{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183870,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20183870,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.3870","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"M\u00e4nnergewalt bek\u00e4mpfen heisst M\u00e4nnlichkeitsbilder ver\u00e4ndern","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Welche Instrumente und Initiativen der \u00f6ffentlichen Hand im Bereich der Buben- und M\u00e4nnerarbeit sind dem Bundesrat bekannt? Ist das Angebot ausreichend?</p><p>2. Welche M\u00f6glichkeiten in der Kompetenz des Bundes sieht der Bundesrat, um gegen patriarchale Rollenmuster vorzugehen?</p><p>3. Wie beurteilt er das Angebot der schulischen Bubenarbeit? Hat der Bund M\u00f6glichkeiten, die Kantone bei der Implementierung schulischer Bubenarbeit zu unterst\u00fctzen?</p><p>4. Die Geschlechterverteilung in der Berufswahl spiegelt ebenfalls gesellschaftliche Rollenverst\u00e4ndnisse und verst\u00e4rkt sie wieder. Die Berufswahl junger Frauen ist deutlich eingeschr\u00e4nkter als jene der M\u00e4nner. Wie kann diesem Ph\u00e4nomen begegnet werden?</p><p>5. Sieht er M\u00f6glichkeiten, patriarchalen M\u00e4nnlichkeitsbildern \u00fcberall dort zu begegnen, wo sich (junge) M\u00e4nner im Rahmen von Politikmassnahmen der \u00f6ffentlichen Hand zusammenfinden? So z. B. in der Volksschule, den Berufsschulen, den Bildungsangeboten der terti\u00e4ren Stufe, der Rekrutenschule und der Armee und Integrationsprogrammen? Wenn ja, welche?</p><p>6. Sieht er M\u00f6glichkeiten, die Harmonisierung der schulischen Sexualaufkl\u00e4rung und Arbeit zu Rollenbildern zu f\u00f6rdern und die Kantone bei der Entwicklung von entsprechenden Lehrmitteln zu unterst\u00fctzen?</p><p>7. Sieht er Zusammenh\u00e4nge zwischen M\u00e4nnlichkeitsbildern und Gewalt von M\u00e4nnern an sich selber (Suizid, Gesundheitsverhalten)? Wenn ja, gibt es zum Umfang dieser Gewalt Studien?</p>","ReasonText":"<p>Gewalt an Frauen ist prim\u00e4r Gewalt von M\u00e4nnern. Das Merkmal der M\u00e4nnlichkeit bleibt in allen statistischen Erhebungen zu Gewaltt\u00e4tern signifikant, unabh\u00e4ngig von Herkunft, kulturellen Faktoren oder Klassenzugeh\u00f6rigkeit. Offensichtlich herrschen in unserer Gesellschaft M\u00e4nnlichkeitsbilder vor, zu denen ein hierarchisches, patriarchales, teilweise gewaltt\u00e4tiges Verhalten gegen\u00fcber Frauen und gegen nicht heterosexuelle M\u00e4nner geh\u00f6rt. Gewalt von M\u00e4nnern verursacht jedes Jahr direkte und indirekte Gesundheitskosten - bei M\u00e4nnern und Frauen. Das B\u00fcro f\u00fcr die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) sch\u00e4tzt die Kosten alleine aus h\u00e4uslicher Gewalt auf zwischen 218 und 383 Millionen Franken j\u00e4hrlich.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Auf Ebene Bund und Kantone sind die Umsetzungsarbeiten zur Istanbul-Konvention angelaufen. Am 13. November 2018 fand eine nationale Konferenz statt, an welcher Bund und Kantone die laufenden Massnahmen pr\u00e4sentiert haben. Die Istanbul-Konvention verpflichtet die Vertragsparteien, die erforderlichen Massnahmen zu treffen, um alle Mitglieder der Gesellschaft, insbesondere M\u00e4nner und Knaben, zur aktiven Beteiligung an der Verh\u00fctung aller in deren Geltungsbereich fallenden Formen von Gewalt zu ermutigen. Solche Massnahmen haben sowohl Bund wie Kantone jedoch bereits vor der Inkraftsetzung der Istanbul-Konvention ergriffen (siehe nachfolgende Antworten). Dieses Engagement wird im \u00dcbrigen auch in der Botschaft des Bundesrates zur Genehmigung der Istanbul-Konvention (BBl 2017 185) ausgewiesen. Allerdings f\u00e4llt sowohl die Bildung im Bereich der Buben- und M\u00e4nnerarbeit als auch die Pr\u00e4vention selbst in die Kompetenz der Kantone. Aus diesem Grund verf\u00fcgt der Bund \u00fcber keine \u00dcbersicht auf diesem Gebiet. Er kann deshalb auch keine Aussage dazu machen, ob das Angebot ausreichend ist.</p><p>2./5.<b></b>Im Rahmen seiner Kompetenzen hat der Bund die Verwirklichung der Chancengleichheit f\u00fcr Lernende beider Geschlechter in der beruflichen Grundbildung festgehalten (Verordnung des SBFI \u00fcber Mindestvorschriften f\u00fcr die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung, SR 412.101.241). Weiter wird die Behandlung dieser Thematik im Rahmenlehrplan vorgesehen, welcher durch die kantonalen Berufsfachschulen umgesetzt wird. Auf Stufe der h\u00f6heren Berufsbildung achtet der Bund darauf, dass die Kompetenzprofile an keine Geschlechterrollen gekn\u00fcpft sind. Zudem beteiligt er sich gem\u00e4ss Hochschulf\u00f6rderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG, SR 414.20) mittels projektgebundener Beitr\u00e4ge an Massnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit von Frau und Mann. Im Rahmen von hochschulspezifischen Aktionspl\u00e4nen werden unter anderem Aktivit\u00e4ten zur Sensibilisierung hinsichtlich unbewusster Rollenbilder und Stereotype mitgetragen. Verschiedene Institutionen, insbesondere die des ETH-Bereichs, engagieren sich daf\u00fcr, mehr junge Frauen f\u00fcr eine Ausbildung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich (Mint) zu begeistern und sie f\u00fcr eine entsprechende Berufswahl zu gewinnen. In der Schweizer Armee k\u00f6nnen Schweizerinnen gem\u00e4ss Artikel\u00a059 BV freiwillig Milit\u00e4rdienst leisten. Dabei haben sie die gleichen Rechte und Pflichten wie die milit\u00e4rdienstpflichtigen Schweizer und sind in der Armee den M\u00e4nnern also gleichgestellt. Bei entsprechender Eignung k\u00f6nnen Frauen alle Funktionen \u00fcbernehmen und alle Grade erreichen. Im Bereich Migration bildet die Information und Beratung einen Pfeiler der kantonalen Integrationsprogramme (KIP) 2018-2021, welche von Bund und Kantonen finanziert werden. Insbesondere erfolgen Informationen auch zuhanden von M\u00e4nnern zu Fragen der Gleichstellung von Frau und Mann, Schutz vor Gewalt oder Diskriminierung. </p><p>3./6. Die schulische Bubenarbeit ist gest\u00fctzt auf Artikel\u00a062 BV (allgemeine Schulhoheit) Sache der Kantone. Der Bundesrat ist deshalb nicht in der Lage, das Angebot zu beurteilen. Auch die Sexualaufkl\u00e4rung f\u00e4llt in die kantonale Schulhoheit. Der Bundesrat hat bereits in seinem <a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20144115\">Bericht in Erf\u00fcllung des Postulates Regazzi 14.4115</a>, \"Theoretische Grundlagen der Stiftung Sexuelle Gesundheit Schweiz zur sexuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Unabh\u00e4ngige wissenschaftliche Untersuchung\", festgehalten, dass Sexualaufkl\u00e4rung im Elternhaus beginnen und zu Pr\u00e4ventionszwecken in der Schule fortgef\u00fchrt werden sollte, um die Chancengleichheit zu gew\u00e4hrleisten. </p><p>4.<b></b>Die ungleiche Verteilung von Frauen und M\u00e4nnern auf einzelne Lehrberufe l\u00e4sst sich gem\u00e4ss <a href=\"http://www.skbf-csre.ch/bildungsbericht/bildungsbericht/\">Bildungsbericht Schweiz 2018</a> durch mehrere Faktoren, wie z. B. die pers\u00f6nlichen Interessen, die Einfl\u00fcsse und Vorbilder, die Regionalit\u00e4t und das Lehrstellenangebot, erkl\u00e4ren. Vor diesem Hintergrund findet j\u00e4hrlich der \"Nationale Zukunftstag: Seitenwechsel f\u00fcr M\u00e4dchen und Jungs\" zur F\u00f6rderung einer geschlechtsunabh\u00e4ngigen Berufswahl bei Jugendlichen in der Schweiz statt, welcher vom Bund mitfinanziert wird. Ausserdem legt die verbundpartnerschaftliche Kampagne Berufsbildungplus.ch Wert auf die geschlechtsneutrale Darstellung von Berufsbildern. Auch die Tr\u00e4gerschaften der Berufsbildungsabschl\u00fcsse setzen sich f\u00fcr die geschlechtsunabh\u00e4ngige Rekrutierung von Lernenden ein. Zudem sieht das Bundesgesetz \u00fcber die Gleichstellung von Frau und Mann (GlG, SR 151.1) Finanzhilfen f\u00fcr F\u00f6rderprogramme vor, die zur tats\u00e4chlichen Gleichstellung von Frau und Mann im Erwerbsleben beitragen. Verschiedene unterst\u00fctzte Projekte richten sich gezielt an M\u00e4nner und unterst\u00fctzen diese in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder tragen dazu bei, dass M\u00e4nner Berufe wie Kinderbetreuer, Primarschullehrer, Heilp\u00e4dagoge usw. w\u00e4hlen.</p><p>7. Wie der Bundesrat in seinem <a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20113973\">Bericht in Erf\u00fcllung der Motion Ingold</a><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20113973\">_</a><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20113973\">11.3973</a>, \"Suizidpr\u00e4vention. Handlungsspielraum wirkungsvoller nutzen\", ausgef\u00fchrt hat, kann der hohe Anteil von M\u00e4nnern bei den Suiziden unter anderem auch auf das gesellschaftliche M\u00e4nnerbild von H\u00e4rte, Erfolg und Leistung zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Gem\u00e4ss Auswertung der BFS-Todesursachenstatistik 2015 wenden M\u00e4nner Methoden mit einer hohen Letalit\u00e4t wie Erh\u00e4ngen oder Erschiessen an. Schusswaffensuizide werden praktisch ausschliesslich von M\u00e4nnern begangen. Nebst privaten Motiven von J\u00e4gern, Sportsch\u00fctzen oder Sammlern bildet auch die Dienstpflicht eine m\u00f6gliche Quelle f\u00fcr die Verf\u00fcgbarkeit von Schusswaffen (Bundesamt f\u00fcr Gesundheit, 2016). </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1542758400000)\/","SubmittedBy":"Wermuth C\u00e9dric","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1600992000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|32|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690513553040)\/","SubmissionDate":"\/Date(1537920000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5014,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Bildung|Gesundheit"}}