{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183369,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20183369,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.3369","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Senkung der Gesundheitskosten durch Fokussierung auf muskuloskelettale Erkrankungen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Gr\u00fcnde f\u00fcr die rapide Zunahme von muskuloskelettalen Erkrankungen (MSD) zu untersuchen; im Jahr 2016 wurden diese zur h\u00e4ufigsten Ursache f\u00fcr Spitalaufenthalte. Die Untersuchung soll auch die durch MSD verursachten Kosten f\u00fcr unser Gesundheits- und Sozialsystem (Krankenversicherung, IV, EL) pr\u00e4sentieren. Diese Beschwerden d\u00fcrften unsere Unternehmen zudem j\u00e4hrlich mehr als 10 Milliarden Franken kosten (Absenzen, verminderte Produktivit\u00e4t). Auch hierzu soll der Bericht die exakten Zahlen liefern.</p><p>Ist das genaue Ausmass der MSD bekannt, wird dies positive Auswirkungen auf die Pr\u00e4vention bei gef\u00e4hrdeten Personen haben und eine Verbesserung bei der ergonomischen Gestaltung der Arbeitspl\u00e4tze herbeif\u00fchren.</p>","ReasonText":"<p>Zwischen 2009 und 2016 haben gem\u00e4ss Bundesamt f\u00fcr Statistik die Spitalaufenthalte wegen MSD (Arthrose, Gelenk- und Sehnenprobleme, R\u00fcckenschmerzen) um 19 Prozent zugenommen.</p><p>Diese Explosion ist in den meisten westlichen L\u00e4ndern zu beobachten. Sie erkl\u00e4rt sich durch eine bessere Erfassung der F\u00e4lle, aber auch durch die Entwicklung der Arbeitsbedingungen: h\u00f6herer Arbeitsrhythmus, Teilautomatisierung verbunden mit repetitiven und unnat\u00fcrlichen Bewegungsabl\u00e4ufen.</p><p>Im Bericht \"Arbeitsbedingungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates\" von 2009 sch\u00e4tzt das Seco, dass MSD den Unternehmen j\u00e4hrliche Verluste von rund 10 Milliarden Franken verursachen:</p><p>1. um 3 Prozent verminderte Produktivit\u00e4t aufgrund von diagnostizierten MSD; Kosten: 3,3 Milliarden Franken;</p><p>2. um 5 Prozent verminderte Produktivit\u00e4t aufgrund von Arbeitssituationen, die ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr MSD aufweisen; Kosten: 5,5 Milliarden Franken;</p><p>3. 1,6 Millionen Tage Absenzen; Kosten: 967 Millionen Franken.</p><p>Nach Sch\u00e4tzung des Seco sind zudem die Kosten f\u00fcr das Gesundheits- und Sozialsystem sehr hoch. Die Kosten f\u00fcr Spitalaufenthalte und IV-Renten aufgrund von MSD beliefen sich 2005 auf 876 Millionen Franken und 2008 auf 923 Millionen Franken.</p><p>Weitere durch MSD bedingte Kosten sind hingegen noch nicht bekannt (ambulante Behandlungen, Versicherungsleistungen). Auch wenn man allgemein davon ausgeht, dass 80 Prozent der MSD durch die berufliche T\u00e4tigkeit hervorgerufen werden, so wurden doch die genauen Prozentzahlen f\u00fcr die Schweiz noch nicht berechnet.</p><p>Das Arbeitsgesetz verlangt eine ergonomische Gestaltung der Arbeitspl\u00e4tze und der Arbeitsger\u00e4te. In der Wegleitung zur Verordnung 3 des Arbeitsgesetzes werden die Grunds\u00e4tze der Arbeitsplatzergonomie und die Gesundheitsrisiken klar erl\u00e4utert. Die Unternehmen ihrerseits verf\u00fcgen \u00fcber das \"Pr\u00fcfmittel Gesundheitsrisiken\" des Seco, anhand dessen die h\u00e4ufigsten Risiken identifiziert werden k\u00f6nnen. Der Rahmen ist also vorhanden. Eine Studie w\u00fcrde nun daf\u00fcr sorgen, dass man sich der enormen Herausforderungen durch MSD schneller bewusst w\u00fcrde und dass schneller Pr\u00e4ventionsmassnahmen ergriffen w\u00fcrden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Kosten, welche muskuloskelettale Erkrankungen f\u00fcr die Gesellschaft und Wirtschaft verursachen, sind weitgehend bekannt. Diese Erkrankungen verursachen sehr hohe direkte medizinische und verglichen mit anderen nicht\u00fcbertragbaren Krankheiten die h\u00f6chsten indirekten Kosten wie Fehlzeiten am Arbeitsplatz usw. (f\u00fcr 2011: 8,7 Milliarden Franken bzw. 5,7 bis 12,4 Milliarden Franken).</p><p>Die detaillierte Aufteilung der direkten Kosten in ambulante, station\u00e4re und weitere Leistungen wie z. B. Arzneimittel liegt ebenfalls vor. Es bestehen zudem Angaben zu den Anteilen der gesamten Gesundheitskosten, welche durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP), Selbstzahlungen oder die Invalidenversicherung gedeckt sind. Dies liefert Anhaltspunkte zur entsprechenden Aufteilung bei muskuloskelettalen Erkrankungen.</p><p>\u00dcber die Ursachen von muskuloskelettalen Erkrankungen besteht ebenfalls weitgehend Klarheit. Das Risiko f\u00fcr eine Erkrankung wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Drei davon sind nicht ver\u00e4nderbar: Alter, Geschlecht und genetische Faktoren. Weitere Risikofaktoren k\u00f6nnen jedoch durch Pr\u00e4ventionsmassnahmen positiv beeinflusst werden (k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t, Gewichtsreduktion, Verzicht auf Rauchen und Alkohol, ausgewogene Ern\u00e4hrung, ergonomisches Verhalten und Reduktion von psychischen Stressoren).</p><p>Der Kostenanstieg der letzten Jahre ist vor allem auf die demografische Entwicklung, d. h. auf die alternde Gesellschaft, den sitzenden Lebensstil und gewisse ergonomische Risiken am Arbeitsplatz zur\u00fcckzuf\u00fchren.</p><p>Die Hintergr\u00fcnde und Folgen muskuloskelettaler Erkrankungen f\u00fcr die Gesellschaft und Wirtschaft sind also weitgehend bekannt und stellen grosse Herausforderungen f\u00fcr das Gesundheitswesen dar. Der Bundesrat hat dies erkannt und geht diese Herausforderungen im Rahmen der Nationalen Strategie zur Pr\u00e4vention von nicht\u00fcbertragbaren Krankheiten 2017-2024 an. Sie beinhaltet Massnahmen zur Pr\u00e4vention von muskuloskelettalen Erkrankungen. Darunter finden sich Massnahmen zur F\u00f6rderung von t\u00e4glicher Bewegung. Auch Massnahmen in Wirtschaft und Arbeitswelt werden umgesetzt. So wurden z. B. gemeinsame Empfehlungen vom Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) und vom Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) \"Aufstehen - kleiner Aufwand, grosse Wirkung\" formuliert oder Aktionsversprechen zur F\u00f6rderung eines bewegungsfreundlichen Umfeldes im Rahmen von Actionsant\u00e9 - der Initiative von BAG und dem Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) f\u00fcr einen gesunden Lebensstil - erarbeitet. Das Seco stellt eine Brosch\u00fcre zur Verf\u00fcgung, instruiert die kantonalen Inspektoren die Einhaltung des Arbeitsgesetzes bei den Unternehmen zu pr\u00fcfen, und bietet zudem ein Hilfsmittel an, um die Risiken am Arbeitsplatz abzusch\u00e4tzen.</p><p>Der Bund f\u00f6rdert zudem \u00fcber sein zust\u00e4ndiges Fachamt, das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), die muskuloskelettale Forschung mit einem Beitrag von etwa 4 Millionen Franken pro Jahr an den Balgrist-Campus (im Rahmen von Art. 15 des Bundesgesetzes \u00fcber die F\u00f6rderung der Forschung und der Innovation, FIFG). Auch im ETH-Bereich gibt es verschiedene Forschungs- und Lehraktivit\u00e4ten im Bereich der muskuloskelettalen Erkrankungen (u. a. Zusammenarbeit in der Forschung mit der Schulthess-Klinik und der Universit\u00e4tsklinik Balgrist und etwa 20 Professorinnen und Professoren an der ETHZ und EPFL in der Medizintechnologie und Biomechanik).</p><p>Die Nationale Strategie Muskuloskelettale Erkrankungen (2017-2022) der Rheumaliga beinhaltet Massnahmen zur Pr\u00e4vention und zur Behandlung und Versorgung von betroffenen Personen. Ausserdem wird im Rahmen dieser Strategie auch die Datenlage gepr\u00fcft sowie Forschung und Wissenstransfer koordiniert und gef\u00f6rdert.</p><p>Der Bundesrat erachtet die Erarbeitung einer weiteren Studie angesichts der bereits vorhandenen Kenntnisse und der breitabgest\u00fctzten Massnahmen als wenig zielf\u00fchrend und legt den Fokus daher auf die Umsetzung dieser Massnahmen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1526428800000)\/","SubmittedBy":"B\u00e9gl\u00e9 Claude","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1529020800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763107545507)\/","SubmissionDate":"\/Date(1521158400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5012,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}