{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184016,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20184016,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.4016","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Psychische Gesundheit. Versorgungs- und Angebotsmangel. Was unternimmt der Bundesrat dagegen, und was tut er, um der Bev\u00f6lkerung den Zugang zur Behandlung zu gew\u00e4hrleisten?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>2016 und 2017 sind im Auftrag des BAG zwei Studien zur Versorgung im Bereich der psychischen Gesundheit durchgef\u00fchrt worden. Daraus ergibt sich eine deutliche Unterversorgung f\u00fcr Kinder und Jugendliche (lange Wartefristen, Fachkr\u00e4ftemangel, Mangel an Angeboten in allen Regionen und ganz besonders im Bereich der von der Grundversicherung \u00fcbernommenen Leistungen). Was die Behandlung der Erwachsenen angeht, so stellt man in den Institutionen und in den l\u00e4ndlichen Regionen einen Fachkr\u00e4ftemangel fest (Mangel an rasch zug\u00e4nglichen Angeboten, fehlende Angebote im ambulanten und intermedi\u00e4ren Setting, Zugangs- und Versorgungsschwierigkeiten f\u00fcr Personen, deren Art der psychischen Erkrankung eine Therapie erschwert, Mangel an via Grundversicherung finanzierten Behandlungspl\u00e4tzen). Es wird ausgef\u00fchrt, dass die Anzahl Psychiaterinnen und Psychiater pro Kopf kein guter Indikator ist f\u00fcr die Breite des Behandlungsangebots (eine andere Studie zeigt, dass bis 2023 1000 Psychiaterinnen und Psychiater fehlen werden). Die Zugangsprobleme sind zudem mit langen Wartefristen verbunden (auch in Gegenden, in denen es relativ viele Psychiaterinnen und Psychiater gibt), weil die Psychiaterinnen und Psychiater nicht gen\u00fcgend durch Psychotherapeutinnen/Psychologinnen und Psychotherapeuten/Psychologen (nach dem Modell der delegierten Psychiatrie) entlastet werden. </p><p>Laut der Studie von 2017 investiert die Schweiz zu wenig im Bereich der psychischen Gesundheit. Der Anteil an den Gesamtgesundheitskosten, den die Kosten f\u00fcr die psychische Gesundheit ausmachen, liegt in der Schweiz seit Jahren stabil bei 9,2 Prozent und damit unter dem internationalen Durchschnitt. In den Niederlanden zum Beispiel betr\u00e4gt er mit 20,9 Prozent mehr als das Doppelte. Die Unterversorgung f\u00fchrt dazu, dass der Bev\u00f6lkerungsanteil, der professionelle Hilfe wegen eines psychischen Problems in Anspruch nimmt, mit 5 Prozent deutlich tiefer liegt als im Ausland (12-18 Prozent). Man geht davon aus, dass sich jede dritte Person nicht behandeln l\u00e4sst. Das hat enorme finanzielle Folgen: Ausfall am Arbeitsplatz, Burnout, vermeidbare Hospitalisierung, IV-Renten usw.</p><p>Darum frage ich den Bundesrat:</p><p>Was unternimmt er konkret, um dieser besorgniserregenden Situation zu begegnen?</p><p>Welche Massnahmen will er in welchem Zeitraum ergreifen, und wie hoch sind die Kosten daf\u00fcr? </p><p>Und was will er in welchem Zeitraum tun, um allen den Zugang zu psychiatrisch-psychologischer Hilfe zu gew\u00e4hrleisten? Will er einf\u00fchren, dass eine solche Behandlung von der Grundversicherung \u00fcbernommen wird? Wie hoch w\u00e4ren die Kosten?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Abkl\u00e4rungen und die erw\u00e4hnten Studien haben gezeigt, dass die psychiatrische Versorgung grunds\u00e4tzlich gew\u00e4hrleistet ist. Verbesserungen, insbesondere f\u00fcr gewisse Bev\u00f6lkerungsgruppen (Kinder und Jugendliche), bez\u00fcglich spezifischer Regionen und Angebotsformen sind aber angezeigt. </p><p>Die beschriebenen Problemfelder sind komplex. Die Behandlungsquote weicht vom theoretischen Behandlungsbedarf aus folgenden Gr\u00fcnden ab: Angebotssituation (z. B. Dichte des Versorgungsangebots, Aufgabenteilung zwischen Berufsgruppen), Zugangsh\u00fcrden (z. B. sprachliche und kulturelle H\u00fcrden, schlechte Erreichbarkeit und Wartezeiten, mangelnde Niederschwelligkeit) und Unterbeanspruchung durch Betroffene (z. B. Stigmatisierung). Eine solche Differenz besteht in allen L\u00e4ndern. Die vom BAG veranlassten Studien liefern qualitative Informationen zu Behandlungsl\u00fccken, erm\u00f6glichen aber keine Quantifizierung. Die Angaben betreffend Inanspruchnahme professioneller Hilfe aus den Niederlanden und der Schweiz beruhen auf unterschiedlichen Befragungen und sind daher nicht direkt vergleichbar. So ist beispielsweise die Fragestellung in der schweizerischen Gesundheitsbefragung viel enger gew\u00e4hlt als im Eurobarometer, auf welchem die niederl\u00e4ndischen Angaben beruhen. </p><p>Auch der Anteil der Kosten f\u00fcr psychische St\u00f6rungen an den gesamten Gesundheitskosten wurde f\u00fcr die beiden L\u00e4nder unterschiedlich berechnet. Der Wert f\u00fcr die Niederlande ist ein OECD-Spitzenwert und beinhaltet zu 57 Prozent auch Kosten f\u00fcr Langzeitpflege bei Demenz oder f\u00fcr Behinderte. Andere OECD-L\u00e4nder liegen n\u00e4her am Wert der Schweiz. Der f\u00fcr die Schweiz dargestellte Anteil von 9,2 Prozent beinhaltet nur OKP-Bruttokosten, ohne Kosten f\u00fcr Medikamente oder psychiatrisch-psychotherapeutische Leistungen von Fach\u00e4rztinnen und Fach\u00e4rzten anderer Fachrichtungen als derjenigen der Psychiatrie (z. B. Grundversorger), und untersch\u00e4tzt den wahren Wert. </p><p>Bez\u00fcglich der Anzahl der Psychiaterinnen und Psychiater hat der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation Eder 16.3060, \"Behandlung psychischer Krankheiten in der Grundversicherung weiterhin gew\u00e4hrleisten\", erl\u00e4utert, dass die verf\u00fcgbaren Zahlen nicht auf einen vorhandenen oder absehbaren Versorgungsengpass hinweisen. Jedoch ist die Schweiz f\u00fcr die Rekrutierung des Nachwuchses stark vom Ausland abh\u00e4ngig. </p><p>Der Bundesrat hat im Bericht \"Zukunft der Psychiatrie in der Schweiz\" in Erf\u00fcllung des Postulates St\u00e4helin 10.3255 festgestellt, dass die Angebotsstrukturen weiterzuentwickeln sind, insbesondere f\u00fcr Krisen- und Notfallsituationen und die intermedi\u00e4ren Angebote mit interdisziplin\u00e4ren Teams, die auch soziale Betreuung und alltagsorientierte Unterst\u00fctzung anbieten, sowie deren nachhaltige Finanzierung. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) hat sich hier zum Ziel gesetzt, mit den Kantonen und den Krankenversicherern eine stabilisierende Regelung der Finanzierung von psychiatrischen Tageskliniken zu finden. Hinsichtlich der Verbesserung der Versorgungsstrukturen sind die Kantone, Berufsverb\u00e4nde und Leistungserbringer gefordert. Der Bund hat auch keine direkte Handhabe, um Verteilungsprobleme zwischen Stadt und Land anzugehen.</p><p>Bez\u00fcglich der psychologischen Psychotherapie hat der Bundesrat in seinen Antworten auf die Anfrage Prelicz-Huber 11.1068, \"Nicht\u00e4rztliche Psychotherapie als Leistung der Grundversicherung\", die obenerw\u00e4hnte Interpellation Eder 16.3060 und die Interpellation Marchand-Balet 18.3446, \"Anordnungsmodell f\u00fcr Psychologinnen und Psychologen\", dargelegt, dass er verschiedene Modelle der Zulassung der psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung pr\u00fcft. Die Arbeiten zu einem alternativen Modell, welches die Verbesserung der Versorgungsqualit\u00e4t und die Vermeidung von Mengenausweitung beinhaltet, sind im Gange. N\u00e4chste konkrete Schritte sind f\u00fcr das Jahr 2019 geplant. Angaben zu den Kostenauswirkungen sind derzeit mangels valider Datengrundlagen nicht m\u00f6glich. </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1542758400000)\/","SubmittedBy":"Marchand-Balet G\u00e9raldine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1544745600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690514096887)\/","SubmissionDate":"\/Date(1538092800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5014,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}