{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183375,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20183375,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.3375","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Angek\u00fcndigte Zentralisierung von Agroscope","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich ersuche den Bundesrat, folgende Fragen im Zusammenhang mit der angek\u00fcndigten Zentralisierung von Agroscope zu beantworten:</p><p>1. Was sind die Gr\u00fcnde, Agroscope an einem Standort zu konzentrieren, der schlecht an den \u00d6V und den Flughafen (wichtig f\u00fcr die geforderte internationale Forschungszusammenarbeit) angeschlossen ist, keine f\u00fcr die Landwirtschaft relevanten Hochschulen in der N\u00e4he aufweist und so weit von den bisherigen Standorten von Agroscope entfernt liegt, dass voraussichtlich ein grosser Teil der Mitarbeitenden nicht an den neuen Standort umziehen wird?</p><p>2. Welches sind die Erfahrungen von Verlagerungen von landwirtschaftlichen Forschungsaktivit\u00e4ten an andere Standorte (IUL Liebefeld nach Reckenholz, Aufbau des Julius-K\u00fchn-Instituts in Quedlinburg)? Welcher Anteil der betroffenen Mitarbeitenden hat den Umzug mitgemacht?</p><p>3. Wie gedenkt er den Know-how-Verlust aufzufangen, der dadurch entsteht, dass der \u00fcberwiegende Teil der Mitarbeitenden wegen einer solchen Verlagerung nicht umzieht?</p><p>4. Der Agroscope-Rat begr\u00fcndet die Konzentration unter anderem mit den hohen Mietkosten. Ber\u00fccksichtigen diese kalkulatorischen Mietkosten Aspekte wie dezentrale Lage, alternative Verwendungsm\u00f6glichkeit der R\u00e4ume usw.?</p><p>5. Der Bund (BLW, Agroscope) hat mit dem Kanton Thurgau eine Vereinbarung abgeschlossen, welche Agroscope hilft, Kosten zu sparen, daf\u00fcr aber den Erhalt der rund 100 Arbeitspl\u00e4tze am Standort T\u00e4nikon f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre sichert. Als Folge dieser Vereinbarung ist die Swiss Future Farm im Aufbau begriffen, die auf eine enge Zusammenarbeit mit Agroscope angewiesen ist. Nun sollen eineinhalb Jahre nach Unterzeichnung der Vereinbarung die Arbeitspl\u00e4tze von T\u00e4nikon nach Posieux verlagert werden. Wie ist die Konzeptlosigkeit zu erkl\u00e4ren? Was gedenkt er zu unternehmen, um in Zukunft solche Schnellsch\u00fcsse zu vermeiden?</p><p>6. Im Kanton Thurgau hat die produzierende Landwirtschaft und Ern\u00e4hrungswirtschaft eine \u00fcberdurchschnittliche Bedeutung. Ist es vor diesem Hintergrund zu verantworten, dass die Forschung in diesem Sektor nach Posieux verlagert wird?</p><p>7. Das bereits laufende Bauprojekt in Posieux hat zum Ziel, die Administration und die heutigen Arbeitspl\u00e4tze in Liebefeld am Standort Posieux zu konzentrieren. Die Konzentration der gesamten Agroscope-Forschung in Posieux erfordert den Bau zus\u00e4tzlicher Geb\u00e4ude. Was sind die notwendigen Investitionen bzw. Mietkosten? Ist das daf\u00fcr notwendige Land bereits eingezont?</p><p>8. Kann er aufzeigen, welches die Auswirkungen bei einer Budgetreduktion von 20 Prozent auf die Forschungsleistungen und Kosten inkl. Investitionen und Transaktionskosten sind, wenn:</p><p>a. wie vorgeschlagen alle Agroscope-Mitarbeitenden am Standort Posieux konzentriert werden und neue Geb\u00e4ude erstellt werden m\u00fcssen, </p><p>b. ein optimiertes dezentrales Konzept unter Nutzung der bestehenden Geb\u00e4udesubstanz (z. B. wurde das Geb\u00e4ude in Reckenholz vor wenigen Jahren komplett renoviert) umgesetzt wird?</p><p>9. Der Bundesrat spricht in seiner Medienmitteilung von Forschung im Bereich Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft. Die bisherige Forschung war insbesondere f\u00fcr das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft (BLW), das Bundesamt f\u00fcr wirtschaftliche Landesversorgung (BWL), das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV), das Bundesamt f\u00fcr Umwelt und das Bundesamt f\u00fcr Raumentwicklung relevant. Weil der Agroscope-Rat bis jetzt ausschliesslich aus Vertretern des Bundesamtes f\u00fcr Landwirtschaft zusammengesetzt und das Budget dem BLW zugeordnet war, entstanden Spannungen zwischen Agroscope-Rat und Agroscope einerseits und dem BLW und den anderen Bunde\u00e4mtern andererseits. Soll Agroscope wie bisher umfassend in allen mit der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft zusammenh\u00e4ngenden Bereichen forschen oder sich neu auf die Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft im engeren Sinn konzentrieren? Falls die Forschung weiterhin umfassend erfolgen soll, w\u00e4re es dann nicht sinnvoller, den Agroscope-Rat breiter abzust\u00fctzen?</p><p>10. Der Agroscope-Rat begr\u00fcndet die Reorganisationsmassnahmen immer wieder auch damit, die Landwirte und andere Anspruchsgruppen seien unzufrieden mit den Leistungen von Agroscope, ohne diese Unzufriedenheit zu konkretisieren. Dabei wird nicht klar, ob es sich um einzelne Aussagen handelt, die benutzt werden, um eigene Interessen durchzusetzen, oder ob es um ernsthafte Probleme geht. Ist er bereit:</p><p>a. eine Umfrage zur Kundenzufriedenheit in Auftrag zu geben,</p><p>b. die Landwirte besser in den Entscheidungsprozess einzubeziehen, was geforscht wird, z. B. durch die Schaffung eines Fonds f\u00fcr Forschungsprojekte, die direkt den Landwirten zugutekommen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1.-3. Forschung und Dienstleistungen von Agroscope sollen da konzentriert werden, wo sie der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft am meisten n\u00fctzen. Die Konzentration soll gleichzeitig die interdisziplin\u00e4re und systemorientierte Denkweise der Forschenden f\u00f6rdern. Die \u00f6rtliche N\u00e4he zu anderen Forschungsinstitutionen verliert - auch dank moderner Infrastruktur - zunehmend an Bedeutung. Forscher sind nicht standortgebunden. Erfahrungen zeigen, dass neue Zusammenarbeiten vorwiegend aus Begegnungen an themenspezifischen Meetings, aus pers\u00f6nlichen Begegnungen an fr\u00fcheren Arbeitsstellen oder durch zuf\u00e4llige Treffen am Standort entstehen.</p><p>Auf einem Campus mit mehreren Hundert Kolleginnen und Kollegen werden die Forschenden eine viel gr\u00f6ssere Chance haben, zuf\u00e4llig mit Gleichgesinnten zusammenzutreffen und neue, bereichs\u00fcbergreifende Ideen zu entwickeln. Auch wird es auf einem Campus einfacher sein, ein attraktives Angebot an Vortr\u00e4gen anzubieten, als an einem einzelnen Standort. Die Anbindung des Campus Posieux an den \u00f6ffentlichen Verkehr wird mit dem Abschluss des bereits beschlossenen Ausbaus deutlich verbessert. Die Zusammenlegung von Aktivit\u00e4ten an einem neuen Standort hat schon bisher Effizienzgewinne gebracht. Selbstverst\u00e4ndlich wurden die Reformschritte jeweils nicht von allen Mitarbeitenden gleich positiv aufgenommen. Statistiken dar\u00fcber, wie viele Mitarbeitende jeweils Umz\u00fcge mitgemacht haben, liegen nicht vor. Die Erfahrungen zeigen aber, dass der \u00fcberwiegende Teil der Mitarbeitenden auch am neuen Standort weiterarbeitet. Die Gefahr eines Know-how-Verlustes ist auch deshalb begrenzt, weil sich das Projekt \u00fcber mehrere Jahre hinzieht und jedes Jahr neue kompetente Forschende ausgebildet werden, die eine Stelle an einem attraktiven Arbeitsplatz suchen.</p><p>4. Haupttreiber der Mietkosten in der H\u00f6he von 43 Millionen Franken sind eindeutig die 10 dezentralen Standorte, die alle mit einer umfassenden Infrastruktur und Technik ausger\u00fcstet sind. Erste Kosten-Nutzen-Analysen ber\u00fccksichtigen die Aspekte. Die Detailberechnungen zu den Betriebskosten erfolgen nach dem Beschluss des Bundesrates zu den Grobkonzepten und unter Ber\u00fccksichtigung des \u00fcberarbeiteten Forschungsportfolios.</p><p>5. Das Zukunftsprojekt Agroscope ist ein ehrgeiziges und zukunftsweisendes Projekt. Es ist auf zehn Jahre angelegt und deshalb alles andere als ein Schnellschuss. In der Umsetzungsphase wird sich Gelegenheit ergeben, mit dem Kanton Thurgau \u00fcber die Art und Weise der k\u00fcnftigen Zusammenarbeit zu sprechen. Thurgau ist als Standortkanton im externen Projektausschuss vertreten. Zur aktuellen Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Kanton Thurgau muss pr\u00e4zisiert werden, dass diese so lange gilt, wie das Budget von Agroscope nicht reduziert werden muss. Diese Klausel steht explizit in der Vereinbarung.</p><p>6. Ja, weil die Vorteile eines zentralen Campus \u00fcberwiegen. Dazu sind weiterhin dezentrale Versuchsstationen in Form von Satelliten vorgesehen. Diese sollen sich einzig an landwirtschaftlichen Bed\u00fcrfnissen ausrichten, das heisst an klimatischen und geografischen Besonderheiten oder an produktspezifischen regionalen Interessen, die mit dem Know-how von Agroscope unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen.</p><p>7./8. Die n\u00f6tigen Mittel f\u00fcr eine Erweiterung der Geb\u00e4ude in Posieux werden in Kenntnis der Detailkonzepte ermittelt und dem Parlament im Rahmen einer Baubotschaft beantragt werden. Die Begr\u00fcndungen werden auch Berechnungen der geforderten Art enthalten. Das laufende Bauprojekt ist nicht betroffen.</p><p>9. Agroscope soll nach der Reform noch st\u00e4rker ein unverzichtbarer Partner f\u00fcr die Landwirtschaft und die Agrarpolitik sein. Sie soll insbesondere Landwirtschaftsbetriebe in ihren Anstrengungen unterst\u00fctzen, sich mit wettbewerbsf\u00e4higen und zugleich nachhaltigen Produkten weiter auf den Markt auszurichten und Innovationspotenziale, insbesondere im Bereich Digitalisierung, zu nutzen. Dazu geh\u00f6ren die st\u00e4rkere Ausrichtung des Portfolios auf die rechtlichen Grundlagen, namentlich die Forschung f\u00fcr die Landwirtschaft unter unterschiedlichen schweizspezifischen Bedingungen, die Unterst\u00fctzung der landwirtschaftlichen Praxis sowie Forschungs- und Vollzugsaufgaben zugunsten der Agrarpolitik des Bundes.</p><p>Die Erweiterung der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 24. September 2017 mit Artikel\u00a0104a verpflichtet Agroscope noch st\u00e4rker als bisher, wissenschaftliche Grundlagen f\u00fcr die Weiterentwicklung s\u00e4mtlicher Aspekte der Ern\u00e4hrungssicherheit bereitzustellen.</p><p>Organisatorisch geh\u00f6rt Agroscope zum Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft. Entsprechend erl\u00e4sst das BLW die Gesch\u00e4fts- und Zust\u00e4ndigkeitsordnung von Agroscope. Agroscope verf\u00fcgt aber \u00fcber ein eigenes, vom Parlament separat zu beschliessendes Globalbudget. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die Zusammenarbeit zwischen Agroscope und anderen Verwaltungseinheiten gut funktioniert.</p><p>10. Die Kritik an Agroscope war in den letzten Jahren konstant hoch, nicht nur aus Landwirtschaftskreisen. Die Forschung sei zu wenig effizient, zu wenig zielorientiert, zu teuer und beinhalte zu viele Doppelspurigkeiten mit anderen nationalen und internationalen Forschungsinstitutionen, wurde etwa bem\u00e4ngelt. Die Kundenzufriedenheit wird ein wichtiger Indikator sein f\u00fcr die Bewertung des Erfolgs des Projekts \"Strukturreform\".</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1527033600000)\/","SubmittedBy":"H\u00e4berli-Koller Brigitte","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1528243200000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|24|36|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690515802460)\/","SubmissionDate":"\/Date(1521158400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5012,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Finanzwesen|Wissenschaft und Forschung|Landwirtschaft"}}