{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183771,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20183771,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.3771","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Acrylamid in Futtermitteln","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt zu pr\u00fcfen, ob es, nach Konsultation der betroffenen Kreise, angebracht ist, Massnahmen zur Reduktion des Acrylamidgehalts in Futtermitteln zu ergreifen und Referenzwerte und Regeln zur guten Herstellungspraxis festzulegen. Dies st\u00fcnde im Einklang mit dem, was getan wird, um die Exposition von Menschen gegen\u00fcber diesem f\u00fcr Tiere als krebserregend geltenden Stoff zu begrenzen.</p>","ReasonText":"<p>Ein Test der F\u00e9d\u00e9ration romande des consommateurs (FRC) hat gezeigt, dass Trockenfutter f\u00fcr Katzen bedeutende Mengen von Acrylamid enth\u00e4lt, einer Substanz, die bei Tieren krebserregend und bei Menschen wahrscheinlich krebserregend ist. 12 Prozent der Katzen sterben an Krebs, die dritth\u00e4ufigste Todesursache nach dem Tod durch Unf\u00e4lle und aufgrund von Harnwegs- und Blasenerkrankungen.</p><p>Da es f\u00fcr Futtermittel keine Referenzwerte gibt, wurde beim Test der FRC der Acrylamidgehalt mit dem f\u00fcr Fr\u00fchst\u00fcckszerealien f\u00fcr Menschen empfohlenen Grenzwert verglichen (300 Mikrogramm pro Kilogramm). Bei 11 von 15 Produkten lag der Gehalt \u00fcber diesem Grenzwert; er wurde um das bis zu 5,5-Fache \u00fcberschritten. Ein einziges Produkt enthielt nur die H\u00e4lfte des Grenzwerts, was zeigt, dass dies m\u00f6glich ist.</p><p>Die Fachleute der Europ\u00e4ischen Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) haben im Jahr 2015 best\u00e4tigt, dass Acrylamid in Lebensmitteln das Krebsrisiko f\u00fcr Konsumentinnen und Konsumenten aller Altersgruppen potenziell erh\u00f6ht. Gem\u00e4ss der EFSA belegen Tierstudien, dass Acrylamid und sein Metabolit Glycidamid die DNA sch\u00e4digen und Krebs erzeugen.</p><p>Acrylamid bildet sich \u00fcberwiegend aus Zuckern und Aminos\u00e4uren (vor allem Asparagin), die in zahlreichen Lebensmitteln, wie Kartoffeln und Fr\u00fchst\u00fcckszerealien, nat\u00fcrlich vorkommen. Die Substanz bildet sich nat\u00fcrlich, wenn ein Produkt bei \u00fcber 120 Grad Celsius und geringer Feuchtigkeit erhitzt wird.</p><p>Der Bundesrat hat in seiner Antwort auf die Interpellation Mazzone 18.3187 festgehalten, dass der Bund zusammen mit betroffenen Lebensmittelunternehmen Massnahmen zur Reduktion der Bildung von Acrylamid in Lebensmitteln f\u00fcr die menschliche Ern\u00e4hrung ergriffen hat und dass er vorsieht, die Bestimmungen der Verordnung (EU) 2017/2158 ins Schweizer Recht zu \u00fcbernehmen. Die Schweiz kann von den Vorarbeiten der EU profitieren, namentlich was die gute Herstellungspraxis betrifft.</p><p>Momentan gibt es f\u00fcr Futtermittel nichts Derartiges. Der Bundesrat sollte deshalb eine Studie verfassen, die die heutige Situation analysiert, mit dem Ziel, Grenzwerte zu definieren und die gute Herstellungspraxis festzulegen, damit die Bildung von Acrylamid w\u00e4hrend des Herstellungsprozesses reduziert werden kann.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Futtermittel werden regelm\u00e4ssig von einer Fachstelle des Bundesamtes f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen amtlich kontrolliert. Acrylamid findet man in Futtermitteln, die sehr stark erhitzt wurden, namentlich beim Extrusionsverfahren (Erhitzen unter hohem Druck), das vorwiegend bei der Herstellung von Heimtier-Trockenfutter Anwendung findet. Bei der Herstellung von Nutztier-Futter wird diese Technik nur selten angewendet; das Futter wird bei der Granulation oder der Hygienebehandlung auf Temperaturen erhitzt, bei denen kein Risiko besteht, dass sich allenfalls gef\u00e4hrliches Acrylamid bilden k\u00f6nnte.</p><p>Die H\u00f6chstgehalte f\u00fcr unerw\u00fcnschte Stoffe in Futtermitteln richten sich nach Kriterien, die spezifisch f\u00fcr die Tierern\u00e4hrung gelten. Dabei werden die verf\u00fcgbaren Ausgangsmaterialien, die Sensibilit\u00e4t der jeweiligen Tierart gegen\u00fcber verschiedenen Kontaminanten und, bei Nutztieren, die allf\u00e4llige \u00dcbertragung in tierische Erzeugnisse ber\u00fccksichtigt. Es ist daher nicht sinnvoll, die f\u00fcr die menschliche Ern\u00e4hrung geltenden Normen zu \u00fcbernehmen. Es gibt heute keine H\u00f6chstwerte f\u00fcr Acrylamid in Futtermitteln.</p><p>Bei den j\u00fcngst publizierten Acrylamid-Gehalten in Katzen-Kroketten betr\u00e4gt der h\u00f6chste Wert 1500 Mikrogramm pro Kilogramm. Dies entspricht einer Kontamination von 90 Mikrogramm pro Tag f\u00fcr eine 4 Kilogramm schwere Katze mit einer Tagesration von 60 Gramm Kroketten. Gem\u00e4ss Literatur, in der Katzen als sehr sensibel gegen\u00fcber Acrylamid im Futter bezeichnet werden, ist dieser Wert, der weniger als 3 Prozent einer als kritisch geltenden chronischen Dosis entspricht, ungef\u00e4hrlich.</p><p>Die Amtliche Futterkontrolle verfolgt die Situation aufmerksam. Sie hat Kontakt aufgenommen mit der Branche, den Herstellern und den Importeuren von Heimtier-Trockenfutter, um \u00fcber die Lage auf dem Laufenden zu bleiben und gegebenenfalls Referenzwerte f\u00fcr Acrylamid in Futtermitteln festzulegen.</p><p>Die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden haben bereits Massnahmen getroffen, um das Problem angemessen anzugehen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1540944000000)\/","SubmittedBy":"Berberat Didier","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1544054400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690513534020)\/","SubmissionDate":"\/Date(1537228800000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5014,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}