemessenen Regelung zuzuf\u00fchren.\" Wie beurteilt er die Lage? Welche Massnahmen erw\u00e4gt er, wenn Kantone wie zum Beispiel in der Innerschweiz die Pilzkontrolle g\u00e4nzlich aufheben?</p><p>2. Die amtlichen Pilzkontrollstellen gelten als Ansprechstelle f\u00fcr jegliche Fragen um Pilze von Privatpersonen, \u00c4rztinnen und \u00c4rzten, Schulen usw. Wie gew\u00e4hrleistet der Bund, dass mit dem R\u00fcckgang der Kontrollstellen die n\u00f6tige Aufkl\u00e4rungsarbeit im Sinne des Gesundheitsschutzes geleistet wird?</p><p>3. Wie gew\u00e4hrleistet der Bund ohne gesetzliche Grundlage die Ausbildung einer gen\u00fcgenden Anzahl Personen, die bei einer Pilzvergiftung Pilze identifizieren und so die Behandlungsmethode definieren k\u00f6nnen?</p><p>4. Im Vergiftungsfall z\u00e4hlt jede Minute. Die Wege m\u00fcssen kurz sein. Wie reagiert der Bundesrat darauf, dass seit der Gesetzes\u00e4nderung des LMG ganze Regionen nicht mehr daf\u00fcr besorgt sein m\u00fcssen, dass eine Expertin oder ein Experte vor Ort ist?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Anzahl Beratungen der Stiftung Tox Info Suisse (Informationsstelle f\u00fcr Vergiftungsf\u00e4lle) zu m\u00f6glichen Pilzvergiftungen liegt je nach G\u00fcte eines Pilzjahres zwischen 400 und 600 pro Jahr. Dabei geht es nicht immer um m\u00f6gliche Pilzvergiftungen aufgrund einer Verwechslung von essbaren mit nichtessbaren Pilzen durch Pilzsammlerinnen und Pilzsammler, sondern auch etwa um Vergiftungen mit halluzinogenen Pilzen (\"Zauberpilze\") und Symptome nach dem Konsum von gekauften Speisepilzen. Pilzvergiftungen sind im Vergleich mit anderen Vergiftungen (z. B. Medikamente) selten und betreffen rund 2 Prozent aller Anfragen an Tox Info Suisse.</p><p>Das Lebensmittelgesetz (SR 817.0) geht vom Grundsatz aus, dass die Verwendung von Lebensmitteln zum Eigengebrauch nicht reglementiert wird. Hier wird an die Eigenverantwortung der Konsumentinnen und Konsumenten appelliert. Deshalb ist das private Sammeln von Pilzen f\u00fcr die private h\u00e4usliche Verwendung vom Geltungsbereich des Gesetzes ausgenommen. F\u00fcr die Kantone besteht somit keine bundesrechtliche Verpflichtung, Pilzkontrollstellen zu unterhalten. Entsprechend besteht aus Sicht des Bundesrates auch kein Handlungsbedarf, wenn gesammelte Pilze nicht in allen Kantonen kontrolliert werden k\u00f6nnen. Er begr\u00fcsst es selbstverst\u00e4ndlich, wenn die Kantone Pilzkontrollstellen betreiben. Eine wirkungsvolle Pilzkontrolle kann auch von privaten Organisationen durchgef\u00fchrt werden. So hat die Schweizerische Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane (Vapko) auf ihrer Internetseite ein Verzeichnis aufgebaut, das es Pilzsammlerinnen und Pilzsammlern erlaubt, Kontrollm\u00f6glichkeiten in ihrer N\u00e4he zu finden.</p><p>2./3. Die Vapko leistet im Bereich der Pilzkontrolle eine wichtige Arbeit, insbesondere mit dem Verzeichnis der Pilzkontrollstellen, der Ausbildung von Pilzkontrolleurinnen und -kontrolleuren und der Information der \u00d6ffentlichkeit. Gem\u00e4ss Angaben der Vapko haben im Jahr 2017 28 Personen die Ausbildung zur Pilzkontrolleurin oder zum Pilzkontrolleur erfolgreich abgeschlossen. Zudem informiert auch das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) die Konsumentinnen und Konsumenten zu m\u00f6glichen Risiken des Verzehrs von selbstgesammelten Pilzen. Das Merkblatt \"Pilze sammeln - kontrollieren lassen - zubereiten: Pilzgenuss ohne Reue!\" ist in 11 Sprachen verf\u00fcgbar und wird beim Start der Pilzsaison jeweils prominent auf der Internetseite des BLV platziert und k\u00fcnftig \u00fcber den Twitterkanal des BLV bekanntgemacht.</p><p>4. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass in der Schweiz ein hinreichendes System zur Pr\u00e4vention und Behandlung von Pilzvergiftungen besteht. Die Notfallnummer 145 von Tox Info Suisse ist w\u00e4hrend 24 Stunden erreichbar. Der Dienst ist spezialisiert auf alle Vergiftungsf\u00e4lle und arbeitet mit einem Netzwerk von Expertinnen und Experten. Erg\u00e4nzt wird dieses Netzwerk durch die lokalen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte sowie die Notfallstellen der Spit\u00e4ler.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1525824000000)\/","SubmittedBy":"Gl\u00e4ttli Balthasar","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1592524800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690516589800)\/","SubmissionDate":"\/Date(1521158400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5012,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}