{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183751,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20183751,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.3751","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Expertenbericht zur Sexualaufkl\u00e4rung in Beantwortung des Postulates Regazzi 14.4115","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat hat im Februar 2018 den \"Expertenbericht: Sexualaufkl\u00e4rung in der Schweiz\" (EB) ver\u00f6ffentlicht, den eine vom Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) zusammengesetzte Expertengruppe erarbeitet hat. Die diesem Bericht zugrunde liegende Situationsanalyse wurde bei Public Health Services und Swiss TPH in Auftrag gegeben. Laut dem Postulat Regazzi hatte der EB das Ziel, die Arbeitsgrundlagen von Sexuelle Gesundheit Schweiz (SGCH) \"durch eine insbesondere von SGCH unabh\u00e4ngige Expertenkommission\" wissenschaftlich zu pr\u00fcfen.</p><p>1. Laut Antworten des BAG und von Christine Egerszegi (Pr\u00e4sidentin der Expertengruppe) auf diverse Anfragen wurde zwar sichergestellt, dass die ehemalige SGCH-Stiftungsratspr\u00e4sidentin Elisabeth Zemp, die beim Swiss TPH arbeitet, nicht zu den Autoren der Situationsanalyse geh\u00f6ren kann. Eine informelle Beteiligung Zemps wurde hingegen den beauftragten Instituten \u00fcberlassen. Hat Elisabeth Zemp am EB in irgendeiner Weise mitgearbeitet?</p><p>2. Claudia Kessler von Public Health Services, Hauptautorin der Situationsanalyse, war bis 2012 in f\u00fchrender Stellung bei der Concept Foundation engagiert, die seit ihrer Gr\u00fcndung eng mit IPPF, der weltweiten Dachorganisation von SGCH, zusammenarbeitet. War dieser Zusammenhang, der Kesslers Neutralit\u00e4t infrage stellt, dem BAG bekannt?</p><p>3. Welche Frist wurde f\u00fcr die Ausschreibung der Situationsanalyse gesetzt? Wie viele Institute wurden angeschrieben? Wie viele haben geantwortet? Hatten die beauftragten Institute schon im Voraus Kenntnis von der Ausschreibung?</p><p>4. Kessler bringt die Kritik an der SGCH-Sexualp\u00e4dagogik mit dem \"postfaktischen Zeitalter\" (S. 69) in Verbindung. H\u00e4lt der Bundesrat solche Diffamierungsversuche in einem wissenschaftlichen Bericht f\u00fcr zielf\u00fchrend und angemessen?</p><p>5. Empirische Studien zum kindlichen \"Sexualverhalten\", auf die sich eine zentrale Quelle des EB st\u00fctzt (Bettina Schuhrke, Referat bei SGCH-Tagung 2015; vgl. EB, S. 56f.), zeigen: Entsprechendes Verhalten ist sehr selten, bei missbrauchten Kindern allerdings h\u00e4ufiger als bei anderen. Schuhrke und der EB ziehen aus diesen Studien, die auf dem sogenannten \"Child Sexual Behavior Inventory\"-Fragebogen beruhen, allerdings den Schluss, kindliches Sexualverhalten sei normal und wichtig f\u00fcr die Entwicklung. H\u00e4lt der Bundesrat solche Schl\u00fcsse f\u00fcr wissenschaftlich begr\u00fcndet?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bericht \"Pr\u00fcfung der Grundlagen zur Sexualaufkl\u00e4rung. Bericht des Bundesrats in Erf\u00fcllung des Postulates 14.4115 Regazzi vom 10. Dezember 2014\" vom 21. Februar 2018 umfasst die Schlussfolgerungen des Bundesrates auf der Basis des Expertenberichtes vom Juni 2017. Der Expertenbericht ist gem\u00e4ss wissenschaftlichen Standards und unter Ber\u00fccksichtigung der ganzen Bandbreite von Positionen der Debatten zur Sexualaufkl\u00e4rung erarbeitet worden. Die Expertengruppe verantwortet die Inhalte des Expertenberichtes. </p><p>Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) hatte die Prozessf\u00fchrung und die Aufsicht \u00fcber die korrekte Erarbeitung des Expertenberichtes inne. Die Kommission f\u00fcr Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) hat den Bericht des Bundesrates inklusive Anhang (Expertenbericht) am 13. April 2018 zur Kenntnis genommen und in der gleichen Sitzung die Verwaltung eingeladen, R\u00fcckfragen innerhalb von sechs Monaten zu beantworten. Das BAG lieferte am 19. Juli 2018 einen entsprechenden Kurzbericht mit Antworten. Darin integriert sind auch Antworten betreffend Unabh\u00e4ngigkeit des Expertenberichtes. Die WBK-N behandelte den Kurzbericht am 16. August 2018 ohne weitere R\u00fcckfragen. Der Bundesrat sieht keinen Anlass, die Wissenschaftlichkeit oder die Unabh\u00e4ngigkeit des Expertenberichtes infrage zu stellen.</p><p>1. Dem Protokoll der Expertengruppe vom 6. Juli 2016 ist zu entnehmen, dass Frau Elisabeth Zemp vom Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut ehemals Pr\u00e4sidentin von Sexuelle Gesundheit Schweiz war. Weiter heisst es im Protokoll: \"Sie wird deswegen nicht als Autorin der Situationsanalyse mitarbeiten. Sie wird auch keine Fokusgruppen leiten und keine Interviews durchf\u00fchren. Als eine der schweizweit massgebenden Expert/-innen im Bereich sexuelle Gesundheit wird sie jedoch, im Interesse der Qualit\u00e4t des Berichts, ihre Expertise der Auftragnehmerin zur Verf\u00fcgung stellen.\" </p><p>2. Frau Claudia Kessler hat das BAG und die Expertengruppe \u00fcber ihre Mitgliedschaften informiert. Folglich war dem BAG bekannt, dass Frau Kessler \"Board-Mitglied\" der Concept Foundation war und dass sie als Public-Health-Expertin und \u00c4rztin im Kontakt mit den etablierten Fachorganisationen steht. Wie in jedem Wissenschaftsbereich sind auch in ihrem Forschungsbereich die meisten Fachpersonen und Forschenden untereinander vernetzt. Dem BAG sind keine Abh\u00e4ngigkeiten in finanzieller oder organisatorischer Art bekannt, welche die Unabh\u00e4ngigkeit der wissenschaftlich-fachlichen Arbeit von Frau Kessler infrage stellen w\u00fcrden.</p><p>3. Das BAG hat die Einladungen f\u00fcr die Einreichung einer Offerte am 6. Mai 2016 nach Entscheid der Expertengruppe an sieben Institutionen verschickt. Die Frist f\u00fcr die Eingabe war der 27. Mai 2018, wobei der Eingang per E-Mail massgebend war. Zwei Offerten sind eingegangen. Kein Institut hatte im Voraus Kenntnis vom geplanten Auftrag. </p><p>4. Der Expertenbericht zeigt zwei Ans\u00e4tze zur Einordnung des polarisierten Diskurses zur Sexualaufkl\u00e4rung auf: einerseits den Anbruch eines \"postfaktischen Zeitalters\" (S. 70) und andererseits die historisch parallele Entwicklung der Sexualaufkl\u00e4rung und der wertkonservativen Kritik (S. 71). Der Bericht macht somit keineswegs einen Diffamierungsversuch, sondern zeigt zwei unterschiedliche Erkl\u00e4rungen korrekt auf.</p><p>5. Die Expertengruppe hatte den Auftrag, die Grundlagen, auf welche SGCH ihre Arbeiten st\u00fctzt, zu untersuchen und die sexuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen darzustellen. Der Expertenbericht stellt ein Verst\u00e4ndnis von psychosexueller Entwicklung des Kindes dar, welches sich nicht nur auf die Arbeiten von Frau B. Schuhrke, sondern auch auf andere Quellen abst\u00fctzt. Die vorhandene wissenschaftliche Evidenz ist einerseits biologischer Natur, z. B. die Tatsache der fr\u00fchkindlichen Erregbarkeit (vgl. Kluge im Expertenbericht, S. 57). Andererseits zeugen gem\u00e4ss Expertengruppe zahlreiche Beobachtungen von Eltern und p\u00e4dagogischen Fachpersonen davon, dass sexuelle Gef\u00fchle nicht erst im Jugendalter ein Thema werden. Gem\u00e4ss Expertengruppe gilt es in Fachkreisen als unbestritten, dass Kinder als sexuelle Wesen geboren werden. Die kindliche Freude am Erforschen und Experimentieren betrifft von Anfang an auch den eigenen K\u00f6rper.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1542758400000)\/","SubmittedBy":"Regazzi Fabio","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1544745600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|28|32|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690514558093)\/","SubmissionDate":"\/Date(1536710400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5014,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Soziale Fragen|Bildung|Gesundheit"}}