{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183563,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20183563,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.3563","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Neues nationales Forschungsprogramm. Grundlagen f\u00fcr eine Globalgeschichte der Schweiz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird eingeladen, ein nationales Forschungsprogramm (NFP) zu Fragen einer Globalgeschichte der Schweiz zu lancieren. Neben einer Bestandsaufnahme der bisherigen Forschung soll das NFP Grundlagen liefern f\u00fcr Vorschl\u00e4ge zu einer neuen Geschichtsvermittlung unter anderem im schulischen Geschichtsunterricht, in der popul\u00e4ren Geschichtsvermittlung oder in den \u00f6ffentlichen Geschichtsdebatten.</p>","ReasonText":"<p>In den Wissenschaften besteht ein zunehmender Konsens, dass Vergangenheit und Gegenwart auch von europ\u00e4ischen L\u00e4ndern nur in globalen Kontexten verst\u00e4ndlich werden. Namentlich durch die europ\u00e4ische Expansion ab dem 16. Jahrhundert traten Europa, die Amerikas, Afrika und Asien in dauerhafte Beziehungen. Diese waren durch den Sklaven- und Kolonialwarenhandel, den Aufbau von europ\u00e4ischen Imperien in \u00dcbersee gepr\u00e4gt. Historikerinnen und Historiker weltweit verstehen die Kernmerkmale der globalisierten Gegenwart wie die Marktwirtschaft und den Welthandel, das V\u00f6lkerrecht und die internationalen Organisationen, die Wissenschaften oder die Demokratie nicht mehr als \"europ\u00e4ische Erfindungen\", die von hier in die Welt diffundierten. Eine Folge des \"transimperialen\" Charakters der Vorgeschichte unserer globalisierten Gegenwart war, dass auch die Schweiz, welche formell nie eine imperiale Macht war, von kolonialen Prozessen erfasst wurde und sich auf der europ\u00e4isch-profitierenden Seite in die imperiale Globalit\u00e4t eingliederte. Bisherige Forschungen haben auf einzelne Aspekte und Facetten der globalen Dimension der schweizerischen Geschichte fokussiert, die Ergebnisse aber kaum systematisiert (Auswanderung, Beteiligung am transatlantischen Sklavenhandel, Missionierung, schweizerische Handelsh\u00e4user, \"Rassenforscher\" in den Kolonien usw.). Heute ist die Schweiz nicht nur ein internationales Zentrum des globalen Rohstoffhandels und der Finanzindustrie, sondern z\u00e4hlt auch zu den f\u00fchrenden Zentren der internationalen Wissenschaften und ist Gastland zahlreicher internationaler Organisationen. Eine historische Reflexion \u00fcber die Genese dieses Zustands und das Erbe, welches damit fortlebt, hat bis anhin jedoch noch kaum eingesetzt. Eine breit besetzte, eidgen\u00f6ssische Historikerinnen- und Historikerkonferenz an der Universit\u00e4t Bern hat im April dieses Jahres den Stand der Forschung und die offenen Fragen zusammengetragen. Dabei hat sich eindeutig die Notwendigkeit eines systematischen Forschungsprogrammes gezeigt.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die vom Motion\u00e4r erw\u00e4hnte Konferenz zum Thema \"Von der Kolonisierung zur Globalisierung\" hat ihre Ergebnisse in einem Tagungsbericht publiziert (\"Von der Kolonisierung zur Globalisierung: Weshalb wir Schweizer Geschichte neu denken sollten\", in: H-Soz-Kult, 30. Mai 2018). Die darin enthaltenen Zusammenfassungen der Vortr\u00e4ge beleuchten aus der Perspektive einer transnationalen Geschichte prim\u00e4r die Prozesse der Verflechtung der Schweiz mit dem Kolonialismus und der Globalisierung. Als ein Ergebnis der Konferenz wird dargelegt, dass es einen Bedarf an neuen Recherchen und Konzepten zur Bearbeitung dieser Thematik in der Schweizer Geschichte gebe. Solche Prozesse der Identifikation von allf\u00e4lligen Forschungsl\u00fccken innerhalb einer Forschungsgemeinschaft zu einer bestimmten Thematik sind wichtige Massnahmen, um gezielt neue Forschungen anzuregen und namentlich auch junge Forschende f\u00fcr entsprechende Forschungsthemen gewinnen zu k\u00f6nnen.</p><p>Was die F\u00f6rderung betrifft, so haben Forschende jederzeit die M\u00f6glichkeit, wissenschaftliche Projekte zu Einzelfragen aus dem erw\u00e4hnten Themenfeld beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) \u00fcber die Projektf\u00f6rderung und/oder im Rahmen von kollaborativ und interdisziplin\u00e4r ausgerichteten Sinergia-Projekten einzureichen. F\u00fcr die Lancierung neuer nationaler Forschungsprogramme (NFP) k\u00f6nnen Vorschl\u00e4ge im Rahmen der jeweiligen Pr\u00fcfrunden eingereicht werden (siehe Art. 3ff. der Forschungs- und Innovationsf\u00f6rderungsverordnung, V-FIFG; SR 420.11). Das zust\u00e4ndige Fachamt, das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), kommuniziert jeweils die Fristen und Bedingungen f\u00fcr Eingaben von Vorschl\u00e4gen zu neuen NFP auf seiner Website (<a href=\"http://www.sbfi.admin.ch\">www.sbfi.admin.ch</a>).</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1534896000000)\/","SubmittedBy":"Wermuth C\u00e9dric","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1592524800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|36","Category":null,"Modified":"\/Date(1690514901383)\/","SubmissionDate":"\/Date(1528934400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5013,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Wissenschaft und Forschung"}}