{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20183901,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20183901,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.3901","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Wirksame Pr\u00e4ventionsmassnahmen gegen die perversen Auswirkungen von Sprachanweisungen. Die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kommt vor dem Profit!","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht auszuarbeiten und vorzulegen, der wirksame Massnahmen aufzeigt, um den Risiken begegnen zu k\u00f6nnen, die von Sprachanweisungssystemen ausgehen. Es soll sich um Massnahmen handeln, die von den Arbeitgebern nicht bloss auf freiwilliger Basis umgesetzt, sondern die zwingend vorgeschrieben werden k\u00f6nnen.</p>","ReasonText":"<p>Der Einsatz von Sprachanweisungssystemen breitet sich in Unternehmen im Bereich der Logistik explosionsartig aus. Mittlerweile ist es f\u00fcr ungef\u00e4hr 3000 Lageristinnen und Lageristen das wichtigste Arbeitsinstrument. Diese Angestellten m\u00fcssen einen Helm mit schnurlosem Mikrofon und einen Computer am G\u00fcrtel tragen. Sie werden mittels Codes, die ihnen vom System akustisch (zirka alle 15 Sekunden) mitgeteilt werden, durch das Lager navigiert, m\u00fcssen die Waren im angegebenen Bereich beh\u00e4ndigen und dem Apparat m\u00fcndlich mitteilen, dass sie den Auftrag ausgef\u00fchrt haben. Das System registriert und zentralisiert alle von den Lageristinnen und Lageristen best\u00e4tigten Informationen in der Betriebssoftware des Lagers mittels einer lokalen Funkfrequenz. Die Anbieter solcher Systeme und die Arbeitgeber werden nicht m\u00fcde, den Produktivit\u00e4tsgewinn aufgrund dieser Systeme herauszustreichen, doch wird dieser Produktivit\u00e4tsgewinn auf Kosten der Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erzielt. Dies zeigte bereits im Jahr 2009 ein Bericht des franz\u00f6sischen Institut National de Recherche et de S\u00e9curit\u00e9 sowie schon 2008 eine universit\u00e4re Erhebung von \"M\u00e9decine et Sant\u00e9 au Travail\". Tats\u00e4chlich bewirken die Steigerung der Kadenz und der Anzahl zu bew\u00e4ltigender Chargen sowie das Tragen dieses Apparats den ganzen Arbeitstag lang, dass diese Zudiener zur Erledigung von Bestellungen erh\u00f6hten k\u00f6rperlichen Risiken ausgesetzt sind (R\u00fcckenprobleme, Beeintr\u00e4chtigungen des Bewegungsapparats, Beeintr\u00e4chtigungen des Geh\u00f6rs bis zur Schwerh\u00f6rigkeit, Kopfschmerzen, Ersch\u00f6pfung, Langzeitexposition gegen\u00fcber elektromagnetischer Strahlung). Schliesslich werden die Zudiener zur Erledigung von Bestellungen, statt dass man ihnen Abwechslungen bei den Aufgaben bietet, gezwungen, stets die immer gleiche Routinet\u00e4tigkeit auszuf\u00fchren. Das Soziale und die \u00fcblichen Beziehungen am Arbeitsplatz werden empfindlich beeintr\u00e4chtigt. Das System der Sprachanweisungen isoliert die Lageristinnen und Lageristen in extremer Weise, indem es sie jeglicher M\u00f6glichkeiten zum Dialog unter Kolleginnen und Kollegen beraubt und die Momente, in denen man im B\u00fcro des Kommissionierers vorbeischaut, drastisch reduziert. Dies alles f\u00f6rdert eine eigentliche \"Robotisierung\" dieser Menschen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Sprachanweisungssysteme sind keine neuen Arbeitsinstrumente. Sie kommen seit mehreren Jahren in Logistikzentren in der Schweiz wie auch im Ausland h\u00e4ufig zum Einsatz. Die mit dieser Arbeitsorganisationsform verbundenen Risiken sind bekannt und waren bereits Gegenstand verschiedener Untersuchungen. Die Verwendung solcher Instrumente kann mit Belastungen einhergehen, die sich negativ auf die Gesundheit der Mitarbeitenden auswirken k\u00f6nnen. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise ein erh\u00f6hter Arbeitsrhythmus, eine h\u00f6here Anzahl und ein gr\u00f6sseres Gewicht der getragenen Lasten, eine geringe Flexibilit\u00e4t beim Organisieren der Arbeit, die technische \u00dcberwachung der Arbeitsleistung, Monotonie sowie gewisse Risiken f\u00fcr den H\u00f6rapparat im Zusammenhang mit dem Tragen der Ger\u00e4te und der Lautst\u00e4rke der Sprachanweisungen. All diese Risiken sind abgedeckt in der generellen Pflicht der Arbeitgeber, die Gesundheit der Arbeitnehmenden zu sch\u00fctzen (Art. 6 des Arbeitsgesetzes; SR 822.11). Einige Punkte werden zudem in der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz konkretisiert (SR 822.113), so zum Beispiel das Vermeiden einer \u00fcberm\u00e4ssig starken oder allzu einseitigen Beanspruchung, der L\u00e4rmschutz, die Ergonomie oder die \u00dcberwachung. Diese Verordnung sieht ebenfalls vor, dass die Beh\u00f6rden vom Arbeitgeber die Durchf\u00fchrung einer arbeitsmedizinischen Abkl\u00e4rung verlangen k\u00f6nnen, falls zu vermuten ist, dass die Gesundheit der Arbeitnehmenden durch die von ihnen ausge\u00fcbten T\u00e4tigkeiten beeintr\u00e4chtigt wird. Eine solche Abkl\u00e4rung kann sowohl zu den physischen wie auch zu den psychischen Aspekten der Gesundheit verlangt werden.</p><p>Die von den Arbeitgebern umzusetzenden Pr\u00e4ventionsmassnahmen m\u00fcssen von Fall zu Fall festgelegt werden und sind nicht Gegenstand einer generellen Vorschrift. Die vom Seco zu diesem Thema publizierten Wegleitungen erw\u00e4hnen allerdings verschiedene Beispiele wirksamer Pr\u00e4ventionsmassnahmen. Diese Beispiele haben keinen verbindlichen Charakter, sondern sie definieren einen minimalen Schutzstandard, der vom Arbeitgeber zu erreichen ist. Der Arbeitgeber hat damit die Auswahl zwischen verschiedenen umzusetzenden Massnahmen, wobei das effektive Schutzniveau die vom Gesetzgeber verlangten Anforderungen erf\u00fcllen muss. Die Mechanismen zum Vollzug der Rechtsvorschriften sind im \u00dcbrigen zielf\u00fchrend und ausreichend; sie k\u00f6nnen zudem von den betroffenen Arbeitnehmenden eingefordert werden. Die Einf\u00fchrung spezifischer, f\u00fcr die Logistikzentren obligatorischer Massnahmen w\u00fcrde hier einen Pr\u00e4zedenzfall schaffen, der mit der geltenden Rechtsordnung und dem heutigen Vollzug nicht in Einklang zu bringen ist.</p><p>Gest\u00fctzt auf diese Ausf\u00fchrungen h\u00e4lt der Bundesrat die Ausarbeitung eines Berichtes zu dieser Frage beziehungsweise die Anpassung der rechtlichen Grundlagen f\u00fcr unn\u00f6tig. Dennoch steht dieser Risikobereich weiterhin unter Beobachtung. Das Seco wird pr\u00fcfen, ob eine Empfehlung bestimmter Pr\u00e4ventionsmassnahmen notwendig ist. Falls ja, wird das Seco dies den kantonalen Arbeitsinspektoraten, den Arbeitgebern sowie den anderen Akteuren im Bereich der Pr\u00e4vention in geeigneter Weise kommunizieren.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1542153600000)\/","SubmittedBy":"de la Reussille Denis","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1544745600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"44|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690514226647)\/","SubmissionDate":"\/Date(1538006400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5014,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Gesundheit"}}